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Kommentar zur Woche 32 |
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07.08.2009 |
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Das Schweizer Steuerkarussell dreht weiter nach unten Der BAK Taxation Index zeigt einen ungebrochenen Trend: Die Schweizer Kantone setzen weiterhin auf Steuersenkungen. Die effektive Steuerbelastung von Unternehmen ist in der Schweiz im Zeitraum 2007 bis 2009 teilweise deutlich gesunken. Insbesondere Steuerreformen in den Kantonen Appenzell-Ausserrhoden, Schaffhausen und Basel-Landschaft führten zu deutlichen Verbesserungen dieser Kantone im innerschweizerischen Vergleich. Auch die Abgaben- und Steuerbelastung auf den Einsatz hochqualifizierter Arbeitskräfte ist rückläufig. Hier stechen insbesondere die Kantone St. Gallen und Luzern hervor. Erstmalig wurde im BAK Taxation Index auch die innerkantonale Streuung der effektiven Steuerbelastung von Unternehmen und auf hochqualifizierte Arbeitskräfte berücksichtigt. Die Ausweitung des BAK Taxation Indexes zeigt, dass teilweise die Steuerbelastungsunterschiede innerhalb von Kantonen grösser sind als zwischen Kantonen. Die Steuerbelastung 2009 basiert auf politischen Entscheiden, die bereits in den Jahren zuvor gefällt wurden. Im Lichte der schlechten Haushaltslage vieler Kantone aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise erwarten wir vorerst eine Verlangsamung des Steuerwettbewerbs. Sobald sich die Finanzlage wieder verbessert, ist indes mit einer Fortsetzung des Steuerkarussells zu rechnen. Dies kann jedoch einige Jahre in Anspruch nehmen.
Arbeitslosigkeit im Juli 2009 Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende Juli 2009 145'364 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungs-zentren (RAV) eingeschrieben, 5'111 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 3.6 Prozent im Juni 2009 auf 3.7 Prozent im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 53'201 Personen (+57.7%). Zusätzlich verringerte sich im Juli 2009 die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen um 485 auf 14'370 Stellen. Dass die Wirtschaftskrise den Arbeitsmarkt stark beeinträchtigt, zeigt sich auch in den vom SECO gleichzeitig veröffentlichten Zahlen zur Kurzarbeit. Im Mai 2009 waren 59'914 Personen von Kurzarbeit betroffen, 10'983 Personen mehr (+22.4%) als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 630 Einheiten (+23.2%) auf 3'342. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 287'165 (+10.0%) auf 3'172'223 Stunden zu. In der entsprechenden Vorjahresperiode (Mai 2008) waren 53'131 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 742 Personen in 78 Betrieben verteilt hatten. Damit manifestiert sich die Wirtschaftskrise immer deutlicher auch auf dem Arbeitsmarkt. Bis Ende Jahr geht BAKBASEL von einer weiteren Erhöhung der Arbeitslosenquote auf 3.9 Prozent aus.
Preisrückgang um 0.7 Prozent infolge Ausverkaufs Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Juli 2009 einen Rückgang um 0.7 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 103 Punkten (Dezember 2005 = 100). Innert Jahresfrist ging die Teuerung um 1.2 Prozent zurück, verglichen mit einer ebenfalls rückläufigen Jahresrate von 1 Prozent im Juni 2009. Im Juli 2008 betrug die Jahresteuerung noch +3.1 Prozent. Der Rückgang des Landesindexes im Juli 2009 ist hauptsächlich die Folge des Ausverkaufs. BAKBASEL rechnet fürs Jahr 2009 durchschnittlich mit einem Rückgang der Konsumentenpreise um 0.3 Prozent.
Silberstreifen am Konjunkturhorizont der Schweizer Industrie Der von der Credit Suisse und dem Schweizerischen Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) erhobene Purchasing Managers' Index ist zum vierten Mal in Folge angestiegen (+2.5 Punkte) und liegt mittlerweile auf dem höchsten Stand seit 10 Monaten (44.3 Punkte). Damit liegt der Index zwar noch unter der Wachstumszone, die bei der 50-Punkte-Marke beginnt, doch die einzelnen Komponenten des Indexes zeigen, dass die Rezession an Schärfe verliert. BAKBASEL teilt diese Einschätzung und prognostiziert fürs dritte und vierte Quartal 2009 nur noch leichte BIP-Rückgänge. Bereits im ersten Quartal 2010 wird für die Schweiz eine Rückkehr auf den Wachstumspfad erwartet.
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