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Services > News & Media > News > Archive 2009  
   
Kommentar zur Woche 34
21.08.2009
Schweiz: Wende beim Aussenhandel noch nicht in Sicht
Wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Donnerstag mitteilte, hat die starke Abwärtsbewegung des Aussenhandels im Juli 2009 angehalten. Die Exporte schrumpften im Juli 2009 im Vergleich zur Vorjahresperiode nominal um 16.0 Prozent auf 16'274 Millionen Schweizer Franken (real: -15.1%) während die Importe nominal um 18.3 Prozent auf 13'927 Millionen Schweizer Franken (real: -14.0%) fielen. Bei den Exporten verlangsamte sich die Abwärtsbewegung ein wenig, bei den Importen zeigt sich ein leicht schlechterer Verlauf als im Juni, jedoch besser als im Mai.
Die Ausfuhren der Metallindustrie verzeichneten mit 34.9 Prozent nach wie vor den stärksten Rückgang, wobei die Ausfuhr von Eisen und Stahl besonders kräftig betroffen war (-62.0%). Am besten schnitt die Chemische Industrie (nominal -4.5%) ab. Hier vermochte die Untergruppe «Agrochemikalien» mit einem hohen Nachfragewachstum (42.0%) das Ergebnis aufzuhellen. Bei den Importen war im Juli 2009 für alle vier Verwendungszweckgruppen ein erneuter Nachfragerückgang zu registrieren. Die Gruppe «Energieträger» musste mit 34.5 Prozent den drastischsten Rückgang hinnehmen. Nur bei der Untergruppe «Konsumgüter» lag das Minus im einstelligen Bereich (-8.6%).

Schweiz: Steigende Umsätze beim Detailhandel und Zeichen der Erholung beim Autoverkauf
Die Detailhandelsumsätze sind gemäss Bundesamt für Statistik (BfS) im Juni 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat, bei gleichbleibender Anzahl Verkaufstage, real um 0.9 Prozent gestiegen. Die nominalen Umsätze nahmen um 0.8 Prozent zu. Werden die ersten sechs Monate des Jahres 2009 kumuliert, stiegen die nominalen Umsätze pro Verkaufstag gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 0.9 Prozent, die realen um 0.5 Prozent.
Bei den Warengruppen verzeichnete die Gruppe «Unterhaltungs- und Büroelektronik» das grösste reale Umsatzplus (8.1%), gefolgt von «Küche, Haushalt» (6.8%) und «Gesundheit, Körperpflege, Schönheit» (5.4%). Den grössten realen Umsatzrückgang registrierte mit Abstand die Warengruppe «Persönliche Ausstattung» (-9.3%). «Tabak, Raucherwaren», als am zweitstärksten betroffene Untergruppe, wies ein Minus von 2.9 Prozent auf. Gewachsen sind die realen Umsätze bei den grossen Unternehmen (3.2%), wogegen sie bei den kleinen Unternehmen rückläufig waren (-3.7%). Mit 0.1 Prozent sind die Umsätze der mittleren Unternehmen praktisch stagniert.
Wie bereits im Juni des laufenden Jahres weisen die Autoverkäufe in der Schweiz auch im Juli gegenüber dem Jahresbeginn erneut Zeichen einer moderaten Erholung auf. Im Jahresvergleich ist der Rückgang von Minus 9 Prozent verglichen mit der Entwicklung von Januar bis Juli 2009 (-11.5%) etwas tiefer ausgefallen.

USA: Rückschlag am Immobilienmarkt
Nach einer Entspannung in den vergangenen zwei Monaten hat der US-Immobilienmarkt im Juli überraschend einen Rückschlag erlitten. Die Zahl der Wohnbaubeginne sank im Juli um 1.0 Prozent auf eine Jahresrate von 581'000, wie das Handelsministerium mitteilte. Grund dafür war ein kräftiger Einbruch bei Mehrfamilienhäusern. Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime fiel im Juli um 1.8 Prozent auf 560'000. Verglichen mit dem Vorjahr sanken die Baubeginne um 37.7 Prozent, bei den Baugenehmigungen betrug das Minus sogar 39.4 Prozent.
BAKBASEL erwartet für das laufende Kalenderjahr für die USA ein BIP-Rückgang von 3.0 Prozent und für 2010 ein Wachstum von 1.2 Prozent.

Japan: Erfreuliche Entwicklung der Konjunktur
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte in Japan von April bis Juni preisbereinigt um 0.9 Prozent zu, was das erste Plus nach fünf Minus-Quartalen in Folge bedeutete. Die japanische Wirtschaft befindet sich auf einem historisch niedrigen Niveau und die Kapazitäten in der Industrie sind nur noch zu etwa 70 Prozent ausgelastet. Stütze der japanischen Wirtschaft waren die Exporte: Sie trieben das BIP von April bis Juni um 1.6 Prozent in die Höhe. Auch Deutschland und Frankreich profitieren bereits von anziehenden Exporten. Die Exporteure dürften vor allem von der höheren Nachfrage aus China profitiert haben sowie von den weltweiten Konjunkturpaketen.
Für Japan rechnet BAKBASEL mit einer Verringerung des BIP in diesem Jahr um 6.1 Prozent. Im 2010 dürfte Japan wieder leicht wachsen (0.9%).



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