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Services > News & Media > News > Archive 2008  
   

Kommentar zur Woche 22

30.05.2008


Beschäftigungsbarometer im 1. Quartal 2008: Ungebrochen kräftiges Wachstum
Am Ende des 1. Quartals 2008 zählte die Schweiz gemäss Erwerbstätigenstatistik 2.6 Prozent mehr Erwerbstätige als ein Jahr zuvor. Gemäss der Beschäftigungsstatistik (BESTA) erfuhr die Beschäftigtenzahl innert Jahresfrist eine Zunahme um 2.8 Prozent. Dieses Wachstum verteilte sich gleichermassen auf den sekundären (+2.7%) und den tertiären Sektor (+2.8%). Die in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren der BESTA deuten auf eine Fortsetzung des Wachstums im nächsten Quartal hin. Der Index der offenen Stellen weist eine Zunahme um 14 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2007 aus und der Indikator der Beschäftigungsaussichten legte um 0.3 Prozent auf den Stand von 1.08 Punkten zu. Im sekundären Sektor zeigten sich die grössten Beschäftigungszuwächse (in absoluten Zahlen) einmal mehr bei den Branchen «Herstellung von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten und Uhren» (+6900; +7.8%) sowie «Baugewerbe» (+5700; +1.9%). Im tertiären Sektor trugen die Branchen «Gesundheits- und Sozialwesen» (+12'800; +2.8%) sowie «Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen» (+11’600; +3.3%) am meisten zum Wachstum bei. Von allen Grossregionen der Schweiz verzeichnete die Zentralschweiz (+4%) den stärksten Anstieg innert Jahresfrist. Aber auch die übrigen Grossregionen konnten ihre Beschäftigtenzahl markant erhöhen: Tessin (+3.7%), Genferseeregion (+3.4%), Nordwestschweiz (+3%), Zürich (+2.8%), Espace Mittelland (+1.9%) und Ostschweiz (+1.8%). BAK Basel Economics rechnet zum Jahresende mit einer leicht abgeschwächten Dynamik am Arbeitsmarkt.

Reale Bruttowertschöpfung grafische Industrie Schweiz: Schwungvoller Start in das Jahr 2008
Die grafische Industrie der Schweiz ist schwungvoll in das Jahr 2008 gestartet. Für das erste Quartal wird durch den BAK viscom – Index ein reales Wertschöpfungsplus von 3.6 Prozent gegenüber Vorjahr angezeigt. Ein ausgesprochen kräftiger Impuls ging hierbei von den realen Exporten grafischer Erzeugnisse aus, welche gegenüber dem ersten Quartal 2007 um rund 20 Prozent gestiegen sind. Auch die Binnennachfrage trug im ersten Quartal weiterhin klar positiv zur Wertschöpfungsentwicklung bei. Allerdings wurde nicht mehr ganz die Dynamik wie im Jahresdurchschnitt 2007 verzeichnet. So hat das Nachfragewachstum bei den beiden grössten Nachfragerbranchen nach grafischen Erzeugnissen, Werbung und Handel, etwas nachgelassen. Eine verlangsamte inländische Produktion grafischer Erzeugnisse wird für das erste Quartal 2008 auch durch die leicht rückläufige Entwicklung der realen Papierimporte angezeigt. Gemäss dem auf Importen grafischer Erzeugnisse beruhenden Teileindex «Substitution durch das Ausland» hat die die grafische Industrie im Berichtszeitraum verglichen mit dem ersten Quartal 2007 weder signifikant inländische Marktanteile an ausländische Wettbewerber verloren noch gewonnen. Damit ergibt sich aus dieser Teilkomponente für das erste Quartal 2008 auch kein zusätzlicher Impuls für die Entwicklung der realen Bruttowertschöpfung.

Aussenhandel im April 2008: Exporte dynamischer als Importe
Der schweizerische Aussenhandel legte im April 2008 dank drei zusätzlichen Arbeitstagen gegenüber dem Vorjahresmonat (Ostern 2007 im April) massiv zu. Arbeitstagbereinigt vermochten die Exporte das Wachstum der Vormonate zu halten, derweil sich jenes der Importe verflachte. Die Schweiz setzte in allen Wirtschaftsräumen erheblich mehr Güter ab. Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 1.6 Mrd. Fr. aus. Für das Gesamtjahr 2008 rechnet BAK jedoch mit einer im Vergleich zum Jahr 2007 deutlich abgeschwächten Exportdynamik.

US-Verbraucher pessimistisch wie zuletzt 1992
Das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher ist im Mai auf den niedrigsten Stand seit Oktober 1992 gestürzt. Vor allem ein schlechteres wirtschaftliches Umfeld und ein schwächerer Arbeitsmarkt drückten auf die Zuversicht der Konsumenten, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mit. Der Index sank von revidierten 62.8 Punkten (zunächst 62.3) im Vormonat auf 57.2 Punkte im Mai.


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