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Schweizer Exporte erreichen neue Rekorde
Der Schweizer Aussenhandel erreichte 2006 neue Rekordhöhen. Die Exporte steigerten sich um 12.9 Prozent (real +9.1%) und wiesen damit den stärksten Zuwachs seit 1977 aus. Die Exportpreise nahmen insgesamt um 3.4 Prozent zu, was der stärksten Erhöhung seit einigen Jahren entspricht. Im Jahresverlauf zeigten die Exporte einen kontinuierlichen Anstieg, der sich vor allem im Schlussquartal noch einmal akzentuierte. Ein Grossteil der Steigerung ist dabei auf die chemischen Industrie (+14.8%) zurückzuführen. Ebenso hervorragend zeigten sich die Verkäufe der Metallindustrie (+15%). Aber auch Präzisionsinstrumente, Kunststoffe, Uhren sowie die Maschinen- und Elektroindustrie katapultierten die Exporte mit Wachstumsraten zwischen 9.8 und 12 Prozent auf das neue Rekordniveau. Die Importe erhöhten sich ebenfalls um kräftige 11 Prozent (real +5.6%). Auch hier trug das Schlussquartal erheblich zur hohen Dynamik bei. Insgesamt schloss die Handelsbilanz mit dem höchsten je in der Schweiz registrierten Überschuss von 11.7 Mrd. SFr ab. Die hervorragende Bilanz des Aussenhandels trieb auch das gesamtschweizerische Wachstum in 2006 auf neue Höhen. BAK Basel Economics prognostiziert in der aktuellen Ausgabe des CH-Plus ein Schweizer BIP-Wachstum von 2.9 Prozent. Für 2007 erwarten die Basler Ökonomen ein schwächeres aber im historischen Rückblick kräftiges Wachstum von 2.1 Prozent.
Einkaufsmanagerindizes uneinheitlich
Die in der vergangenen Woche publizierten Konjunkturindizes der Einkaufmanager zeichnen ein uneinheitliches Bild: Der Schweizer Einkaufsmanagerindex ist Ende Januar um 4 Punkte gefallen. Das Niveau des Index normalisiert sich damit nach dem bisher sehr kräftig verlaufenden Wachstums der Industrie. Die Auftragsbücher sind zwar weiterhin gut gefüllt, das Produktionstempo hat sich aber etwas beruhigt. Deutlich schwächer fällt der Index aus, der in den USA erhoben wird. Statt eines erwarteten leichten Anstiegs fiel er unter die bedeutende Marke von 50 Prozent. Er deutet damit auf eine schrumpfende Industrie hin. Vor allem die Subindizes für Lageraufbau und Produktion fielen erheblich schlechter aus. Überraschend gut zeigte sich der deutsche Index: Zwar sank der deutsche Index im Januar leicht nachdem er im Dezember einen neuen Höchstwert erreicht hatte, er blieb jedoch deutlich über den Erwartungen. Die deutsche Industrie behält damit ihr aktuelles Tempo bei und scheint durch die Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn nur schwach gebremst worden zu sein.
Leicht beschleunigtes US-Wachstum
Die US-Wirtschaft hat gegen Ende 2006 wieder kräftig Fahrt aufgenommen. Im Gesamtjahr beschleunigte sich das Wachstum der weltgrössten Volkswirtschaft auf 3.4 Prozent (2005: 3.2%). Dabei machte die Ausgabenfreude der Verbraucher den stärksten Rückgang der Immobilien-Investitionen seit 15 Jahren und die Krise der US-Automobilbranche wett. Die Krise der großen US-Autohersteller hinterließ deutliche Spuren in der Konjunkturentwicklung: Von dieser angeschlagenen Branche abgesehen wuchs das BIP sogar um 4,8 Prozent. BAK Basel Economics geht davon aus, dass sich das Wachstum in 2007 dennoch unterhalb des Potenzialwachstum bewegt und erwartet für das laufende Jahr eine Abschwächung auf 2.6 Prozent.
Unveränderte US-Leitzinsen
Das hohe Wirtschaftswachstum lässt jedoch gleichzeitig die Chancen auf eine baldige Zinssenkung in den USA weiter schwinden. Die US- Notenbanker entschieden, den Leitzins zunächst bei 5.25 Prozent belassen. Die Notenbank warnte aber vor einigen Inflationsrisiken. Der Inflationsdruck werde sich aber wohl im Laufe der Zeit abschwächen. Für 2007 geht BAK Basel Economics von einer Inflationsrate von 1.3 Prozent aus.
Deutscher Arbeitsmarkt mit Schwung
Im Jahr 2006 betrug die Arbeitslosenquote 10.2 Prozent. Das sind rund 764.000 weniger gemeldete Arbeitslose als im Vorjahr. Die gute Konjunktur und das milde Wetter haben dem deutschen Arbeitsmarkt zum Jahresanfang zusätzlich Schwung verliehen: im Januar sank die Quote erneut auf saisonbereinigte 9.5 Prozent.
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