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Kommentar zur Woche 42

19.10.2007

Schweizer Konjunktur gemäss BAK-Szenarien nicht in Gefahr
Obwohl die Wirtschaftsprognosen für die Weltwirtschaft durchgängig positiv sind, nehmen die Risiken für die globale Konjunktur zu. Anlässlich der Prognose-Tagung rechnete BAK Basel Economics verschiedene Risikoszenarien.
Wie die Simulationen zeigen, bleibt die Schweiz auch bei Eintritt massiv verschlechterter Rahmenbedingungen von einer Rezession verschont. Auch im ausgeprägtesten Fall liegt das Wachstum 2008 nur um gut einen Prozentpunkt tiefer als in der aktuellen Basisprognose (+2.3%). Damit halbiert sich zwar das Wachstum, ein Rückgang des BIP ist jedoch weit entfernt. Bis 2010 sind in den meisten Szenarien die Effekte weitgehend ausgestanden. Insgesamt wird im Simulationszeitraum bis 2010 das Niveau des Schweizer BIP nie um mehr als 2 Prozent reduziert. Dank der robusten Ausgangslage bleiben die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft recht günstig, selbst bei Eintritt der derzeit immer wieder betonten Risiken. Von den von BAK analysierten Szenarien wird im Folgenden lediglich auf das Szenario «Kredit» eingegangen, in welchem eine Akzentuierung der US-Immobilienkrise modelliert wurde.

Schweiz bleibt auch im schlimmsten Fall von einer Rezession verschont
Die stärksten negativen Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaftsentwicklung erwartet BAK im Fall der Ausweitung der US-Hypothekenkrise. Für das Szenario «Kredit» unterstellt BAK eine massive Vertrauenskrise im Finanzsektor, ausgelöst durch eine markante Akzentuierung der Hypothekenausfälle in den USA und als Folge davon massiv sinkende Wohnimmobilienpreise (-20%). Dies führt einerseits zu steigenden Risikoprämien für Kredite (+1%-Punkt). Andererseits erfolgt auch die Kreditvergabe restriktiver. Die Börsen werden ebenso in Mitleidenschaft gezogen (Einbruch um rund ¼). In der Simulation nimmt BAK an, dass sich diese Effekte nicht nur in den USA zeigen, sondern etwas abgeschwächt auch in der übrigen Welt.
In der Schweiz zeigen sich die Auswirkungen des Szenarios «Kredit» zunächst besonders bei den Investitionen, insbesondere den Wohnbauinvestitionen, wobei neben höheren Refinanzierungskosten auch die Kreditrationierung eine Rolle spielt. Direkt betroffen ist auch der Aussenhandel durch den Rückgang der weltweiten Nachfrage. Durch negative Einkommens- und Vermögenseffekte geht letztendlich auch der private Konsum zurück.

BIP-Prognosen für 2008 auf 2.7 Prozent erhöht. Exportbranchen als Wachstumsmotoren
Die Prognose für das Wachstum des Schweizer Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2008 erhöhte BAK schon im September um 0.3 Prozentpunkte auf 2.3 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet BAK mit einem Wirtschaftswachstum von 2.7 Prozent (bislang 2.5 Prozent). Dieses Wachstum wird nach wie vor zu einem grossen Teil getragen von den exportorientierten Branchen. Derzeit schwingt hier die Uhrenindustrie oben aus, die von einem Exportrekord zum nächsten eilt. Die gesamtwirtschaftlich bedeutenderen Branchen Chemie-Pharma und Investitionsgüter entwickeln sich im Vergleich zwar weniger dynamisch, stehen aber auch gut da. Nur wenige Branchen zählen zu den wachstumsschwachen, unter ihnen die Landwirtschaft, das Baugewerbe, Teile der Konsumgüterindustrie (z.B. Papiergewerbe, Textil- und Bekleidungshersteller) und die Dienstleistungen des öffentlichen Sektors. Hier bremsen die trotz erfreulicher Wirtschaftsentwicklung anhaltenden Konsolidierungsbemühungen der öffentlichen Haushalte die Entwicklung. Der verbleibende Rest der Branchen, und damit das Gros der Schweizer Wirtschaft, bildet ein sich 2007 wie 2008 stabil und gut entwickelndes Mittelfeld.

Region Basel 2007 und 2008 Wachstumsleader
Schweizer Konjunktur gemäss BAK-Szenarien nicht in Gefahr
Obwohl die Wirtschaftsprognosen für die Weltwirtschaft durchgängig positiv sind, nehmen die Risiken für die globale Konjunktur zu. Anlässlich der Prognose-Tagung rechnete BAK Basel Economics verschiedene Risikoszenarien.
Wie die Simulationen zeigen, bleibt die Schweiz auch bei Eintritt massiv verschlechterter Rahmenbedingungen von einer Rezession verschont. Auch im ausgeprägtesten Fall liegt das Wachstum 2008 nur um gut einen Prozentpunkt tiefer als in der aktuellen Basisprognose (+2.3%). Damit halbiert sich zwar das Wachstum, ein Rückgang des BIP ist jedoch weit entfernt. Bis 2010 sind in den meisten Szenarien die Effekte weitgehend ausgestanden. Insgesamt wird im Simulationszeitraum bis 2010 das Niveau des Schweizer BIP nie um mehr als 2 Prozent reduziert. Dank der robusten Ausgangslage bleiben die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft recht günstig, selbst bei Eintritt der derzeit immer wieder betonten Risiken. Von den von BAK analysierten Szenarien wird im Folgenden lediglich auf das Szenario «Kredit» eingegangen, in welchem eine Akzentuierung der US-Immobilienkrise modelliert wurde.

Schweiz bleibt auch im schlimmsten Fall von einer Rezession verschont
Die stärksten negativen Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaftsentwicklung erwartet BAK im Fall der Ausweitung der US-Hypothekenkrise. Für das Szenario «Kredit» unterstellt BAK eine massive Vertrauenskrise im Finanzsektor, ausgelöst durch eine markante Akzentuierung der Hypothekenausfälle in den USA und als Folge davon massiv sinkende Wohnimmobilienpreise (-20%). Dies führt einerseits zu steigenden Risikoprämien für Kredite (+1%-Punkt). Andererseits erfolgt auch die Kreditvergabe restriktiver. Die Börsen werden ebenso in Mitleidenschaft gezogen (Einbruch um rund ¼). In der Simulation nimmt BAK an, dass sich diese Effekte nicht nur in den USA zeigen, sondern etwas abgeschwächt auch in der übrigen Welt.
In der Schweiz zeigen sich die Auswirkungen des Szenarios «Kredit» zunächst besonders bei den Investitionen, insbesondere den Wohnbauinvestitionen, wobei neben höheren Refinanzierungskosten auch die Kreditrationierung eine Rolle spielt. Direkt betroffen ist auch der Aussenhandel durch den Rückgang der weltweiten Nachfrage. Durch negative Einkommens- und Vermögenseffekte geht letztendlich auch der private Konsum zurück.

BIP-Prognosen für 2008 auf 2.7 Prozent erhöht. Exportbranchen als Wachstumsmotoren
Die Prognose für das Wachstum des Schweizer Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2008 erhöhte BAK schon im September um 0.3 Prozentpunkte auf 2.3 Prozent. Für das laufende Jahr rechnet BAK mit einem Wirtschaftswachstum von 2.7 Prozent (bislang 2.5 Prozent). Dieses Wachstum wird nach wie vor zu einem grossen Teil getragen von den exportorientierten Branchen. Derzeit schwingt hier die Uhrenindustrie oben aus, die von einem Exportrekord zum nächsten eilt. Die gesamtwirtschaftlich bedeutenderen Branchen Chemie-Pharma und Investitionsgüter entwickeln sich im Vergleich zwar weniger dynamisch, stehen aber auch gut da. Nur wenige Branchen zählen zu den wachstumsschwachen, unter ihnen die Landwirtschaft, das Baugewerbe, Teile der Konsumgüterindustrie (z.B. Papiergewerbe, Textil- und Bekleidungshersteller) und die Dienstleistungen des öffentlichen Sektors. Hier bremsen die trotz erfreulicher Wirtschaftsentwicklung anhaltenden Konsolidierungsbemühungen der öffentlichen Haushalte die Entwicklung. Der verbleibende Rest der Branchen, und damit das Gros der Schweizer Wirtschaft, bildet ein sich 2007 wie 2008 stabil und gut entwickelndes Mittelfeld.

Region Basel 2007 und 2008 Wachstumsleader
Bei den regionalen Wachstumsprognosen von BAK bleibt die Region Basel in diesem Jahr unverändert Wachstumsleader. Ebenfalls klar überdurchschnittlich ist die Entwicklung in der Region Zentralschweiz. Den Schluss der Wachstumsrangliste bildet 2007 die Südschweiz, wo sich die Abschwächung im Baugewerbe negativ auf die Gesamtwirtschaft auswirkt. Ebenfalls unterdurchschnittlich sind die Wachstumsprognosen für das Espace Mittelland und die Ostschweiz. 2008 sind die Perspektiven für alle Regionen positiv, auch wenn BAK schätzt, dass sich das Wachstum erneut leicht abschwächt. Die Wirtschaft der Region Basel dürfte auch im kommenden Jahr am stärksten wachsen, gefolgt von der Zentralschweiz. Für die Regionen Süd- und Ostschweiz sowie das Espace Mittelland prognostiziert BAK auch im kommenden Jahr ein unterdurchschnittliches Wachstum.

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