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Kommentar zur Woche 48
27.11.2009
Schweizer Immobilienmärkte: Mieten und Preise geraten ins Rutschen
Wie aus der Medienmitteilung «IMMOPROG 2009» von Fahrländer Partner und BAKBASEL hervorgeht, geraten die Schweizer Immobilienmärkte ins Rutschen. Während die Preise für Wohneigentum an den gefragten Standorten und im gehobenen Segment bereits seit einigen Quartalen sinken, waren die Mietwohnungs- und Dienstleistungsflächenmärkte sowie die Preise von Mehrfamilienhäusern und Dienstleistungsliegenschaften bisher robust. Ab Frühling 2010 wird sich die Rezession aber auch auf diesen Märkten bemerkbar machen und insbesondere bei den Dienstleistungsflächen sind stark sinkende Erträge und Immobilienpreise zu erwarten. Eine Erholung ist nicht vor 2012 in Sicht.

Stabile Beschäftigung trotz Verschlechterung im sekundären Sektor
Die Indikatoren des vom Bundesamt für Statistik (BFS) vierteljährlich veröffentlichten Beschäftigungsbarometers weisen auf eine Stabilisierung hin. Die Arbeitsmarktlage im tertiären Sektor ist für die Stabilität und die positiven Aussichten verantwortlich. Gemäss dem Indikator der Beschäftigungsaussichten sowie dem Index der offenen Stellen darf im Dienstleistungssektor für das vierte Quartal 2009 eine ähnliche Entwicklung erwartet werden. Im sekundären Sektor ist die Beschäftigung weiterhin rückläufig. BAKBASEL erwartet 2010 eine Arbeitslosigkeit von 5.1 Prozent für die Schweiz.

Gute Stimmung in der Deutschen Wirtschaft
Im November stieg der Ifo Geschäftsklimaindex überraschend kräftig um 1.9 auf 93.9 Punkte. Dies ging aus der vom Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) unter 7000 Unternehmen durchgeführten Umfrage hervor. Der achte Anstieg in Folge führte dazu, dass der Index wieder den Wert von August 2008 erreichte, vor der Lehman-Pleite.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits in seiner Schnellmeldung vom 13. November 2009 mitgeteilt hatte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – im dritten Quartal 2009 um 0.7 Prozent höher als im Vorquartal. Der leichte Aufwärtstrend aus dem zweiten Quartal (+ 0.4%) scheint sich fortzusetzen.
Ausserdem füllten sich im November die Auftragsbücher der Industrie so kräftig wie zuletzt im August 2007. Dies teilte das Londoner Institut Markit am Montag zu seiner Umfrage unter rund 1000 Unternehmen mit. Für ein mit einem Wachstumsschub im letzten Quartal zu Ende gehendes Krisenjahr 2009 stehen die Chancen gut. Die Erholung soll nachhaltig sein. Jedes dritte Unternehmen will 2010 die Produktion hochfahren. BAKBASEL erwartet 2010 für Deutschland ein reales BIP-Wachstum von 1.2 Prozent.

Euro Zone: Wirtschafts- und Konsumüberblick.
In der Eurozone steigt das Vertrauen der Konsumenten auf den höchsten Stand seit 14 Monaten. Der ökonomische Stimmungsbarometer der Euro Zone wuchs von 86.1 im Vormonat auf einen Stand von 88.8 im November. Damit lag der Wert sogar noch etwas höher als von Moody's Economy.com vorausgesagt. Dieses Ergebnis suggeriert eine gewisse Eigendynamik der Erholung in der Euro Zone. Die Stimmung stieg vor allem in der Industrie. Rückgänge in Spanien und Grossbritannien wurden durch Anstiege in Deutschland und Frankreich mehr als wett gemacht. BAKBASEL erwartet für die Euro Zone 2010 ein reales BIP Wachstum von 0.5 Prozent.

USA: Korrektur erster Wachstumsschätzungen des BIP, aber gute Stimmung der Konsumenten und im Immobilienmarkt
Gemäss der Mitteilung des Handelsministeriums stieg das BIP der USA im dritten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2.8 Prozent. Eine erste Schätzung hatte eine Wachstumsschätzung von 3.5 Prozent ergeben. Ein kräftiger Anstieg der Importe und die Schwäche am Gewerbeimmobilienmarkt haben sich als Dämpfer erwiesen.
Das Forschungsinstitut Conference Board teilte am Dienstag mit, dass der Index für das Verbrauchervertrauen von 48.7 Punkten im Oktober auf 49.5 Punkte gestiegen ist. In den USA, wo die Konsumausgaben zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen, ist das Vertrauen der Verbraucher ein wichtiger Indikator für die zukünftige Entwicklung des BIP. Die Konsumausgaben kletterten im Oktober 0.7 Prozent in die Höhe, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Den US-Verbrauchern kam steigendes Einkommen zugute. Ein plus von 0.2 Prozent in Kombination mit einer etwas tiefer liegenden Sparquote von 4.4 Prozent haben zu den gestiegenen Konsumausgaben geführt.
Auch die Zahl der verkauften Eigenheime stieg im Oktober um 0.6 Prozent, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte.
BAKBASEL erwartet für 2010 ein US-BIP-Wachstum von real 2.3 Prozent.

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