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Kommentar zur Woche 30
24.07.2009
Schweiz: Rekordrückgang beim Aussenhandel
Gemäss den Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) verringerten sich die nominalen Exporte und Importe im ersten Halbjahr um jeweils 16 Prozent (real: -17% respektive -10%). Dabei akzentuierte sich die negative Dynamik im zweiten gegenüber dem ersten Quartal in beide Handelsrichtungen. Der höchste je gemessene Rückgang der halbjährlichen Warenexporte traf die Metallindustrie mit einem nominellen Minus von 38 Prozent besonders hart, wobei alle Exportbranchen ein Absatzminus verzeichneten. Am Besten schnitt der Bereich Nahrungs- und Genussmittel mit einer knappen nominellen Abnahme von 0.5 Prozent ab. Bei den Importen verzeichneten in den ersten sechs Monaten ebenfalls alle Bereiche einen kräftigen Rückgang. Die stärksten nominalen Verringerungen wurden bei den Energieträgerexporten und Rohstoffen/Halbfabrikaten gemessen, die aufgrund des massiven Einbruchs der Energiepreise nominal um 30 Prozent respektive um 27 Prozent abnahmen. Auf realer Basis verbuchte ersterer Bereich als einzige Branche mit einem Plus von 5.9 Prozent eine positive Zuwachsrate. Am geringsten sanken mit einem Minus von 4 Prozent die Konsumgüter (real: -1.5%). Gesamthaft verzeichnete die Handelsbilanz einen Überschuss von 9 Milliarden Schweizer Franken.
Die stark rückläufigen Exporte vom Juni dürften den negativen Höhepunkt der gegenwärtigen Krise markieren und BAKBASEL rechnet mit einer allmählichen Stabilisierung der Handelsströme.

Weiter sinkende Industrieaufträge im EURO-Raum
Trotz des starken Plus der Industrieaufträge in Deutschland (+5%) verzeichnete die EURO-Zone im Mai verglichen mit dem Vormonat einen Rückgang der Aufträge um 0.2 Prozent. Das Plus bei den Investitionsgüteraufträgen von 0.4 Prozent wurde durch die um 1.1 Prozent gesunkenen Verbrauchsgüteraufträgen überkompensiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat registrierte die Industrie im EURO-Raum 30.1 Prozent weniger Bestellungen.

Steigendes Geschäftsklima in Deutschland und Frankreich
Der ifo-Geschäftsklimaindex des ifo Institut für Wirtschaftsforschung stieg im Juli deutlich von 85.9 auf 87.3 Punkte. Bis auf den Einzelhandel hellte sich die Stimmung in allen untersuchten Bereichen auf. Auch in Frankreich verbesserte sich das Geschäftsklima. Der vom nationalen Statistikamt Insee herausgegebene Index erhöhte sich um zwei auf 78 Punkte. BAKBASEL erwartet für die EURO-Zone ingesamt ein deutlicher Rückgang des BIPs um 4.7 Prozent für 2009 und für das kommende Jahr ein kleines Wachstum von 0.1 Prozent.

USA: Positive Zeichen bei den Frühindikatoren und Häusermarkt
Laut dem Conference Board sank der Index der gleichlaufenden Konjunkturindikatoren weiter um 0.2 Prozent. Währenddessen stieg der Index der vorauslaufenden Konjunkturindikatoren um 0.7 Prozent, wobei es sich um den dritten Anstieg in Folge handelt. Positive Signale sendete auch der Häusermarkt aus: Die Verkäufe bestehender Eigenheime stiegen im Juni auf das Jahr hochgerechnet um 3.6 Prozent. Wie die US-Hausfinanzierungsagentur mitteilte, legte auch der Hauspreisindex im Mai um knapp 1 Prozent zu, während die Preise noch im April gefallen waren.
BAKBASEL erwartet für das laufende Kalenderjahr für die USA ein BIP-Rückgang von 3.0 Prozent und für 2010 ein Wachstum von 1.2 Prozent.

Etwas weniger stark rückläufige Exporte in Japan
Wie das Finanzministerium in Tokio bekannt gab, gingen die Ausfuhren gingen im Juni in Japan im Vergleich zum Vorjahr um 35.7 Prozent zurück. Im Vormonat wurde noch einen Rückgang von 40 Prozent verzeichnet, womit sich die Talfahrt etwas verringerte.
Für Japan rechnet BAKBASEL mit einer Verringerung des BIPs in diesem Jahr um 6.1 Prozent. Im 2010 dürfte Japan wieder leicht wachsen (+0.9 Prozent).



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