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Schweiz: Baupreise erneut angestiegen Die Preissteigerung im Baugewerbe setzte sich auch im Halbjahr zwischen Oktober 2007 und April 2008 fort (+1.9%). Dies besagt der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Baupreisindex. Die Teuerung fiel gleich hoch aus wie vor sechs Monaten, wobei die Steigerung im Hochbau (+2.1%) diesmal deutlicher war als im Tiefbau (+1.2%). Trotz weniger angespannter Konjunkturlage führten die Kostenerhöhungen im Baugewerbe (Material, Transport wegen der Erdölprodukte sowie der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe LSVA, Löhne) zu dieser Entwicklung. Zwischen April 2007 und April 2008 ist das Preisniveau im gesamten Baugewerbe um 3.8 Prozent gestiegen (Hochbau: +4%; Tiefbau: +3%). Der Aufwärtstrend dürfte sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen.
Bürgenstock: Ressort mit weitreichenden Folgen Das Tourismus-Ressort auf dem Bürgenstock soll erneuert werden. Gemäss einer BAK-Studie hat das Ressort dadurch das Potenzial, ein bedeutender Impulsgeber für die regionale Tourismuswirtschaft zu werden. Alleine in die Sanierung und den Neubau der Hotelanlagen auf dem Bürgenstock sollen rund 300 Millionen Schweizer Franken investiert werden. Die Realisierung eines Ressorts in dieser Grössenordnung hat weitreichende Folgen für die Zentralschweizer Tourismuswirtschaft. Die nach Erreichung des Vollbetriebes im Jahr 2015 auf dem Bürgenstock erwarteten Nächtigungen entsprechen rund 60 Prozent der 2007 im gesamten Kanton Nidwalden registrierten Hotelübernachtungen. Dabei bringen die Übernachtungsgäste ohne Berücksichtigung der An- und Abreise knapp 85.5 Millionen Schweizer Franken in die Zentralschweiz. Neben den unmittelbaren Auswirkungen auf die Tourismuslandschaft sind mit dem Projekt auch positive volkswirtschaftliche Effekte verbunden. Diese kommen zum einen durch die mit den Sanierungs- und Neubauinvestitionen verbundenen Aufträge für die regionale Wirtschaft zustande, zum anderen durch die erhöhte Tourismusnachfrage im laufenden Betrieb der Anlagen. Mit dem Bürgenstock-Projekt ist in der Zentralschweiz bis zum Jahr 2015 insgesamt ein Wertschöpfungseffekt von rund 500 Millionen Schweizer Franken verbunden (nominal, zu laufenden Preisen).
Eingetrübte Stimmung in der deutschen Wirtschaft Der Ölpreis beeindruckt auch die Wirtschaft: Der vielbeachtete Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai überraschend deutlich gesunken. Er fiel von 103.5 auf 101.3 Punkte, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mitteilte. Den hohen Ölpreis bekommt aber nicht nur die deutsche Wirtschaft zu spüren: Auch in der Eurozone hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Juni laut den befragten Ökonomen stärker als erwartet eingetrübt und liegt nun unter der Expansionsschwelle. Der Gesamtwirtschaftsindex sank von 51.1 Punkten im Vormonat auf 49.5 Punkte. Diese Entwicklung korrespondiert auch mit der Einschätzung von BAK Basel Economics, die in 2008 ein deutlich abgeschwächtes reales BIP-Wachstum der Eurozone von 1.7 und in 2009 von 1.4 Prozent erwartet.
Weiterer Preisverfall am amerikanischen Häusermarkt Die amerikanische Häuserkrise hat sich im April verschärft. Im Durchschnitt der 20 Grossstadtregionen lagen die Hauspreise 15.3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dies ergibt sich aus dem Case-Shiller-Hauspreisindex, der von der Ratingagentur Standard & Poor’s veröffentlicht wird. Es ist der deutlichste Preisrückgang seit Beginn der Berechnungen im Jahr 2001. Am schlimmsten betroffen sind Las Vegas und Miami. Dort sind die Hauspreise in den vergangenen zwölf Monaten um 27 Prozent eingebrochen.
USA: gesunkenes Vertrauen der Konsumenten Das Vertrauen der US-Konsumenten in die wirtschaftliche Entwicklung ist auf dem niedrigsten Niveau seit 16 Jahren. Der entsprechende Index brach im Juni auf 50.4 von revidiert 58.1 Zählern im Mai ein. Dies teilte das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mit. Analytiker hatten im Schnitt mit einem geringeren Rückgang auf 56.4 Punkte gerechnet. Insgesamt dürften die Konsumentenstimmung und die anhaltende Immobilienkrise einer raschen Erholung der US-Wirtschaft entgegen stehen. Für das laufende Jahr rechnet BAK in den USA lediglich mit einem realen BIP-Wachstum von 1.6 Prozent.
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