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Kommentar zur Woche 27

06.07.2007

Weitere Erholung am Arbeitsmarkt
Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Juni 2007 99’781 Arbeitslose bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 6'419 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 2.7 Prozent im Mai 2007 auf 2.5 Prozent im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verminderte sich die Arbeitslosigkeit um 23'056 Personen (-18.8%). Insgesamt wurden 158’677 Stellensuchende registriert, 7’166 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 31'215 Personen (-16.4%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 4 auf 13’343 Stellen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 784 Stellen mehr gemeldet. Im April 2007 waren 450 Personen von Kurzarbeit betroffen, 461 Personen weniger (-50.6%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 67 Einheiten (-46.2%) auf 78. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 42’594 (-60.5%) auf 27'765 Stunden ab. Im Jahresdurchschnitt 2007 rechnet BAK Basel Economics mit einer Arbeitslosenquote von 2.6 Prozent.

Positive Bilanz der Beherbergungsbetriebe
Im Mai 2007 verzeichneten die Hotelbetriebe in der Schweiz 2.44 Millionen Logiernächte. Dies sind 2.3 Prozent mehr (+54’600) als im Mai 2006. Da die inländische Nachfrage stagnierte (-0.1%), ist dieser Zuwachs alleine auf die ausländischen Gäste zurückzuführen (+4.0%/+55'300). Die provisorischen Ergebnisse der Beherbergungsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen des Weiteren einen Nachfragerückgang der Besucherinnen und Besucher aus Amerika (-5.1%). Die europäischen (ohne Schweiz) sowie die asiatischen Gäste buchten 6.1 Prozent beziehungsweise 2.5 Prozent mehr Übernachtungen. Von Januar bis Mai 2007 lag die kumulierte Zahl der Logiernächte bei 14.3 Millionen. Dies entspricht im Vergleich zur selben Vorjahresperiode einer Zunahme von 3.0 Prozent.

Leicht höheres Preisniveau
Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Juni 2007 einen Anstieg um 0.1 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 101.7 Punkten (Dezember 2005 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0.6 Prozent, verglichen mit Jahresteuerungsraten von 0.5 Prozent im Mai 2007 und von 1.6 Prozent im Juni 2006. BAK Basel Economics erwartet für das Jahr 2007 einen Anstieg der Konsumentenpreise von 0.5 Prozent.

Höhere Zementlieferungen
Die Schweizer Zementindustrie ist dank dem nach wie vor zunehmenden Bauvolumen gut ausgelastet. Die Inlandlieferungen der Zementindustrie sind im ersten Halbjahr 2007 gegenüber dem entsprechenden Vorjahressemester um 4.1 Prozent gestiegen. Während sich die Lieferungen im ersten Quartal markant um fast 11 Prozent erhöht hatten, bleiben sie im zweiten Quartal auf dem Vorjahresniveau. Für die reale Bruttowertschöpfung der Bauwirtschaft rechnet BAK Basel Economics mit einem Wachstum von 1.6 Prozent im Jahresdurchschnitt 2007.

Höheres Tempo der Industrie
Der von der Credit Suisse und dem Schweizerischen Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) erhobenen Purchasing Managers' Index (PMI) stieg im Juni deutlich um 3.9 Punkte auf ein Viermonatshoch von 62.8 Punkte. Der Teilindex für die Aufträge verbesserte sich um 3.3 Punkte und lässt weiterhin hohe Produktionsaktivitäten erwarten. Auf den höchsten Stand seit November 2006 stieg der Teilindex für die Lieferfristen. Die längeren Lieferfristen signalisieren spürbare Kapazitätsengpässe in der Industrie. BAK Basel Economics erwartet im 2007 für den sekundären Sektor ein Wachstum von 2.9 Prozent.

Erreichbarkeit im Kanton Zürich am höchsten
In der neuesten Studie von BAK Basel Economics «Die Erreichbarkeit als Standortfaktor» schneidet die Nordschweiz gut ab. Im Vergleich der Kantone belegt Zürich den Spitzenplatz. Bei der globalen und kontinentalen Erreichbarkeit liegt Zürich zwar hinter grossen europäischen Metropolen wie Frankfurt, London oder Paris, ist aber besser erreichbar als die Kantone Aargau, Basel-Landschaft und Basel Stadt. Auch im innerschweizerischen Vergleich der regionalen Erreichbarkeit liegt Zürich teilweise deutlich vor den übrigen Kantonen.

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