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Kommentar zur Woche 47 |
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21.11.2008 |
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Schweizer Detailhandelsumsätze steigen weiter Gemäss den Berechnungen des Bundesamts für Statistik (BFS) verzeichneten die nominalen Detailhandelsumsätze im September 2008 eine Steigerung um 8.2 Prozent. Real betrug die Zunahme der Umsätze 6.4 Prozent. Die grössten realen Umsatzanstiege registrierten im September die Warengruppen «Unterhaltungs- und Büroelektronik» (+24.4%), «Gesundheit, Körperpflege, Schönheit» (+12.2%) und «Küche, Haushalt» (+11.8%). Von den Hauptgruppen verzeichnete «Bekleidung und Schuhe» (+0.7%) den kleinsten Anstieg der realen Umsätze. «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren» expandierten bei einem realen Umsatzwachstum von 5.3 Prozent weiterhin kräftig. Wie das BFS weiter meldete erhöhten sich die kumulierten Umsätze der ersten neun Monate 2008 nominal um 4.9 Prozent und real um 3.3 Prozent. BAK Basel erwartet in den verbleibenden Monaten des Jahres 2008 eine flachere Entwicklung bei den Detailhandelsumsätzen. Gesamthaft dürfte die reale Umsatzzunahme in 2008 knapp unter 2 Prozent liegen.
Einbruch beim Schweizer Aussenhandel Der Schweizer Aussenhandel rutschte im Oktober 2008 ins Minus. Wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte, sanken sowohl die nominalen Ausfuhren (-2.8%) wie auch die Einfuhren (-5.5%) gegenüber dem Vorjahr. Von den zehn ausgewiesenen Brachen verzeichneten sechs eine rückläufige Exportentwicklung. Dabei ging die ausländische Nachfrage am stärksten bei der «Textilindustrie» (-14.7%), der «Metallindustrie» (-8.9%) und der Kunststoffindustrie» (-4.9%) zurück. Deutlich höhere Ausfuhren verzeichneten nur noch «Nahrungs- und Genussmittel« (+5.7%) und «Präzisionsinstrumente» (+5.5%). Insbesondere auf dem EU-Absatzmarkt gingen die Ausfuhren im Oktober markant zurück (-6.4%). Positiver fiel die Entwicklung in die Schwellenländer (+3.0%) und in die USA (+8.6%) aus. BAK Basel erwartet für das laufende Jahr eine schwächere Zunahme der nominalen Exporte von 3.6 Prozent gegenüber 2007.
SNB senkt Leitzzins deutlich Die Schweizerische Nationalbank (SNB) senkte das Zielband für den Dreimonatslibor überraschend stark auf den neuen mittleren Satz von 1.0 Prozent. Somit erreicht der Leitzins das tiefste Niveau seit Dezember 2005. Die SNB begründet den unerwarteten Zinsschritt mit der steigenden Rezessionsgefahr und der Entspannung an der Preisfront. Der Rückgang der Energie- und Rohwarenpreise dämpft die Inflation zum Jahresende und erhöht somit den Spielraum der Zinspolitik. BAK Basel rechnete damit, dass die Inflationsrate im Jahresmittel 2009 rund 1.3 Prozent beträgt.
Starker Rückgang der Konsumentenpreise in den USA Die US-Konsumentenpreise verzeichneten aufgrund der Rezessionstendenzen im Oktober einen historischen Rückgang von 1.0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Gleichzeitig sank zum ersten Mal seit 1982 auch die Kernteuerung (Preise ohne Energie und Lebensmittel) wie das US-Arbeitsministerium meldete. Hauptverantwortlich für den Preisrückgang sind aggressive Discount-Angebote für Autos und Kleider. Somit ist die Gefahr einer hohen Inflationsrate in den USA gebannt. Im Augenblick zeichnet sich vielmehr eine deflationäre Entwicklung ab. BAK Basel rechnet im laufenden Jahr mit einer US-Inflationsrate von 4.6 Prozent und in 2009 mit einer deutlich tieferen Preisentwicklung von 2.6 Prozent.
Ölpreis sinkt unter 50 US$ per Barrel Am 20. November sank der Barrelpreis für Rohöl der Sorte WTI am Londoner Handel erstmals seit dreieinhalb Jahren unter die bedeutende Marke von 50 US$. Am New Yorker Handel war der Preis schon seit einigen Tagen auf diese Marke zugestrebt. Viele Marktbeobachter rechnen im weiteren Jahresverlauf aufgrund der sich verschlechternden Bedingungen der Weltwirtschaft noch mit tieferen Notierungen.
Ifo Weltwirtschaftsindex auf Tiefststand Gemäss dem Münchner Ifo-Institut sank der Indikator für das Weltwirtschaftsklima im vierten Quartal 2008 auf 60.0 Punkte (3. Quartal 2008: 73.4 Pkt.). Dies ist gleichzeitig der tiefste Stand seit mehr als 20 Jahren. Gemäss den Münchner Aussagen sank das Wirtschaftsklima in allen Weltregionen.
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