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Kommentar zur Woche 31 |
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31.07.2009 |
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Deutschland: Leicht angestiegene Arbeitslosigkeit Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli des laufenden Jahres um 52'000 Personen auf 3.46 Millionen gestiegen. Die Arbeitslosenquote hat sich damit um 0.1 Punkte auf 8.2 Prozent erhöht. Ein deutlicherer Anstieg der Erwerbslosenzahl wurde vor allem durch Kurzarbeit verhindert. Auf vielen europäischen Arbeitsmärkten wird sich das wahre Ausmass der Krise erst in den kommenden Monaten zeigen. Die deutsche Arbeitslosenquote wird nach Einschätzung von BAKBASEL bis zum Jahresende 2010 auf über 10 Prozent ansteigen.
USA: Zunehmende Stabilisierung der Wirtschaft Gemäss dem jüngsten veröffentlichten Konjunkturbericht der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) stabilisiert sich die US-Volkswirtschaft zusehends. Demnach hat sich der Abschwung in den meisten der zwölf Fed-Bezirke verlangsamt oder begonnen, sich zu stabilisieren. In vielen Bezirken gibt es Anzeichen für eine Besserung auf dem Immobilienmarkt, während der Einzelhandel jedoch noch schleppend verläuft. Die US-Arbeitslosenquote war im Juni auf 9.5 Prozent angestiegen. Gemäss dem Beige Book der Federal Reserve melden die meisten Bezirke extrem schwache Arbeitsmärkte. Die Lage im verarbeitenden Gewerbe hat sich seit dem Beige Book vom 10. Juni des laufenden Jahres etwas gebessert. Die Kreditvergabe wurde als stabil bezeichnet. Die ersten Schätzungen der US-Regierung zum Bruttoinlandsprodukt des zweiten Quartals zeigen einen Rückgang von nur noch 0.7 Prozent. Im ersten Quartal war die US-Wirtschaft noch um 5.5 Prozent geschrumpft. Für das gesamte Jahr 2009 geht BAKBASEL von einem Rückgang des US-Bruttoinlandsproduktes um 3.0 Prozent aus. Für das Jahr 2010 erwarten wir für die US-Wirtschaft wieder ein verhaltenes Wachstum von 1.2 Prozent. Die wieder positive Entwicklung wird dabei zum grossen Teil von den massiven fiskalpolitischen Impulsen im Rahmen der US-Konjunkturprogramme getragen.
Gute Nachrichten vom US-Häusermarkt In den USA mehren sich die Anzeichen für eine Stabilisierung des Immobilienmarktes. Das Standard & Poor's und Case Shiller Barometer zeigt im Juni des laufenden Jahres aufwärts. Die Verkäufe von Einfamilienhäuser sind im Juni um 11.0 Prozent auf 384'000 gestiegen und erlebten damit den höchsten Anstieg seit Ende 2000. Die Häuserpreise in den zwanzig grössten US-Städten sind im Mai 2009 um 0.5 Prozent gestiegen und erlebten damit den ersten Anstieg seit Juli 2006.
Japan: Steigende Produktion und fallende Verbraucherpreise Laut der japanischen Regierung ist die Produktion im Juni des laufenden Jahres um 2.4 Prozent gestiegen. Dies stellt den vierten monatlichen Anstieg in Folge dar. Die Verbraucherpreise sind im Juni 2009 um 1.7 Prozent gefallen. Dieser durch die sinkende Nachfrage beschleunigte Rückgang war der vierte Rückgang in Folge. Der Preisverfall bei Energie, die zunehmende Arbeitslosigkeit und die Konsumzurückhaltung trugen jeweils zu diesem Preisverfall bei. Im gesamten Jahr 2009 rechnet BAKBASEL mit einem Preisrückgang in Japan um 1.1 Prozent.
Erholung der chinesischen Wirtschaft Die Zentralbank in Peking teilte mit, dass das Wachstum im zweiten Quartal 2009 auf das Jahr umgerechnet saisonbereinigt 14.9 Prozent betrug. Damit erholt sich die chinesische Wirtschaft von der weltweiten Krise deutlich. Mitte Juli des laufenden Jahres wurde die Zunahme des Bruttoinlandsproduktes für den Zeitraum April bis Juni 2009 noch mit 7.9 Prozent angegeben. Diese Zahlen sprechen für unsere Prognose, die davon ausgeht, dass die konjunkturelle Erholung 2009 in den aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften dank zyklischer Faktoren und einer – besonders in China – sehr expansiv ausgerichteten Fiskalpolitik am stärksten ausfallen dürfte. Die in den vergangenen Jahren verzeichneten zweistelligen Wachstumsraten werden allerdings nicht wieder erreicht.
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