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Kommentar zur Woche 37

14.09.2007

SNB: Leitzinserhöhung
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) zielt auf eine Entspannung an den Finanzmärkten und erhöht den Dreimonats-Libor um 0.25 Prozent auf 2.75 Prozent. Zudem hebt sie das Zielband auf 2.25 bis 3.25 Prozent an. Weil am Markt in letzter Zeit bis zu 2.9 Prozent bezahlt wurden, kommt dies de facto nicht einer Straffung, sondern einer kleinen Entspannung gleich. Die SNB begründet ihren Schritt unter anderem damit, dass die Wirtschaftslage anhaltend günstig und die Inflationsgefahr wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht geringer geworden sind. Unter der Annahme des derzeitigen Dreimonats-Libors rechnet die SNB mit einer durchschnittlichen Jahresteuerung von 0.6 Prozent. BAK Basel Economics geht für das Jahr 2007 von einer Teuerung von 0.5 Prozent aus. Im Jahr 2008 wird mit einer Inflationsrate von 1.1 Prozent gerechnet.

Wohnbautätigkeit nochmals angestiegen
Im 2. Quartal 2007 stieg im Jahresvergleich die Anzahl der neu erstellten Wohnungen in der Schweiz um über 3 Prozent auf insgesamt 10'200 Einheiten an. Ende Juni 2007 waren 62'200 Wohnungen im Bau, was einer Zunahme von 6.0 Prozent entspricht. Von April bis Juni schwächte sich die Zahl der erteilten Baubewilligungen für Wohnungen im Vergleich zum Vorjahresquartal um über 4 Prozent ab. Schweizweit wurde demnach noch für 12'400 Wohnungen eine Baubewilligung erteilt. Insbesondere in den mittelgrossen Gemeinden entwickelte sich der Neuwohnungsbau erfreulich (+14.2%). Im Jahresvergleich verzeichneten dagegen die Städte sowie die Kleingemeinden mit bis zu 2000 Einwohnern bei den fertig erstellten Wohnungen je einen Rückgang von rund 2 Prozent. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte stieg die Anzahl der neu erstellten Wohnungen um 3.1 Prozent auf gesamthaft 3'400 Einheiten. Die beiden Westschweizer Agglomerationen Lausanne und Genf sowie Bern errichteten im Vergleich zum Vorjahresquartal markant mehr, die Agglomerationen Zürich und vor allem Basel weniger neue Wohnungen.
Im gesamten ersten Halbjahr 2007 stieg die Zahl der neu erstellten Wohnungen gegenüber der Vorjahresperiode um beinahe 9 Prozent. Die neuesten Prognosen von BAK Basel Economics zum Wohnbau erscheinen Ende September im Rahmen der Hochbauprognose 2007 bis 2013.

Firmengründungen in der Schweiz auf Hochstand
Gemäss der Erhebung des Verbandes Creditreform wurden bis August 2007 24'301 Firmen neu eingetragen. Gleichzeitig wurden weniger Firmen aus dem Handelsregister ausgetragen, so dass ein Zuwachs von 8'584 Einheiten entstand. In der West- und italienischsprachigen Schweiz wurde sogar ein Anstieg von rund 48 Prozent registriert. Besorgniserregend ist dagegen die Zahl der Privatkonkurse die sich bei 4'183 belaufen, was einer Steigerung von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

US Aussenhandelsdefizit im Juli etwas gesunken
Aufgrund der starken Exporte, verringerte sich das Aussenhandelsdefizit der USA im Juni auf 59.2 Milliarden Dollar. Der schwache Dollarkurs und die boomenden Märkte in Übersee bewirken einen Exportzuwachs von 2.7 Prozent. Mit einem Rekordwert von 137.7 Milliarden Dollar lagen die Exporte in diesem Jahr bislang gut 11 Prozent über dem Vorjahr. Auch die Einfuhren stiegen im Juni – getrieben durch die hohen Ölpreise – mit 196.9 Milliarden Dollar auf Rekordhöhe, was einen Anstieg um 1.8 Prozent bedeutet.

Japan: Wachstumsrückgang im 2. Quartal 2007
Durch einen deutlichen Rückgang an Investitionen ist die japanische Wirtschaft um 0.3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft. Dies nachdem die japanische Regierung in einer zuvor veröffentlichten Schätzung noch von einem Wachstum um 0.1 Prozent ausgegangen war. Durch die veränderte Marktsituation wird nun nicht mehr eine Zinserhöhung der japanischen Zentralbank erwartet. BAK Basel Economics erwartet für das laufende Jahr in Japan eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts um 2.3 Prozent.

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