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Services > News & Media > News > Archive 2007  
   

Kommentar zur Woche 30

27.07.2007

Leicht abgeschwächtes Geschäftsklima in Deutschland
Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Juli 2007 leicht verschlechtert. Der Index sank auf 106.4 Punkte nachdem er im Juni noch bei 107.0 Punkten gelegen hatte. Die befragten Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage nur marginal schlechter als im Vormonat. Allerdings wird der erwartete Geschäftsgang in den kommenden sechs Monaten als weniger günstig beurteilt. In den einzelnen Branchen hat sich das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe, im Dienstleistungsgewerbe und im Gross- und Detailhandel leicht abgekühlt, während die Stimmung im Bauhauptgewerbe im Juli geringfügig besser als im Vormonat ausfällt. BAK Basel Economics erwartet für Deutschland im laufenden Jahr ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 2.9 Prozent.

Stabiles Konsumklima in Deutschland
Gemäss der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat sich die Stimmung der Verbraucher in Deutschland im Sommer auf hohem Niveau stabilisiert. Der GfK-Konsumklimaindex erhöhte sich für den August 2007 auf 8.7 Punkte, nachdem er im Juli noch bei 8.5 Punkten lag. Der Index deutet eine dauerhafte Belebung des privaten Konsums in Deutschland an. Vor allem die günstige Arbeitsmarktentwicklung kompensiert die vorhanden Risiken wie Mehrwertsteuererhöhung oder höhere Zinsen für die Konsumausgaben.

Weiterer Abschwung auf dem US-Immobilienmarkt
Wie die National Association of Realtors für den US-Immobilienmarkt meldete, ging der Verkauf von bestehenden Häusern im Juni 2007 um saisonbereinigt 3.8 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. Gegenüber dem Vorjahresmonat resultiert ein Rückgang von 11.4 Prozent. Somit wurde im Juni das tiefste Verkaufsniveau seit November 2002 erreicht. Für das Gesamtjahr 2007 erwartet BAK bei den US-Wohnbauinvestitionen einen kräftigen Rückgang um 13 Prozent.

Gestiegene Industrieaufträge in der Eurozone
In der Eurozone stieg der Index der Industrieeingänge im Mai 2007 um 1.7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Wie Eurostat weiter meldete, stiegen im gleichen Zeitraum die Aufragseingänge in der EU27 um 3.2 Prozent. Im Vorjahresvergleich resultierten Zunahmen von 9.1 Prozent in der Eurozone und von 10.2 Prozent in der EU27. BAK rechnet für die Eurozone im Jahr 2007 mit einem realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2.7 Prozent und von 3.0 Prozent für die EU27.

Gestiegene Konsumnachfrage in Frankreich
Der private Konsum in Frankreich verzeichnete im Monat Juni ein kräftiges Wachstum. Wie das statistische Amt Insee meldete, stieg die Nachfrage nach Konsumgütern um 1.6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Gegenüber dem Juni 2006 resultierte eine Zunahme von 3.1 Prozent. Der Indikator beinhaltet jedoch nur rund einen Viertel der Gesamtausgaben, gilt aber als verlässlicher Indikator für die Trendentwicklung. Der positive Verlauf der Haushaltsausgaben macht auch Hoffnung auf ein höheres Wirtschaftswachstum. BAK erwartet im Jahr 2007 für Frankreich ein reales BIP-Wachstum von 2.2 Prozent.

Weiterhin robustes Wachstum der UK-Wirtschaft
Gemäss dem National Statistics stieg das reale Bruttoinlandsprodukt in Grossbritannien im zweiten Quartal 2007 um 0.8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im ersten Quartal resultierte ein reales Wachstum von 0.7 Prozent. Als Wachstumstreiber fungieren weiterhin die Dienstleistungen mit einem Zuwachs von 0.8 Prozent im zweiten Quartal. Nach einem schwachen ersten Quartal (-0.1%) stieg aber im zweiten Quartal auch der Produktionsoutput im industriellen Sektor wieder deutlich an (+0.6%).
BAK rechnet für das Vereinigte Königreich mit einem Wachstum des realen BIPs von 2.8 Prozent in 2007.

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