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Kommentar zur Woche 50 |
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11.12.2009 |
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Dezemberprognose BAKBASEL … Die konjunkturelle Erholung der Schweiz hat wie erwartet im zweiten Halbjahr 2009 eingesetzt. Hierbei zeigten sich die Auftriebskräfte sogar etwas stärker, als noch im September von BAKBASEL prognostiziert. So profitierte die Schweizer Wirtschaft im dritten Quartal 2009 nicht nur vom verbesserten weltwirtschaftlichen Umfeld, sondern auch von einer beschleunigten Binnennachfrage.
BIP Rückgang von 1.7 Prozent im Jahr Trotz der Erholungstendenzen reichen die Auftriebskräfte aber bei weitem noch nicht aus, um den konjunkturellen Einbruch vom Winterhalbjahr 2008/2009 auszugleichen. Für das Gesamtjahr 2009 rechnet BAKBASEL für das reale Bruttoinlandsprodukt der Schweiz deswegen nach wie vor mit einem deutlichen Rückgang von 1.7 Prozent (bisherige Prognose vom September: -1.9%).
2010 bescheidenes Wachstum von 0.7 Prozent Auch für die Jahre 2010 und 2011 gibt sich der konjunkturelle Ausblick in Relation zum verzeichneten Einbruch verhalten. So werden die mit der Finanz- und Wirtschaftskrise verbundenen Friktionen der konjunkturellen Erholung noch bis ins Jahr 2011 hinein deutliche Grenzen setzen. Für das Jahr 2010 erwartet BAKBASEL in der Schweiz nur ein bescheidenes gesamtwirtschaftliches Wachstum von 0.7 Prozent (Prognose vom September: 0.5%). Hierbei dürfte sich die Aufwärtsdynamik im ersten Halbjahr 2010 vorübergehend wieder abschwächen.
Verhaltener Ausblick für Unternehmensinvestitionen und Konsum Insbesondere die Unternehmensinvestitionen und die privaten Konsumausgaben werden in den kommenden Quartalen bei weitem nicht die Dynamik entfalten können, wie es in «normalen» Aufschwungphasen üblich ist. Die Investitionen leiden unter den in vielen Bereichen stark unterausgelasteten Kapazitäten. Hinzu kommt, dass der bis anhin sehr robuste Bau an Dynamik verliert. Die Rückkehr zur «wirtschaftlichen Normalität», im Sinne eines breit und nachhaltig abgestützten Wachstums, ist erst im Verlauf des Jahres 2011 zu erwarten.
Der Schweizer Arbeitsmarkt erholt sich im Jahr 2010 noch nicht Bisher zeigte sich der Schweizer Arbeitsmarkt angesichts der Tiefe des wirtschaftlichen Einbruchs erstaunlich robust. Diese Entwicklung lässt sich nicht nur mit dem deutlich erhöhten Einsatz von «Notinstrumentarien» wie Kurzarbeit erklären. Vielmehr scheinen die Schweizer Unternehmen nach den Erfahrungen der letzten Aufschwungphase wesentlich stärker als in früheren Rezessionen bereit, qualifiziertes Personal zu halten. Dies wird den Schweizer Arbeitsmarkt auch zukünftig stützen, ohne jedoch einen anhaltenden Beschäftigungsabbau verhindern zu können. Denn angesichts der stark unterausgelasteten Kapazitäten und einer vorerst nur langsam voranschreitenden konjunkturellen Erholung wird der Kostendruck weiter zunehmen und die Unternehmen zu weiteren Entlassungen zwingen.
Arbeitslosigkeit steigt bis Ende 2010 auf 5 Prozent Für den Jahresdurchschnitt 2010 erwartet BAKBASEL einen Rückgang der Schweizer Erwerbstätigkeit um 1 Prozent. Damit dürfte die um saisonale Effekte bereinigte Schweizer Arbeitslosenquote bis zum ersten Quartal 2011 auf 5 Prozent steigen (Stand November: 4.1%).
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