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Services > News & Media > News > Archive 2008  
   

Kommentar zur Woche 32

08.08.2008


Schweizer Arbeitslosenquote verbleibt im Juli 2008 bei 2.3%
Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende Juli 2008 92'163 Arbeitslose bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 686 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verminderte sich die Arbeitslosigkeit um 7'617 Personen (-7.6%). Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote verblieb damit im Berichtsmonat unverändert bei 2.3 Prozent. Die höchste Arbeitslosenquote ist im Kanton Genf (5.5%) zu finden, während die Arbeitslosenquoten in den Kantonen Uri (0.6%) und Appenzell Innerrhoden (0.6%) am tiefsten sind. Insgesamt wurden 143'798 Stellensuchende registriert, 748 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 13'270 Personen (-8.4%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 632 auf 14'549 Stellen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 1'046 Stellen mehr gemeldet. Wie das SECO weiter mitteilt, waren im Mai 2008 742 Personen von Kurzarbeit betroffen, 65 Personen mehr (+6.9%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 15 Einheiten (-16.1%) auf 78. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 3'742 (-6.6%) auf 53'131 Stunden ab. In der entsprechenden Vorjahresperiode (Mai 2007) wurden 15'733 Ausfallstunden registriert, welche sich auf 245 Personen in 65 Betrieben verteilt hatten. Nach Einschätzung von BAK dürfte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote bis zum Jahresende 2008 auf 2.5 Prozent sinken (2007: 2.8%).

Rückgang der Schweizer Logiernächte im Juni 2008
Gemäss den Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die schweizerische Hotellerie im Juni 2008 insgesamt 3.2 Millionen Logiernächte, was gegenüber derselben Vorjahresperiode einem Rückgang von 2.6 Prozent (-86'000 Logiernächte) entspricht. Die von der Schweiz und Österreich organisierte Europäische Fussballmeisterschaft Euro 2008 hat die Nachfrage an Logiernächten der in der Schweiz spielenden Länder beeinflusst. Die inländische Nachfrage verbuchte einen Rückgang von 65'000 Übernachtungen (-5%) und die Nachfrage aus dem Ausland ging um 21'000 Übernachtungen zurück (-1.1%). Auch Österreich verzeichnete eine Abnahme der Logiernächte
(-4.1%). Die Zahlen für das erste Halbjahr 2008 mit insgesamt 18 Mio. Übernachtungen weisen trotz des Rückgangs im Juni ein positives Resultat auf (+3.6%). Dieser Anstieg geht sowohl auf das Konto der inländischen Gäste mit einem Plus von 221'000 Logiernächten (+3%) als auch auf jenes der Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland mit 582'000 zusätzlichen Logiernächten (+5.7%). BAK Basel Economics rechnet mit einer Zunahme der Logiernächte in der Sommersaison 2008 von 3.5 Prozent.

USA: Leitzins unverändert
Die US-Notenbank (FED) hält den Leitzins für die Vereinigten Staaten das zweite Mal in Folge unverändert bei zwei Prozent. Zur Begründung dieses an den Finanzmärkten weithin erwarteten Schritts hiess es, die Inflation sei hoch und einige Indikatoren zu den Erwartungen zeigten nach oben. Die FED hat im Juni ihre im vergangenen Jahr wegen der Finanzkrise und einer drohenden Rezession begonnene Serie von Zinssenkungen beendet. Sie hatte den Leitzins seit September in grossen Schritten von 5.25 auf zwei Prozent gekappt.

USA: Dienstleistungen im Juli leicht angestiegen
Der Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) in den USA zeigt für Juli einen Anstieg von 48.2 auf 49.5 Punkte an. Der Beschäftigungs-Index für den Service-Sektor kletterte auf 47.1 Zähler nach dem Rekordtief von 43.8 Punkten im Juni. Beim Auftragseingang ergab sich ein Rückgang auf 47.9 von 48.6 Zählern im Vormonat. BAK prognostiziert für 2008 ein Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts um 1.6 Prozent.

Eurozone: Schwache Dienstleistungen im Juli
Die Geschäfte der Dienstleister in der Euro-Zone sind im Juli so schlecht gelaufen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Der RBS/Markit-Service-Index sank auf 48.3 nach 49.1 Punkten im Juni, wie das britische Forschungsinstitut Markit mitteilte. Einzig die Dienstleister in Deutschland konnten gegen den Trend zulegen. In Spanien brach die Branche dagegen erneut am stärksten von den grossen Euro-Staaten ein. In Frankreich und Italien fiel der Rückgang so stark aus wie nie zuvor. BAK rechnet für das laufenden Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der Eurozone um 1.7 Prozent.

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