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Kommentar zur Woche 17

27.04.2007

Privater Konsum der Schweizer Haushalte in 2007: +1.9%
BAK Basel Economics geht in der aktuellen Ausgabe (April 07) seiner Publikation «CH-Konsum» davon aus, dass die privaten Konsumausgaben der Schweizer Haushalte die positive Entwicklung des Jahres 2006 auch in 2007 fortsetzen und erneut um 1.9 Prozent wachsen. Die höchsten realen Ausgabensteigerungen erwartet BAK Basel Economics im laufenden Jahr in den Segmenten «Kommunikationsdienstleistungen» (+5.0%) und «Gesundheitspflege» (+3.4%). Deutlich schwächer wird die Ausgabenzunahme bei den Waren des täglichen Bedarfs ausfallen. In 2007 steigen die Ausgaben für «Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke» lediglich um 1.3 Prozent und für «Bekleidung und Schuhe» um 0.8 Prozent. Mittelfristig wird der Konsum mit durchschnittlich 1.7 Prozent jährlich bis ins Jahr 2014 weiter kräftig zulegen. Danach bremsen demografische Effekte das Wachstum auf 1.4 Prozent im Jahr 2020. Langfristig werden die stärksten Ausgabenzuwächse ebenfalls in den Bereichen «Kommunikationsdienstleistungen» und «Gesundheitspflege» erwartet. Somit wird sich der Trend zur Verlagerung des privaten Konsums von Waren hin zu Dienstleistungen auch in Zukunft fortsetzen.

Schweizer Exporte auch im 1. Quartal 2007 hoch
Wie die Oberzolldirektion (OZD) mitteilte, stiegen die Exporte im 1. Quartal 2007 nominal um 12.6 Prozent und real um 11.1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal an. Dabei profitierten alle Branchen von der guten Auslandsnachfrage. Die höchsten Zuwachsraten resultierten in den Bereichen «Nahrungs- und Genussmittel» (real: +16.5%), «Chemische Industrie» (+15.6%) und «Uhrenindustrie» (+13.6%). Das volumenmässig gewichtige Segment der «Maschinen- und Elektroindustrie» verzeichnete ebenfalls ein kräftiges Exportwachstum von 10.8 Prozent. In den ersten drei Monaten wurden gesamthaft Waren im Wert von 48.26 Mia. CHF auf den ausländischen Märkten verkauft. Im gleichen Zeitraum stiegen die Importe mit 8.0 Prozent (real) ebenfalls deutlich an. Durch die höhere Zunahme der Importpreise gegenüber den Exportpreisen haben sich die Terms of Trade leicht verschlechtert. Die Handelsbilanz schloss im 1. Quartal 2007 mit einem deutlichen Überschuss von 3.2 Mrd. CHF. BAK Basel Economics rechnet für das Gesamtjahr 2007 mit einer Exportzunahme von 4.8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Gutes Geschäfts- und Konsumklima in Deutschland
Gemäss dem Münchner Ifo-Institut stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex im April überraschend deutlich auf 108.6 Punkte (März 2007: 107.7 Pt.). Die befragten Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe bewerten demnach ihre aktuelle Geschäftslage positiv und auch die Erwartungen der zukünftigen Entwicklung sind gut. Auch der deutsche Gross- und Detailhandel stuft ihre Perspektiven für die nächsten sechs Monate deutlich besser ein. Der leichte Bremseffekt durch die Mehrwertsteuererhöhung verliert somit rasch an Bedeutung. Diese Einschätzung untermauert auch die Konsumklimastudie des Nürnberger GfK Markforschungsinstitut. Der Konsumindikator stieg im Mai auf 5.5 Punkte (April 2007: 4.4 Pt.), wobei auch hier die höhere Mehrwertsteuer den Konsumentscheid kaum mehr beeinflusst. Stimulierend für die privaten Ausgaben wirken die verbesserte Arbeitsmarktsituation sowie die positiven Einkommensaussichten. BAK Basel Economics rechnet im laufenden Jahr mit einem realen BIP-Wachstum von 2.2 Prozent für Deutschland.

Leicht gesunkene Auftragseingänge in der Eurozone
In der Eurozone ist der Index der Auftragseingänge in der Industrie im Februar 2007 gemäss Eurostat gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0.7 Prozent gesunken. Der deutlichste Rückgang resultierte bei «Elektrische und elektronische Erzeugnisse» (-3.6%) und beim «Fahrzeugbau» (-1.4%). Mehr Aufträge als im Vormonat verzeichneten in der Eurozone der «Maschinen- und Anlagebau» (+1.8%) und das «Textil- und Bekleidungsgewerbe» (+0.4%). Unverändert gegenüber dem Vormonat entwickelten sich im Februar 2007 die Auftragseingänge in der EU27. Wie Eurostat weiter meldete, stieg der Auftragseingangsindex im Vergleich zum Februar 2006 in der Eurozone um 4.7 Prozent und in der EU27 um 6.3 Prozent. BAK Basel Economics rechnet im laufenden Jahr mit einem realen BIP-Wachstum von 2.5 Prozent in der Eurozone und von 2.7 Prozent in der EU27.

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