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Kommentar zur Woche 46 |
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13.11.2009 |
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Produzenten- und Importpreise im Oktober gesunken Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im Oktober 2009 um 0.4 Prozent gegenüber dem Vormonat, wobei sowohl der Produzenten- als auch der Importpreisindex je um 0.4 Prozent gefallen sind. Damit zeigt der Gesamtindex erstmals seit fünf Monaten wieder einen Rückgang. Sein Stand liegt bei 106.1 Punkten (Basis Mai 2003 = 100). Ins Gewicht fielen insbesondere die tieferen Preise für landwirtschaftliche Produkte, Nahrungsmittel, Metallprodukte, Maschinen und Gas. Innert Jahresfrist sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 4.7 Prozent, wobei hier der Rückgang des Importpreisindex (-8.3%) deutlich höher ausfällt als derjenige des Produzentenpreisindex (-2.8%), was insbesondere auf die stark gesunkenen Rohstoffpreise zurückzuführen ist. Aufgrund der positiveren Wirtschaftsaussichten ist mittelfristig jedoch wieder mit steigenden Rohstoffpreisen und damit mit steigenden Produzenten- und Importpreisen zu rechnen.
Positive Konjunkturmeldungen aus Deutschland… Wie das deutsche Wirtschaftsministerium meldet, hat sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe, nach einem Rückgang über einen Zeitraum von fünf Quartalen, im 3. Quartal 2009 spürbar erholt. Im Vergleich zum Vorquartal stellte das Produzierende Gewerbe im gesamten 3. Quartal preis- und saisonbereinigt 3.5 Prozent mehr her. Das Produktionsniveau liegt zwar weiterhin deutlich unter dem Stand von vor der Krise, steigende Auftragseingänge bei den Herstellern von Vorleistungs- und Investitionsgütern deuten jedoch auf eine Fortsetzung des Aufholprozesses im Industriebereich hin. Ebenfalls zu Optimismus Anlass geben die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Exportdaten. Die deutschen Exporte sind im September im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt stärker als erwartet um 3.8 Prozent gestiegen. Diese positiven Entwicklungen schlagen sich in einem positiven BIP-Wachstum nieder. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt lag im 3. Quartal preis- und saisonbereinigt um 0.7 Prozent höher als im Vorquartal. Eine das Wirtschaftswachstum bremsende Rolle spielten die privaten Konsumausgaben, die im Vergleich zum Vorquartal zurückgingen. Im Vorjahresvergleich ist das Ausmass der Wirtschaftskrise jedoch noch klar erkennbar. Das preisbereinigte BIP ging im Vergleich zum 3. Quartal 2008 um 4.7, kalenderbereinigt um 4.8 Prozent zurück. Fürs ganze Jahr 2009 erwartet BAKBASEL einen Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um rund 5 Prozent.
… und aus Frankreich Im Gegensatz zu Deutschland ist die Industrieproduktion gemäss Statistikbehörde INSEE in Frankreich im September überraschend und zum ersten Mal seit April 2009 wieder gesunken (-1.5% im Vormonatsvergleich). Hauptgrund dafür sind die Einbrüche in der Autoproduktion (-7.9%). Im gesamten dritten Quartal 2009 resultierte jedoch ein Plus von 2.9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal liegt die Industrieproduktion jedoch noch immer um 11 Prozent tiefer. Da sich die Exporte (+2.3% gegenüber dem Vorquartal) gleichzeitig dynamischer entwickelt haben als die Importe (+0.4%) und der private Konsum stabil geblieben ist, konnte in Frankreich das Bruttoinlandsprodukt im Vorquartalsvergleich um 0.3 Prozent gesteigert werden. Insgesamt erwartet BAKBASEL für Frankreich 2009 ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 2.2 Prozent.
Die Arbeitslosenquote in den USA klettert über die 10 Prozentmarke Obwohl die US-Wirtschaft zuletzt an Schwung gewonnen hat, stieg die Arbeitslosenquote in den USA im Oktober erstmals seit 1983 wieder über die Marke von 10 Prozent (10.2%). Damit hinterlässt die aktuelle Rezession drastische Spuren auf dem US-Arbeitsmarkt. Allerdings hat der Stellenabbau an Schärfe verloren. Während zum Höhepunkt der Krise im Januar beinahe 750'000 Stellen verloren gingen, fielen im Oktober noch 190'000 Stellen weg. BAKBASEL erwartet den Höhepunkt der Arbeitslosigkeit im ersten Quartal 2010. Danach dürfte die Quote dank des weltwirtschaftlichen Aufschwungs wieder sinken, sodass fürs Jahr 2010 von einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 9.6 Prozent auszugehen ist.
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