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Schweiz: Wenig Produktivitätswachstum im 3. Quartal Gemäss sda-BAK Stundenproduktivitätsindex ist die Schweizer Stundenproduktivität im dritten Quartal 2007 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nur unwesentlich angestiegen (+0.1%). Im Vergleich zum zweiten Quartal 2007 konnte das Produktivitätsniveau nicht weiter gesteigert werden. Die verhaltene Produktivitätsentwicklung hat jedoch vor allem zyklische Ursachen. Im Zuge des vorangeschrittenen Aufschwungs haben viele Unternehmen ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Zusätzliche Wachstumspotenziale lassen sich oftmals nur noch über einen gesteigerten Arbeitskräfteeinsatz realisieren. Dies zeigt sich besonders eindrücklich für das zweite und dritte Quartal 2007. Die Zahl der im gesamtwirtschaftlichen Produktionsprozess eingesetzten Arbeitsstunden (Arbeitsvolumen) expandierte hier gleichermassen kräftig wie das Schweizer Bruttoinlandsprodukt. Für das vierte Quartal rechnet BAK mit einer nach wie vor flach verlaufenden Produktivitätsentwicklung. In den Folgequartelen dürfte sich die Produktivitätsentwicklung langsam erhöhen.
Schweiz: SNB belässt Leitzins bei unveränderten 2.75 Prozent Die schwer einzuschätzende Entwicklung der Krise auf den internationalen Finanzmärkten haben die Schweizerische Nationalbank dazu bewogen, trotz gewisser Preisrisiken, eine abwartende Haltung in der Geldpolitik einzunehmen. Die SNB belässt das Zielband für den Dreimonats-Libor unverändert bei 2.25 bis 3.25 Prozent. Sie beabsichtigt, den Dreimonats-Libor bis auf weiteres im mittleren Bereich des Zielbandes zu halten. Die SNB gab damit zum ersten Mal seit zwei Jahren die Politik der quartalsweisen Zinserhöhung auf. Unter der Prämisse, dass sich die Anspannung auf den internationalen Finanzmärkten lösen, geht BAK Basel Economics davon aus, dass die Schweizerische Nationalbank im März 2008 den Leitzins um 0.25 Prozent-punkte erhöhen wird, um der potentiellen Inflationsgefahr entgegenzuwirken.
US-Einzelhandel verbucht überraschend hohe Umsätze Die amerikanischen Konsumenten liessen sich ihre Kauffreude durch die hohen Energie- und sinkenden Immobilienpreise nicht verderben. Wie das Wirtschaftsministerium berichtete, erhöhten sich die Umsätze im November um 1.2 Prozent. Es handelt sich dabei um den höchsten Anstieg der vergangenen sechs Monate. Noch im Oktober hatte die Steigerung lediglich 0.2 Prozent betragen. Die Stärke der Nachfrage zeigte sich vor allem bei Warenhäusern und Grossunternehmen wie Wal-Mart und Target, deren Umsätze um 0.9 Prozent zunahmen. Besonders gute Geschäfte machten auch Spezial- und Bekleidungshäuser (+2.6%). Da die Konsumausgaben rund zwei Drittel zum Bruttoinlandsprodukt beitragen, hat die Kauflust der Konsumenten weit verbreitete Konjunkturängste erst einmal verdrängt. Für das laufende Jahr rechnet BAK Basel Economics mit einem Anstieg des realen BIP in den USA um 2.1 Prozent.
US-Handelsbilanz-defizit weitet sich wieder aus Das Defizit in der amerikanischen Handelsbilanz, welches noch im September zurückgegangen war, hat sich im Oktober wieder ausgeweitet. Wie das Wirtschaftsministerium in Washington mitteilte, erhöhte es sich trotz deutlich verbesserten Exporten unter dem Einfluss hoher Ölpreise und einer Flut von Importen aus China auf 57.8 Mrd. US-Dollar. Die Exporte sind dabei auf einen neuen Rekordwert von 141.7 Mrd. US-Dollar angestiegen, aber auch die Einfuhren erreichten mit 199.5 Mrd. ein neues Hoch. Auf Jahresbasis deutet sich allerdings ein Rückgang des Fehlbetrages auf rund 704 Mrd. US-Dollar an, nachdem das Defizit im vergangenen Jahr die Rekordhöhe von 758 Mrd. erreicht hatte.
Deutschland: Rekordumsatz bei den Exporten Die deutschen Unternehmen exportierten im Oktober 2007 Waren im Wert von 88.9 Mrd. Euro. Damit wurde das bisherige Rekordergebnis vom November 2006 um knapp 4 Mrd. Euro übertroffen. Dennoch zeigte sich die Dynamik gegenüber der Vormonate leicht abgeschwächt: Das Umsatzplus von 6.3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat war der zweitschwächste Wert in diesem Jahr.
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