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Services > News & Media > News > Archive 2009  
   
Kommentar zur Woche 33
14.08.2009
Stabile Produzenten- und Importpreise in der Schweiz
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise blieb im Juli 2009, wie bereits im Juni, gegenüber dem Vormonat im Durchschnitt stabil. Die Inlandprodukte verzeichneten einen Preisrückgang um 0.2 Prozent. Für die Importprodukte hingegen wurde ein Anstieg um 0.2 Prozent festgestellt. Dieser ist hauptsächlich auf höhere Preise für Mineralölprodukte sowie Produkte aus Nichteisen-Metallen zurückzuführen. Innert Jahresfrist sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 6.1 Prozent. Dafür waren insbesondere die im Vergleich zum Vorjahr stark gesunkenen Preise für Erdöl- und Metallprodukte verantwortlich. Aufgrund der Bodenbildung in der aktuellen Rezession und der damit verbundenen positiveren Wirtschaftsaussichten ist mittelfristig jedoch wieder mit steigenden Rohstoffpreisen und damit mit steigenden Produzenten- und Importpreisen zu rechnen.

Positive Konjunkturmeldungen aus Deutschland…
Die deutsche Wirtschaft ist nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im zweiten Quartal 2009 erstmals seit dem ersten Quartal 2008 wieder leicht gewachsen. Preis-, saison- und kalenderbereinigt war das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2009 um 0.3 Prozent höher als im Vorquartal. Positive Impulse kamen hauptsächlich von den privaten und staatlichen Konsumausgaben und von den Bauinvestitionen. Da die preisbereinigten Importe erheblich stärker zurückgegangen sind als die Exporte, trug auch der Aussenbeitrag zum BIP-Wachstum bei. Negative Einflüsse ergaben sich durch einen Abbau der Lagerbestände. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 ging das preisbereinigte BIP um 7.1 Prozent zurück. Dies zeigt, dass trotz des leichten Wachstums im Vorquartalsvergleich die deutsche Wirtschaft noch stark unter den Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise leidet. Die aktuell tiefen Lagerbestände, welche über kurz oder lang wieder aufgestockt werden müssen, dürften dazu führen, dass die Rezession weiter an Schärfe verliert.

… und aus Frankreich
Im zweiten Quartal 2009 ist das Bruttoinlandsprodukt in Frankreich gemäss dem nationalen Statistikinstitut (INSEE) preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0.3 Prozent gestiegen. Gründe für dieses doch überraschende Wachstum sind die gestiegenen Exporte sowie die höheren privaten Konsumausgaben. Dank der Belebung der verarbeitenden Industrie und insbesondere der Autoindustrie hat zudem die Güter- und Dienstleistungsproduktion wieder an Fahrt gewonnen (+0.5%). Insgesamt prognostiziert BAKBASEL einen Rückgang des französischen BIP im Jahr 2009 um 2.46 Prozent.

Gestoppter Konjunktureinbruch in der Eurozone und in der EU
Nach dem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal 2009 kann die europäische Wirtschaft im zweiten Quartal überraschend gute BIP-Zahlen ausweisen. Gemäss Eurostat ist im zweiten Quartal 2009 das BIP im Vergleich zum Vorquartal in der Eurozone nur noch um 0.1 Prozent und in der EU um 0.3 Prozent gefallen – insbesondere dank der weiter oben erwähnten positiven Resultate in Deutschland und Frankreich. Im ersten Quartal 2009 betrug der Rückgang noch 2.5 Prozent in der Eurozone und 2.4 Prozent in der EU. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres liegt das saisonbereinigte BIP im zweiten Quartal 2009 allerdings in der Eurozone immer noch um 4.6 Prozent und in der EU um 4.8 Prozent tiefer. BAKBASEL rechnet fürs laufende Jahr in der Eurozone mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 4.8 Prozent, in der EU um 4.1 Prozent.

Industrieproduktion in der Eurozone wieder im Krebsgang
Überraschend schwach entwickelt hat sich jedoch die Industrieproduktion in der Eurozone und in der EU. Wie Schätzungen von Eurostat zeigen, ist die saisonbereinigte Industrieproduktion im Juni 2009 gegenüber dem Vormonat in der Eurozone um 0.6 Prozent und in der EU um 0.2 Prozent gefallen, nachdem im Mai die Produktion in der Eurozone gemäss revidierten Zahlen um 0.6 Prozent zugenommen hat und in der EU immerhin stabil geblieben ist. Im Vorjahresvergleich ist die Industrieproduktion in der Eurozone um 17 Prozent, in der EU um 15.6 Prozent gefallen. Fürs gesamte Jahr geht BAKBASEL von einem Rückgang der Industrieproduktion in der Eurozone um 13.7 Prozent, in der EU um 14.4 Prozent aus.
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