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Schweizer Wirtschaft wächst 2008 um 2.3 Prozent BAK Basel Economics erhöht die Prognose für das Wachstum des Schweizer Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2008 um 0.3 Prozentpunkte auf 2.3 Prozent. Damit setzt die Schweizer Wirtschaft ihre zuletzt überdurchschnittliche Entwicklung fort. Für das laufende Jahr rechnet BAK mit einem Wirtschaftswachstum von 2.7 Prozent (bislang 2.5 Prozent). Für die insgesamt optimistischere Einschätzung sprechen vor allem das sehr solide Fundament aus kräftig expandierenden Investitionen und privaten Konsumausgaben. Die damit binnenkonjunkturell breit abgestützte Dynamik wird zudem durch die nach wie vor robusten Wachstumsperspektiven der westeuropäischen Handelspartner und aufstrebender Volkswirtschaften, allen voran China, auch von Seite des Aussenhandels gestützt. Damit dürfte sich in den kommenden Monaten die ausgesprochen dynamische Entwicklung des ersten Halbjahres 2007 nur leicht abschwächen. Diese optimistische Prognose ist allerdings mit wesentlich höheren Risiken verbunden als bisher.
Schwaches Produktivitätswachstum im 2. Quartal Gemäss sda-BAK Stundenproduktivitätsindex hat die Zunahme der Schweizer Stundenproduktivität im zweiten Quartal 2007 gegenüber dem Vorjahr nur bescheidene 0.3 Prozent betragen. Der sda-BAK Stundenproduktivitätsindex erreichte im zweiten Quartal 2007 einen Wert von 118.7 Punkten (1994=100). Damit stagnierte die Produktivität im Vorquartalsvergleich. Im ersten Quartal 2007 hatte der entsprechende Produktivitätsfortschritt noch 0.5 Prozent betragen. Die schwache Produktivitätsentwicklung ist aber nicht das Ergebnis einer geringeren Wirtschaftsdynamik. Vielmehr hat im Verlauf des zweiten Quartals 2007 auch das Wachstum des Arbeitsvolumens (Summe aller geleisteten Arbeitsstunden) deutlich zugenommen. Dieser Effekt macht sich auch im Vorjahresvergleich an einer deutlich abgeschwächten Zunahme der Schweizerischen Stundenproduktivität von 0.3 Prozent bemerkbar (2007Q1: +0.7%).
US-Notenbank senkt Leitzins Die US-Notenbank Fed hat als Reaktion auf die Krise am US-Hypotheken-markt erstmals seit vier Jahren den wichtigsten Leitzins gesenkt. Der Satz wurde um einen halben Prozentpunkt auf 4.75 Prozent gemindert.
Anstieg der Schweizer Detailhandelsumsätze Nach den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind die nominalen Detailhandelsumsätze im Juli 2007 im Vergleich zum Juli 2006 um 3.1 Prozent gestiegen, dies bei gleicher Anzahl Verkaufstage. Dies entspricht einer realen (teuerungsbereinigten) Steigerung um 3.3 Prozent. Werden die Umsätze der ersten sieben Monate des Jahres 2007 kumuliert, ergibt sich sowohl nominal (+3.6%) als auch real (+4.7%) eine Zunahme gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. BAK Basel Economics rechnet für 2007 mit einer Zunahme der realen Bruttowertschöpfung im Detailhandel von 2.6 Prozent.
Sekundärer Sektor: Indikatoren zeigen nach oben Die Schweizer Industrie befindet sich in einer guten Verfassung. Die vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechneten Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären Sektor nahmen im 2. Quartal 2007 nochmals stark zu. Die Produktion wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9.8 Prozent und der Umsatz um 11 Prozent. Sowohl die Auftragseingänge (+12%) als auch die Auftragsbestände (+22%) wiesen hohe Zuwachsraten auf. Die Fertigwarenlager erhöhten sich um 2.4 Prozent. BAK Basel Economics erwartet für das laufende Jahr ein reales Wachstum der Bruttowertschöpfung im sekundären Sektor von 3.2 Prozent.
Schweizer Aussenhandel auf hohem Niveau etwas langsamer Gemäss der Eidgenössischen Zollverwaltung (EVZ) wuchs der schweizerische Aussenhandel im August 2007 mit etwas weniger Schwung als in den Vormonaten. Dennoch wies die Mehrheit der Exportbranchen nach wie vor ein zweistelliges Wachstum auf. Die Exporte stiegen insgesamt nominal um 9.1 Prozent auf 14'544.3 Mio. Fr. (real: +9.7%). Zugleich waren die Preise der ausgeführten Güter leicht rückläufig, während jene der Importwaren schwächer stiegen als im bisherigen Jahresverlauf. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 637.1 Mio. Fr. (+15.5%).
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