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Kommentar zur Woche 35 |
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28.08.2009 |
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BIP-Wachstum Schweiz 2008: +1.8 Prozent Gemäss ersten Schätzungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Schweizer Wirtschaft 2008 ein kräftiges Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das BIP zu laufenden Preisen stieg um 4 Prozent. Aufgrund des Anstiegs des allgemeinen Preisniveaus legte das BIP zu Vorjahrespreisen um 1.8 Prozent zu. Die Entwicklung des Bruttonationaleinkommens (BNE) zu laufenden Preisen fiel mit einem Minus von 4.7 Prozent ausserordentlich negativ aus. Für 2009 geht BAKBASEL von einem Rückgang des BIP von -2.5 Prozent aus.
Erwerbstätigenzahlen im 2. Quartal 2009 leicht rückläufig Gemäss Erwerbstätigenstatistik (ETS) des BFS zählte die Schweiz am Ende des zweiten Quartals 2009 insgesamt 4.493 Millionen Erwerbstätige, das sind 0.3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dieser erstmalige Rückgang seit dem dritten Quartal 2003 ist auf die geringere Anzahl erwerbstätiger Männer zurückzuführen, während die Anzahl erwerbstätiger Frauen weiterhin leicht zunahm. Gemäss Beschäftigungsstatistik (BESTA) verzeichnete die Schweiz im zweiten Quartal 2009 insgesamt 3.945 Millionen Beschäftigte. Dies entspricht einer Abnahme von 14'000 Beschäftigten (-0.4%) innerhalb eines Jahres. BAKBASEL prognostiziert für das laufende Jahr eine Abnahme der Zahl der Erwerbstätigen von -0.5 Prozent.
Kräftiger Beschäftigungsrückgang im 2. Sektor, leichte Zunahme im 3. Sektor Im sekundären Sektor ging die Beschäftigtenzahl zurück (-21'000; -2.0%), während sie im tertiären Sektor leicht zunahm (+7'000; +0.2%). Im sekundären Sektor ging mehr als die Hälfte der Einbusse auf das Konto der Branchen «Herstellung von Metallerzeugnissen» (-4'000; -5.0%), «Maschinenbau» (-4'000; -3.6%) und «Herstellung von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten; Uhren» (-4'000; -4.3%). Im tertiären Sektor verzeichnete rund die Hälfte der Wirtschaftsbranchen einen Beschäftigungsrückgang. Das «Gastgewerbe» (-8'000; -3.4%) und die «Nachrichtenübermittlung» (-4'000; -4.7%) waren am stärksten betroffen. Diese Einbussen werden mit den Zunahmen in den übrigen Branchen kompensiert, wobei das «Gesundheits- und Sozialwesen» die stärkste Zunahme verzeichnete (+14'000; +3.0%). Für 2009 rechnet BAKBASEL für den sekundären Sektor mit einem Rückgang der Erwerbstätigenzahlen von -1.8 Prozent, für den tertiären Sektor wird eine Stagnation erwartet.
Ifo-Index deutet Erholung für Deutschland an Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft scheinen sich weiter aufzuhellen. Das zeigt der Ifo-Index zum Geschäftsklima in Deutschland, der im August zum fünften Mal in Folge anstieg und zwar von 87.4 auf 90.5 Punkte. Stark verbessert haben sich insbesondere die Erwartungen der befragten Unternehmen für das nächste Halbjahr. Da die Aussichten für den Arbeitsmarkt aber weiterhin düster sind, darf nicht damit gerechnet werden, dass die Erholung nachhaltig ist. Die BIP-Prognose von BAKBASEL für Deutschland für 2009 liegt bei schwachen -5.8 Prozent.
Negative BIP-Entwicklung in den USA im 2. Quartal, positive Entwicklung wichtiger Indikatoren Das BIP der USA ist im zweiten Quartal um 1 Prozent gesunken. Im Gegensatz zu vorangehenden Einschätzungen hat sich der private Konsum leicht besser entwickelt und die Staatsausgaben haben etwas stärker zugenommen. Weitere Meldungen deuten an, dass sich die Situation für die Industrie und auf dem Häusermarkt in den USA zu erholen scheint. Im sekundären Sektor steigen die Auftragseingänge und die Auslieferungen. Die Auslieferungen von dauerhaften Gütern haben im Juli gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 2 Prozent zugenommen. Auf dem Häusermarkt nimmt die Zahl der Transaktionen zu. Die Häuserkäufe in den USA haben im Juli wieder angezogen. Die Zahl der verkauften Eigenheime stieg überraschend stark um 9.6 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte. BAKBASEL prognostiziert für die USA im laufenden Jahr einen BIP-Rückgang von -2.8 Prozent.
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