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Kommentar zur Woche 38 |
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18.09.2009 |
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Erneut negative Wachstumsraten der Schweizer Industrie im 2. Quartal 2009 Im 2. Quartal 2009 ging die Produktion der Schweizer Industrie im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus von 14 Prozent stark zurück, wobei alle Branchen ihre Produktion reduzierten. Die Gebrauchsgüter verzeichneten dabei den grössten Rückgang. Mit einem Minus von 12.9 Prozent (-10.2% unter Einbezug des Baugewerbes) ist in der Schweizer Industrie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal auch der Umsatz stark gesunken. Entscheidend für diese negative Entwicklung waren in erster Linie die Gebrauchsgüter. Positive Zahlen dagegen präsentierten das Baugewerbe, die Energie- und Wasserversorgung sowie die Chemische Industrie. Rückläufige Werte (-17.5%; -15.3% unter Einbezug des Baugewerbes) verzeichnete der sekundäre Sektor im Berichtsquartal auch bei den Auftragseingängen. Diese Entwicklung lässt sich vorwiegend mit dem Rückgang der Aufträge aus dem Ausland erklären. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal verringerten sich zudem die Auftragsbestände um 16.4 Prozent (-12.3% unter Einbezug des Baugewerbes). Lediglich der Bergbau sowie das Baugewerbe konnten sich dem Rückgang entziehen. Die Lagerbestände von Fertigwaren verminderten sich um 4 Prozent, womit die im 3. Quartal 2004 einsetzende Aufstockung gestoppt wurde. Für das laufende Jahr erwartet BAKBASEL im sekundären Sektor einen realen Wertschöpfungsrückgang um 2.3 Prozent.
Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise im Vormonatsvergleich gestiegen Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise stieg im August 2009 gegenüber dem Vormonat leicht an (+0.1%) und erreichte den Stand von 106.4 Punkten (Basis Mai 2003 = 100). Damit war erstmals seit Juli 2008 wieder ein Preisanstieg im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen. Verantwortlich dafür waren die um 0.3 Prozent gestiegenen Importpreise, wobei insbesondere die höheren Preise für Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte ins Gewicht fielen. Der Produzentenpreisindex hingegen blieb gegenüber dem Vormonat insgesamt stabil. Innert Jahresfrist sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 5.5 Prozent. Dieser Rückgang ist wie in den letzten Monaten auf die im Vergleich zum Vorjahr stark gesunkenen Preise für Erdöl- und Metallprodukte zurückzuführen. Aufgrund der Bodenbildung in der aktuellen Rezession und der damit verbundenen positiveren Wirtschaftsaussichten ist mittelfristig weiter mit steigenden Rohstoffpreisen und damit mit steigenden Produzenten- und Importpreisen zu rechnen.
Entwicklung der Detailhandelsumsätze im Juli 2009: Reales Umsatzwachstum von 1 Prozent Gemäss provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind die realen Detailhandelsumsätze im Juli 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1 Prozent gestiegen, dies bei gleicher Anzahl Verkaufstage. Die nominalen Umsätze nahmen im Vergleich zum Juli 2008 um 1.1 Prozent zu. Werden die ersten sieben Monate des Jahres 2009 kumuliert, stiegen die realen Umsätze pro Verkaufstag gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 0.6 Prozent, die nominalen um 0.9 Prozent. Für das laufende Jahr erwartet BAKBASEL insgesamt eine Stagnation der Detailhandelsumsätze (real: -0.1%; nominal: +0.1%).
Positive Konjunkturmeldungen aus den USA Gemäss dem US-Handelsministerium vermochten die amerikanischen Einzelhändler ihren Umsatz dank der staatlichen Abwrackprämie im August um 2.7 Prozent zu steigern. Das ist der höchste Zuwachs seit Januar 2006. Analysten hatten einen geringeren Anstieg erwartet. Der Einzelhandelsumsatz gilt als wichtiger Indikator für die US-Konjunktur, da der private Konsum mehr als 70 Prozent zur Wirtschaftsleistung beisteuert. Auch aus der Industrie gab es positive Signale: Die Geschäftsaussichten im verarbeitenden Gewerbe im Bundesstaat New York haben sich deutlich verbessert. Der Empire-State-Manufacturing-Index kletterte von 12.08 Punkten im Vormonat auf 18.88 Punkte. Ein Indexstand unter Null deutet auf einen Rückgang der Aktivität hin. BAKBASEL erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt der USA 2010 um 1.2 Prozent wachsen wird, nachdem es dieses Jahr um 3 Prozent schrumpfen dürfte.
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