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Kommentar zur Woche 47 |
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20.11.2009 |
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Krise erfasst Bau erst zeitlich verzögert Die Finanzkrise hat die Schweizer Wirtschaft im Jahr 2009 kräftig durchgeschüttelt. Die Bauwirtschaft zeigte sich jedoch bisher erstaunlich unberührt von den realwirtschaftlichen Turbulenzen. Während die meisten anderen Branchen in der Schweiz deutliche Einbrüche zu verzeichnen haben, erwartet BAKBASEL für die realen Bauinvestitionen (Hoch- und Tiefbau) im Krisenjahr 2009 immerhin noch ein leichtes Plus von 0.3 Prozent (2008: 0.6%). Für die anhaltende Stärke der Bautätigkeit gibt es vor allem zwei bedeutende Gründe: Zum einen werden viele grosse Bauprojekte trotz des Konjunktureinbruchs weitergeführt, zum anderen stützen die Konjunkturprogramme des Bundes und der Kantone die Bauinvestitionen. Insgesamt verhaltener gestaltet sich der Ausblick für das Jahr 2010. Die Wachstumsimpulse des öffentlich geprägten Infrastrukturbaus (ohne Tiefbau) dürften ausgehend vom bereits hohen Niveau nachlassen, bleiben aber klar positiv. Im Jahr 2011 muss jedoch bei den Investitionen im Infrastrukturbau wegen des Endes der Konjunkturpakete und auslaufender Grossprojekte mit einem Rückgang gerechnet werden (-0.9%).
Mehrfamilienhausbau vor moderater Korrektur Für die realen Wohnbauaufwendungen erwartet BAKBASEL für das Jahr 2010 einen Rückgang um 1.4 Prozent, wobei vor allem der bis anhin ziemlich robuste Mehrfamilienhausbau an Dynamik einbüsst. Eine massive Korrektur ist jedoch für den Mehrfamilienhausbau angesichts des nach wie vor intakten Schweizer Immobilienmarktes nicht zu erwarten. Die rückläufige Neubautätigkeit im Mehrfamilienhausbau kann in den Jahren 2010 und 2011 zu einem gewissen Teil durch ansteigende Umbau- und Sanierungstätigkeiten kompensiert werden.
Betriebsbau lässt deutlich nach Nachdem sich der Betriebsbau 2009 noch ziemlich krisenresistent zeigt, erlebt er 2010 verzögert zum konjunkturellen Einbruch einen deutlichen Investitionsrückgang von rund 5.5 Prozent. Besonders ausgeprägt ist der Rückgang in den konjunktursensitiven Bereichen wie Lager, Hallen und Fabriken. Auch im Bürobau zeichnet sich nach der regen Tätigkeit der Jahre 2008 und 2009 für das Jahr 2010 ein deutlicher Rückgang ab. Mit der rückläufigen Beschäftigung in den büroflächenintensiven Dienstleistungsbranchen (z.B. Finanzbranche) sind auch die Investitionsanreize gesunken. Dem allgemeinen Trend zum Trotz verzeichnet der Hotel- und Restaurantbau 2009 und 2010 dank zahlreicher Hotel- und Ressort-Grossprojekte ein starkes Wachstum und bleibt in den darauffolgenden Jahren auf hohem Niveau stabil.
Rückläufige Detailhandelsumsätze im September Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) sind die realen Detailhandelsumsätze im September 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1.6 Prozent gefallen, dies bei gleicher Anzahl Verkaufstage. Die nominalen Umsätze nahmen im Vergleich zum September 2008 um 2 Prozent ab. Werden die ersten neun Monate des Jahres 2009 kumuliert, stiegen die realen Umsätze pro Verkaufstag gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode leicht um 0.2 Prozent, die nominalen um 0.4 Prozent. BAKBASEL prognostiziert für das laufende Jahr einen leicht ansteigenden Privatkonsum (+0.8%). Im Jahr 2010 dürfte der Privatkonsum stagnieren (-0.1%).
Oktober 2009: Exportrückgang flacht ab Der schweizerische Aussenhandel entwickelte sich auch im Oktober negativ. Dennoch zeigte sich bei den Exporten – vor allem arbeitstagbereinigt – eine Verlangsamung des Rückgangs. Dabei verzeichnete die Chemische Industrie als einzige Exportbranche ein Plus. In den 10 Monaten 2009 schrumpfte der Aussenhandel in beiden Richtungen in zweistelliger Höhe. So nahmen die Exporte um 14.8 Prozent und die Importe um 16.2 Prozent ab. Bei den Ausfuhren waren sämtliche Branchen in der Negativzone: das höchste Minus wies dabei die Metallindustrie aus (-35%), das niedrigste die Nahrungs- und Genussmittelindustrie (-2.0%). In der Handelbilanz kumulierte sich der Überschuss auf 16'909 Mio. Franken, der damit nur leicht unter dem Niveau der Vorjahresperiode blieb. BAKBASEL geht davon aus, dass die Güterexporte der Schweiz 2009 um 12.1 Prozent zurückgehen, 2010 aber bereits wieder geringfügig ansteigen werden (+2.3%).
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