|
Schweiz: Inflationsrate steigt im März auf 2.6 Prozent Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im März 2008 einen Anstieg um 0.3 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 102.8 Punkten (Dezember 2005 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 2.6 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 2.4 Prozent im Februar 2008 und von 0.2 Prozent im März 2007. Die Zunahme des Landesindexes ist dabei hauptsächlich auf gestiegene Preise für Treibstoffe und Heizöl zurückzuführen. Für den gesamten Jahresdurchschnitt 2008 erwartet BAK Basel Economics eine Inflationsrate von 1.7 Prozent.
Schweiz: Abklingende Hausse im Industriesektor Der vom Schweizerischen Verband für Materialwirtschaft und Einkauf sowie von der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanager-Index (PMI) ist im März deutlich um 5.2 Punkte zurückgegangen und weist nun 55.3 Zähler auf. Ein tieferer Wert war zuletzt im August 2005 gemessen worden. Dennoch übertrifft der Indexwert vom März weiterhin den langfristigen Durchschnitt von 54.5 Zählern und er liegt oberhalb der kritischen Wachstumsgrenze von 50 Punkten. Die Schweizer Industrie legt also weiterhin zu, allerdings hat sich das Expansionstempo im März merklich verringert. Der Indexrückgang zeigt sich in sämtlichen Teilkomponenten, von der Produktion über den Auftragsbestand, die Lieferfristen und das Lager bis hin zur Beschäftigung.
Inflation in der Eurozone klettert im März auf Rekordniveau Laut einer Vorausschätzung des europäischen Statistikamtes Eurostat ist die Inflationsrate in der Eurozone im März auf einen neuen Rekordwert von 3.5 Prozent gestiegen. Schon in den ersten beiden Monaten des Jahres betrug der Inflationsanstieg im Vergleich zur Vorjahresperiode 3.2 bzw. 3.3 Prozent. Bereits diese beiden Werte hatten dem höchsten Stand entsprochen, welcher seit Einführung der Datenreihe von Eurostat im Jahr 1997 registriert wurden. Details zur Preisentwicklung nennt Eurostat erst bei Vorlage der endgültigen Zahlen Mitte April. Die Teuerung dürfte aber in erster Linie durch Preissteigerungen im Energie- und Nahrungsmittelbereich zurückzuführen sein.
Arbeitslosenzahl in Deutschland sinkt auf 3.5 Millionen Gemäss Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland im März deutlich gesunken. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Vergleich zum Vormonat um 110'000 auf rund 3.5 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote betrug neu 8.4 Prozent. Die aktuelle Abnahme ist etwas schwächer als im vergangenen Jahr, bei vergleichbaren Rahmenbedingungen. Somit errechnet sich saisonbereinigt ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 55.000. Gegenüber dem Vorjahresmonat gab es im März 2008 617.000 Arbeitslose weniger.
Konjunkturdaten aus den USA bleiben von Minuszeichen geprägt Bei den Konjunkturdaten aus den USA dominieren derzeit die negativen Vorzeichen, auch wenn die veröffentlichten Daten jeweils leicht über den Erwartungen lagen. Wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte erholte sich der US-Einkaufsmanagerindex im März leicht von 48.3 auf 48.6 Punkte, liegt damit aber immer noch unter der Grenze von 50 Zählern, welche Wachstum und Schrumpfung trennt. Auch die vom US-Handelsministerium veröffentlichten Zahlen zur Auftragslage der Industrie deuten auf ein negatives Wachstum hin. Die Zahl der eingegangenen Bestellungen sank im Vergleich zum Vormonat um 1.3 Prozent nach einem Minus von 2.3 Prozent im Januar. Die ebenfalls vom US-Handelsministerium erfassten Bauausgaben zeigten für den Februar einen Rückgang um 0.3 Prozent zum Vormonat. Die privaten Hausbauer investierten dabei mit 456.9 Milliarden Dollar in dem Bereich so wenig Geld wie seit Mai 2003 nicht mehr. BAK Basel Economics geht trotz der negativen Entwicklungen im ersten Quartal davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2008 noch ein für US-Verhältnisse schwaches Wachstum von 1.7 Prozent erreichen wird. Dies hauptsächlich aufgrund von eingeleiten geld- und fiskalpolitischen Massnahmen, welche im Verlauf des zweiten Halbjahres ihre stimulierenden Wirkungen entfalten dürften.
|