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Services > News & Media > News > Archive 2009  
   
Kommentar zur Woche 44
30.10.2009
Die US-Wirtschaft schafft im 3. Quartal 2009 die Trendwende
Die amerikanische Wirtschaft wächst nach einjähriger Unterbrechung wieder. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3.5 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag nach ersten Berechnungen mitteilte. Damit stieg die US-amerikanische Wirtschaftsleistung nach vier Quartalen mit negativen Wachstumsraten zum ersten mal wieder an. Für das Wachstum sorgten im dritten Quartal vor allem der private Konsum (+3.4%), welcher rund 70 Prozent der Gesamtnachfrage ausmacht. Der Anstieg des privaten Konsums ist nicht unwesentlich auf die verschiedenen staatlichen Konjunkturprogramme zurückzuführen. So stiegen im dritten Quartal die Käufe von Autos deutlich an, was vor allem durch die stimulierende Wirkung der Abwrackprämie, die in den USA auf das dritte Quartal beschränkt war, erklärt werden kann. Der Anstieg des privaten Konsums kann aber nicht ausschliesslich auf die Stützungsprogramme zurückgeführt werden. Dies zeigt sich darin, dass auch die nicht dauerhaften Güter und Dienstleistungen merklich zugelegt haben. Überrascht hat in den USA insbesondere der starke Anstieg der Wohnbauinvestitionen. Aus einem Anstieg von 23.3 Prozent bei den Investitionen bei den Wohnimmobilen resultierte Beitrag zum BIP-Wachstum von gut 0.5 Prozentpunkten. Rückläufig zeigte sich hingegen erneut der gewerbliche Bau. Einen positiven Beitrag zum BIP trug die staatliche Nachfrage bei, der stärkste Nachfrageimpuls kam dabei von den Verteidigungsausgaben.
BAKBASEL geht davon aus, dass die US-Wirtschaft nun definitiv aus der Rezession getreten ist und rechnet für die kommenden Jahre wieder mit einem – für US-Verhältnisse – moderaten Anstieg der Wirtschaftsleistung. Für 2010 erwartet BAKBASEL einen Anstieg des realen BIP um 2.3 Prozent, für 2011 um 3.1 Prozent.

Schweiz: Markanter Rückgang in der graphischen Industrie im Jahresverlauf 2009
Gemäss dem «viscom - BAK Index» trifft die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise die grafische Industrie wesentlich härter als viele andere Branchen. Zwischen Januar und September 2009 ist die reale Bruttowertschöpfung im Vorjahresvergleich um rund 10 Prozent eingebrochen (Schweizer Branchendurchschnitt: -2%). Hierbei sah sich die grafische Industrie sowohl von binnen- als auch von aussenwirtschaftlicher Seite mit einer markant rückläufigen Nachfrage konfrontiert. Während die negative Exportdynamik im dritten Quartal 2009 etwas nachgelassen hat, setzte sich der Abwärtstrend von binnenwirtschaftlicher Seite beschleunigt fort.

Deutschland: Arbeitsmarktzahlen im Oktober besser als erwartet
Gemäss den Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die Zahl der registrierten Arbeitslosen in Deutschland im Oktober überraschend um 118'000 auf 3.23 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote sank um 0.3 Punkte auf 7.7 Prozent. Auch saisonbereinigt ergibt sich einen Rückgang um 26'000 Menschen. Im Oktober 2009 wurden jedoch immer noch 232'000 Arbeitslose mehr registriert als ein Jahr zuvor. Trotz der überraschend guten Arbeitsmarktzahlen im Oktober geht BAKBASEL nicht von einer schnellen und nachhaltigen Erholung aus. BAKBASEL rechnet sowohl für den restlichen Jahresverlauf 2009 als auch für 2010 mit einem Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland.

Verbessertes Wirtschaftsklima in der Euro-Zone
Gemäss den Angaben der EU-Kommision hat sich die Stimmung von Unternehmern und Verbrauchern in der Eurozone im Oktober verbessert. Der Index kletterte um 3.4 auf 86.2 Punkte. Das ist der siebte Anstieg in Folge. Im März hatte es ein Rekordtief von 64.6 Zählern gegeben. Trotz der Aufholjagd notiert das Barometer weiter deutlich unter seinem langfristigen Durchschnittswert.

Sinkende Arbeitslosenquote in Japan
Nach Angaben der japanischen Regierung sank die Arbeitslosenquote in Japan im September unerwartet von 5.5 Prozent im Vormonat auf 5.3 Prozent und damit im zweiten Monat in Folge. Hintergrund ist die steigende Produktion angesichts zunehmender Exporte.


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