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Kommentar zur Woche 43 |
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23.10.2009 |
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Schweiz: Kaum eine Branche kann sich der Wirtschaftskrise entziehen Gemäss den aktuellsten Prognosen von BAKBASEL werden so gut wie alle Schweizer Branchen schwer von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in Mitleidenschaft gezogen. 2009 werden besonders die Uhrenindustrie, das Gastgewerbe, die Investitionsgüterindustrie und der Finanzsektor starke Wertschöpfungsrückgänge verzeichnen. Auch die relativ konjunkturunabhängige chemischpharmazeutische Industrie kann sich der aktuellen Rezession nicht vollständig entziehen und wird im laufenden Jahr stagnieren. Das schlimmste scheint jedoch vorüber. Für das Jahr 2010 erwarten wir für zahlreiche Branchen die Rückkehr auf einen moderaten Wachstumspfad. Angeführt wird das Branchenspektrum im Jahr 2010 von der chemischpharmazeutischen Industrie und der Nachrichtenübermittlung. Auch im Finanzsektor und in der Uhrenindustrie stehen die Weichen für das Jahr 2010 wieder auf moderater Expansion. Zögerlicher kommt die Erholung der industrienahen Investitionsgüterindustrie voran, die sich wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche im kommenden Jahr mit einer Stagnation begnügen muss. Länger am Konjunktureinbruch werden ebenfalls das Gastgewerbe, der Detailhandel und zeitlich verzögert auch die bis anhin robuste Bauwirtschaft zu nagen haben. Der öffentlich geprägte Infrastrukturbau dürfte ausgehend vom bereits hohen Niveau kaum noch Wachstumsimpulse entfalten, während die industriell gewerbliche Bautätigkeit deutlich nachlässt.
Schweiz: Der Abschwung im Aussenhandel wurde im 3. Quartal gestoppt Der Schweizer Aussenhandel hat die Talsohle erreicht. Wie die Oberzolldirektion mitteilte, blieb die saisonbereinigte Entwicklung im 3. Quartal sowohl bei den Exporten wie auch bei den Importen gegenüber dem Vorquartal stabil. Im Jahresvergleich zeigt sich aber der starke Einbruch der Aussenhandelstätigkeit in den ersten drei Quartal 2009. Gesamthaft liegen die nominalen Exporte in den Monaten Januar bis September um 15.3 Prozent unter dem Vorjahres Niveau, die Importe um 16.3 Prozent. Bei den Warengruppen verzeichneten die «Metallindustrie» (-35.9%), die «Uhrenindustrie» (-25.9%) sowie die «Maschinen- und Elektronikindustrie» (-25.0%) die markantesten Exportrückgänge. Etwas weniger stark unter der eingebrochenen Auslandsnachfrage leiden die Bereiche «Nahrungs- und Genussmittel» (-1.0%), die «Chemische Industrie» (-3.9%) und die «Präzisionsinstrumente» (-7.2%). BAKBASEL erwartet für das 4. Quartal 2009 eine Stabilisierung beim Aussenhandel und im Jahresmittel einen realen Exportrückgang von 12.1 Prozent.
USA: Immobilienmarkt weiter schwach Der US-Immobilienmarkt erholt sich langsamer als erwartet. Die Zahl der Wohnbaubeginne stieg im September saisonbereinigt um 0.5 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf eine Jahresrate von 590'000, wie das Handelsministerium meldete. US-Ökonomen hatten einem Anstieg auf 610'000 gerechnet. Während wieder mehr Einfamilienhäuser gebaut wurden, gab es bei Mehrfamilienhäusern einen Rückgang. Auch die Zahl der erteilten Baubewilligungen stagnierte. BAKBASEL rechnet im kommenden Jahr mit einer Erholung der US-Wirtschaft bei einem BIP-Wachstum von 2.3 Prozent.
China: Stabiles Wachstum Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich im 3. Quartal 2009 dank Neuinvestitionen weiter beschleunigt. Das von der Regierung für 2009 trotz Weltwirtschaftskrise anvisierte BIP-Wachstum von 8 Prozent scheint möglich. Wie die aktuellsten Daten nun zeigen, liegt das BIP in den Monaten Januar bis September 7.7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zu den vergangenen Jahre ist nicht mehr der Aussenhandel der Wachstumstreiber, sondern vielmehr die inländischen Konsumausgaben. Es scheint, dass die enormen staatlichen Stimuli ihre Wirkung erzielen. BAKBASEL erwarte 2009 ein reales BIP-Wachstum von 8.1 Prozent und im kommenden Jahr von 8.6 Prozent für China.
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