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Preisrückgang in der Schweiz
Der Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Januar 2007 einen Rückgang um 0.7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auf 12 Monate bezogen betrug die Teuerung 0.1 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 0,6 Prozent im Vormonat und 1.3 Prozent im Januar 2006. Damit resultierte im Berichtsmonat die tiefste Jahresteuerung seit März 2004. Der Rückgang ist hauptsächlich durch tiefe Ausverkaufspreise für Winterbekleidung (-17.8%) beeinflusst. Unter dem Stand der Erhebung des Vormonats lagen auch die Indizes für „Wohnen und Energie“ (-0.6%) und für „Sonstige Waren und Dienstleistungen“ (-0.5%). Angestiegen sind hingegen die Indizes für „Restaurants und Hotels“ (+1.9%) sowie „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ (+1.0%). Für das Gesamtjahr 2007 geht BAK von einer Inflationsrate von 0.9 Prozent aus.
Robuster Schweizer Arbeitsmarkt
Gemäss den Erhebungen des seco waren Ende Januar 2007 131'057 Arbeitslose eingeschrieben (+2'477 gegenüber dem Vormonat) und es wurden insgesamt 193'176 Stellensuchende registriert (+1'020). Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 1'990 auf 12'062 Stellen. Im Dezember 2006 waren 262 Personen von Kurzarbeit betroffen (-211 Personen gegenüber November). Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3.3 Prozent. Für 2007 rechnet BAK mit einer Arbeitslosenquote von 3 Prozent.
Leicht verbesserte Schweizer Konsumentenstimmung
Die Konsumentenstimmung hat sich im Januar 2007 leicht verbessert (von +13 auf +17 Punkte). Gemäss der Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) ist dies grösstenteils der günstigeren Beurteilung der finanziellen Lage der Haushalte zu verdanken. Die Einschätzung zur allgemeinen Wirtschaftslage der vergangenen 12 Monate verharrte zudem auf hohem Niveau. Auch die übrigen Indikatoren veränderten sich positiv: Nach Beurteilung der Haushalte sind die Preise in den letzten zwölf Monaten weniger gestiegen. Noch deutlicher abgeschwächt haben sich die Teuerungserwartungen der Haushalte für die bevorstehenden 12 Monate. Die Sicherheit am Arbeitsplatz wurde positiver als noch vor 3 Monaten eingestuft.
Deutsche Exporte auf Rekordniveau
Der Wert der deutschen Exporte stieg 2006 um 13.7 Prozent. Damit wurde das 2005 erreichte Rekordergebnis deutlich übertroffen. Gleichzeitig legten auch die Importe um 16.5 Prozent zu. Die deutsche Handelsbilanz schloss im Dezember mit einem Überschuss von 10.8 Mrd. Euro. In der Leistungsbilanz wurde ein Plus von 9.8 Mrd. Euro verbucht. Für die Bundesrepublik Deutschland geht BAK Basel Economics von einem Wirtschaftswachstum um 2 Prozent im laufenden Jahr aus.
Weniger Aufträge für die deutsche Industrie
Die deutsche Industrie hat zum Jahresende wegen geringer Auslandsnachfrage ein überraschendes Minus in den Auftragsbüchern verzeichnet. Die Unternehmen erhielten im Dezember 2006 0.2 Prozent weniger Bestellungen als im November. Die Auslandsaufträge gingen um 0.4 Prozent zurück, während Inlandsorders um 0.2 Prozent zulegten. Im Schlussquartal 2006 gingen die Aufträge insgesamt um 0.5 Prozent zurück, nachdem sie im Sommer noch um 3.7 Prozent zugelegt hatten. Für Impulse sorgten auch im Dezember Großaufträge. Von Investitionsgütern wurden 0,6 Prozent mehr bestellt, Vorleistungsgüterproduzenten erhielten 0,3 Prozent mehr Aufträge. Das Ordervolumen bei den Konsumgüterherstellern hingegen ging um 4.9 Prozent zurück. Während die Inlandsnachfrage um 2.2 Prozent nachliess, brachen die Auslandsaufträge um 9.4 Prozent ein.
Deutsche Produktion heruntergefahren
Die Unternehmen haben im Dezember 2006 0.7 Prozent weniger hergestellt als im Vormonat. Im November resultierte noch ein kräftiges Plus von 1.8 Prozent. Auf die Bremse traten am Jahresende vor allem die Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeuge (-2.8%). Bei Konsumgütern erhöhte sich der Ausstoss dagegen um 0.7 und bei Vorleistungsgütern um 0.6 Prozent. Das produzierende Gewerbe insgesamt drosselte die Produktion um 0.5 Prozent. Neben der Industrie verringerte auch der Energiesektor seine Erzeugung (-0.2%). Das Baugewerbe (+1%) profitierte vom milden Wetter und Vorzieheffekten wegen der Mehrwertsteuererhöhung.
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