|
Arbeitslosenquote in der Schweiz unter 3%-Marke Die Arbeitslosenquote in der Schweiz sank im Monat April 2007 auf 2.9 Prozent (März 2006: 3.5%). Somit präsentierte sich der Arbeitsmarkt so robust wie seit 2002 nicht mehr. Wie das Staatsekretariat für Wirtschaft (seco) weiter mitteilte, waren Ende April 112'829 Arbeitslose eingeschrieben, das sind 5'086 weniger als im Vormonat. Eine sehr hohe Arbeitslosigkeit besteht nach wie vor in den Sektoren «Gastgewerbe» (7.9%), «Lederwaren und Schuhe» (7.5%), «Dienstleistungen für Unternehmen» (4.9%) und «Textil und Bekleidung» (4.6%). In der West- und Südschweiz ist die Arbeitslosigkeit in der Bevölkerung verbreiteter als in der Deutschschweiz. Die höchsten Arbeitslosenquoten im April wurden in den Kantonen Genf (6.5%), Tessin (4.3%), Waadt (4.3%) und Neuenburg (3.6%) verzeichnet. Die tiefsten Raten weisen die Kantone Obwalden (1.1%), Appenzell I.R. (1.1%), Nidwalden und Uri (je 1.2%) auf. BAK Basel Economics erwartet im Jahresmittel 2007 eine Arbeitslosenquote von 2.8 Prozent für die Schweiz.
Gestiegene Logiernächte im März 2007 Gemäss den Erhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichneten die Schweizer Hotelbetriebe 3.31 Mio. Logiernächte im März 2007. Das ist eine Zunahme von 4.0 Prozent im Vergleich zum März 2006. Von Januar bis März 2007 lag die kumulierte Zahl der Logiernächte bei 9.3 Mio. Dies entspricht einem Plus von 2.7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wie bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres erhöhte sich auch im März 2007 die ausländische Nachfrage (+5.8% ggü. März 06) deutlich stärker als die inländische (+1.7%). Am meisten legten dabei die Logiernächte der asiatischen Gäste zu (+14.0%). Die europäische Nachfrage (ohne Schweiz) stieg um 6.2 Prozent, während die Entwicklung bei amerikanischen Touristen rückläufig war (-3.6%). Am meisten Übernachtungen verbuchten die Regionen Graubünden (757'000 Logiernächte) und Wallis (545'000). Prozentual am meisten zulegen konnten das Tessin (+23.7%) und das Genferseegebiet (+11.9%). BAK Basel Economics erwartet für das Tourismusjahr 2007 eine Zunahme der Logiernächte von deutlich über 2 Prozent.
Konsumentenstimmung steigt weiter Gemäss der durch das seco vierteljährlich durchgeführten Umfrage bei 1’100 Haushalten hat sich die Konsumentenstimmung im April 2007 auf hohem Niveau weiter leicht verbessert. Der Konsumentenstimmungsindex steht mittlerweile bei 20 Punkten (Vorquartal: 17 Pkt.). Dies ist der höchste Stand seit April 2001. Die befragten Haushalte schätzen die künftige Wirtschaftsentwicklung und insbesondere die Arbeitsplatzsicherheit optimistischer als in der Januarumfrage 2007 ein. Die Einschätzung der vergangenen Wirtschaftslage stieg auf 48 Punkte (44 Pkt. im Januar), die finanzielle Lage der Haushalte in den kommenden 12 Monaten entwickelte sich von 8 auf 11 Punkte und die Beurteilung der finanziellen Lage in der vergangenen 12 Monate veränderte sich von 0 auf 1 Punkt. Somit befinden sich diese drei zentralen Subindizes seit gut einem Jahr über ihrem langfristigen Mittelwert. BAK Basel Economics erwartet im laufenden Jahr eine Zunahme bei den Konsumausgaben der Haushalte von 1.9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Unveränderter Leitzins in der Euro-Zone, höhere Zinsen in UK Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) beliess den Leitzins für die Eurozone unverändert bei 3.75 Prozent. Somit wurde die stetige Erhöhung des Zinssatzes seit Ende 2005 vorübergehend gestoppt. Das robuste Wachstum der Eurozone, die hohen Lohnzuwächse und auch der erneute Anstieg der Ölpreise verursachen aber ein gewisses Inflationsrisiko. Somit wird bereits in der Junisitzung 2007 mit einem weiteren Zinsschritt der EZB gerechnet. Demgegenüber hat der geldpolitische Rat der Bank of England den Eckzins bereits von 5.25 auf 5.5 Prozent angehoben. Dies ist der höchste Stand seit sechs Jahren. Der Zinsschritt überraschte aber wenig, nachdem die Inflationsrate im März 2007 auf 3.1 Prozent angestiegen ist. BAK Basel Economics erwartet in 2007 eine durchschnittliche Inflationsrate von 1.8 Prozent für die Euro-Zone und von 2.3 Prozent für das Vereinigte Königreich.
|