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Kommentar zur Woche 42 |
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16.10.2009 |
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Alle Schweizer Regionen sind von der Krise betroffen Am Donnerstag, 15. Oktober informierte BAKBASEL anlässlich ihrer Herbstprognose-Tagung über die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf die wirtschaftliche Entwicklung in den Schweizer Regionen. Alle betrachteten Gebiete verzeichnen 2009 einen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts. Am deutlichsten fällt dieser infolge der starken Redimensionierung im Finanzsektor in der Region Zürich/Aargau aus (-2.5%). Am wenigsten stark macht sich die Rezession in der Region Basel bemerkbar (-0.5%). Erst ab Ende 2009 ist wieder mit einer Aufhellung der konjunkturellen Aussichten zu rechnen. Im Jahr 2010 dürften alle Regionen ihre Wirtschaftsleistung zumindest halten oder sogar bereits wieder ein leichtes Wachstum generieren können.
Schweizer Produzenten- und Importpreise steigen an Die Produzenten- und Importpreise in der Schweiz stiegen im September gegenüber dem Vormonat um 0.2 Prozent an, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) bekanntgab. Der Stand des Produzenten- und Importpreisindexes stieg damit auf 106.6 Zähler (Basis Mai 2003), was gegenüber September 2008 aber noch immer einem Preisrückgang, zu einem Grossteil verursacht durch Erdöl- und Metallprodukte, von 4.9 Prozent entspricht. Verantwortlich für die Steigerung waren hauptsächlich die Importpreise, die gegenüber dem Vormonat um 0.3 Prozent zunahmen, im Jahresvergleich aber trotzdem um satte 9 Prozent gesunken sind. Die Produzentenpreise stiegen im September gegenüber dem Vormonat um 0.1 Prozent. Grund für diese Steigerung sind die höheren Preise für Metall und Metallprodukte. Innert Jahresfrist resultiert damit ein Rückgang um 2.6 Prozent.
Gesunkene Detailhandelsumsätze in der Schweiz Die realen Detailhandelsumsätze in der Schweiz sind im August 2009 gegenüber dem Vorjahresmonat um ein Prozent gesunken, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) verlauten liess. Den stärksten Rückgang verzeichnete mit einem Minus von 10.7 Prozent die Warengruppe «Bekleidung, Schuhe», den stärksten Anstieg konnte die Warengruppe «Unterhaltungs- und Büroelektronik» vorweisen (+10%). In den ersten acht Monaten 2009 konnten die Umsätze gegenüber der gleichen Vorjahresperiode jedoch real um 0.4 Prozent zunehmen. BAKBASEL rechnet im Jahr 2009 mit einer leichten Steigerung der Bruttowertschöpfung im Detailhandel um 0.3 Prozent.
USA: Autoverkäufe und Detailhandelsumsatz sinken Laut dem Handelsministerium der USA sind die saisonbereinigten Detailhandelsumsätze des Landes im September 2009 gegenüber dem Vormonat um 1.5 Prozent geschrumpft. Besonders die Autoverkäufe litten mit einem Minus von 11.8 Prozent stark unter dem Auslaufen der Abwrackprämie. BAKBASEL rechnet für die USA im Jahr 2009 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 2.8 Prozent.
Steigende Industrieproduktion in der EU Gemäss Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, ist die Industrieproduktion (ohne das Baugewerbe) in der Eurozone im August 2009 gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0.9 Prozent gestiegen. Damit lag sie jedoch noch immer um 15.4 Prozent tiefer als noch ein Jahr zuvor. In der EU27 stieg die Industrieproduktion im August gegenüber dem Vormonat um 0.6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreswert resultiert immer noch ein Rückgang um 13.5 Prozent. Diese Zahlen sind ein weiterer Hinweis darauf, dass Europa die Talsohle der Rezession durchschritten hat. BAKBASEL rechnet über das ganze Jahr 2009 im Euroraum dennoch mit einem starken Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 4.5 Prozent. In der gesamten EU (EU27) beträgt der Rückgang voraussichtlich 3.9 Prozent.
Deutschland: Rückgang der Beschäftigung Die Beschäftigtenzahl des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland lag im August 2009 4.4 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das deutsche statistische Bundesamt verlauten liess. Seit Januar 1995 wurde kein so starker Rückgang mehr verzeichnet. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm – bei gleich vielen Arbeitstagen sogar um 10.2 Prozent ab. BAKBASEL rechnet für das Jahr 2009 mit einem Rückgang der Beschäftigung in Deutschland um 0.4 Prozent.
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