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Services > News & Media > News > Archive 2008  
   

Kommentar zur Woche 27

04.07.2008


Schweiz: Leichter Teuerungsanstieg im Juni
Die Teuerung ist in der Schweiz auch im Juni erneut leicht angestiegen. Wie das Bundesamt für Statistik (BfS) mitteilte, erreichte der Landesindex der Konsumentenpreise neu den Stand von 104.6 Punkten (Dezember 2005 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung somit 2.9 Prozent. Damit wurde die von der Schweizerischen Nationalbank definierte Grenze für die Preisstabilität von 2.0 Prozent zum sechsten Mal in Folge überschritten. Hauptpreistreiber waren erneut die Bereiche Verkehr sowie Wohnen und Energie. Hauptgrund für den Preisanstieg im Bereich Verkehr waren die höheren Treibstoffpreise. Benzin verteuerte sich innert Jahresfrist um 10.1 Prozent, Diesel gar um 29.4 Prozent. Der Indexanstieg für den Bereich Wohnen und Energie lässt sich fast ausschliesslich mit gestiegenen Heizölpreisen begründen. Diese stiegen im Vergleich zum Juni 2007 um 68.9 Prozent. Für die kommenden Monate rechnet BAK aufgrund der hohen Rohstoffpreise weiterhin mit hohen Inflationsraten. Für den Jahresdurchschnitt 2008 wird eine gegenüber 2007 markant beschleunigte Inflationsrate von 2.4 Prozent (2007: +0.7%) erwartet.

Schweiz: Weitere Abschwächung im Industriesektor
Der von der Credit Suisse (CS) und dem Schweizerischen Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) erhobene Schweizer Einkaufsmanagerindex (PMI) hat sich im Juni erneut zurückgebildet. Er sank um 0.8 Punkte auf 54.9 Zähler. Damit liegt er zwar weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt (54.5 Zähler) sowie der kritischen Wachstumsschwelle von 50 Zählern (eine Überschreitung dieser Schwelle signalisiert eine Ausweitung der industriellen Wirtschaftsaktivität), fällt aber zugleich auf das tiefste Niveau seit August 2005. Dieser fünfte Rückgang in den vergangenen sieben Monaten signalisiert einen langsameren Expansionsrhythmus der Industriekonjunktur. Den Ausschlag für den jüngsten Indexrückgang gaben laut CS die beiden Subkomponenten Beschäftigung und Auftragsbestand. Diese Entwicklung deckt sich mit den Prognosen der BAK. Für das Jahr 2008 wird eine gegenüber 2007 deutlich abgeschwächte Wertschöpfungsentwicklung des Schweizer Industriesektors erwartet.

Schweiz: Fremdenverkehr sehr dynamisch
Erste Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BfS) zeigen eine hohe Dynamik im schweizerischen Fremdenverkehr. So wuchsen die Ausgaben im Ausland wohnhafter Gäste (inklusive Kurzaufenthalter) im letzten Jahr um knapp 1.1 Milliarden Franken (+8%) auf 14.6 Milliarden Franken. Etwas über zwei Drittel davon wurden im Reiseverkehr mit Übernachtungen generiert. Als Gründe für diese Entwicklung sind die weltweit gute Konjunkturentwicklung sowie die Stärke des Euros gegenüber dem Schweizer Franken zu nennen. Die Ausgaben inländischer Touristen im Ausland beliefen sich 2007 auf 12.3 Milliarden Franken (+742 Millionen Franken bzw. +6.4%). Somit resultiert ein Aktivsaldo der Fremdenverkehrsbilanz von 2.3 Milliarden Franken (+337 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr).

Eurozone: EZB erhöht Leitzins auf 4.25 Prozent
Erwartungsgemäss hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins für die Eurozone von 4.0 auf 4.25 Prozent angehoben. Dies nachdem die jährliche Teuerung im Euro-Raum im Juni mit 4.0 Prozent den höchsten Stand seit der Einführung des Euro am 1. Januar 1999 erreicht hat. Nach Einschützungen von BAK steht aber eine neue Serie von Zinserhöhungen nicht bevor.

Deutschland: Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit
Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilt, hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Juni erneut reduziert. Neu sind 3.16 Millionen Menschen ohne Job. Das sind 123'000 Personen weniger als noch vor einem Monat und 528'000 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen erreicht damit den tiefsten Stand seit Dezember 1992. Die Arbeitslosenquote beträgt neu 7.5 Prozent (-0.3% im Vergleich zum Vormonat, 1.3% im Vergleich zum Vorjahr). Als Gründe für die gute Entwicklung werden saisonale Faktoren sowie die weiterhin gute Konjunktur genannt.

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