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Services > News & Media > News > Archive 2009  
   
Kommentar zur Woche 29
17.07.2009
Rückgang der Schweizer Detailhandelsumsätze
Gemäss den Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) gingen die Detailhandelsumsätze im Mai 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 1.4 Prozent zurück, dies bei gleichbleibender Anzahl Verkaufstage. Die nominalen Umsätze nahmen im Vergleich zum Mai 2008 ebenfalls um 1.4 Prozent ab. Bei den Warengruppen verzeichneten nur die Gruppen «Unterhaltungs- und Büroelektronik» (+15.3%), «Küche, Haushalt» (+4.6%) und «Gesundheit, Körperpflege, Schönheit» (+2.9%) Zuwächse der realen Umsätze. Den grössten realen Umsatzrückgang registrierte die Warengruppe «Bekleidung, Schuhe» (-9.5%), gefolgt von «Wohnungseinrichtung» (-5.3%), «Do-it-yourself, Freizeit» (-4.9%) und «Kultur» (-3.9%). Deutliche Rückgänge der realen Umsätze verzeichneten vor allem die mittleren und kleinen Unternehmen, während die grossen Unternehmen nur ein Minus von 0.4 Prozent verzeichneten. Für das Gesamte Jahr 2009 erwartet BAKBASEL eine Stagnation im Detailhandel. Auch im kommenden Jahr sind für den Detailhandel keine substanziellen Impulse zu erwarten. Dem sich wieder langsam aufhellenden Konjunkturhimmel stehen eingeschränkte private Haushaltsbudgets und steigende Arbeitslosigkeit entgegen.

Schweiz: Unveränderte Produzenten- und Importpreise im Juni
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise blieb im Juni 2009 gegenüber dem Vormonat insgesamt stabil. Zwischen den einzelnen Produktgruppen gab es aber zum Teil unterschiedliche Tendenzen. So verzeichneten vor allem Mineralölprodukte steigende Preise, während landwirtschaftliche Produkte, Metalle und Metallprodukte sowie Geräte der Informatik und der Nachrichtentechnik zu tieferen Preisen verkauft wurden. Der Stand des Gesamtindexes beträgt 106.3 Punkte (Basis Mai 2003 = 100). Innert Jahresfrist sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 5.6 Prozent, wofür insbesondere die im Vergleich zum Vorjahr stark gesunkenen Preise für Erdöl- und Metallprodukte verantwortlich waren.

Chinas Wirtschaft legt im zweiten Quartal um 7.9 Prozent zu
Gemäss der am Donnerstag veröffentlichten Daten des Chinesischen Statistikamtes NBS legte das Bruttoinlandsprodukt Chinas im zweiten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal um 7.9 Prozent zu. Damit hat Chinas Wirtschaft wieder deutlich an Fahrt gewonnen, nachdem im ersten Quartal ein etwas schwächeres Plus von 6.1 Prozent resultierte. Ein wesentlicher Treiber für die Konjunkturwende ist sicherlich das staatliche Ausgabenpaket, das vor allem Infrastrukturmassnahmen aber auch steuerliche Erleichterungen für den Privatsektor vorsieht. Diese milliardenschweren Konjunkturprogramme haben den Binnenmarkt dermassen gestützt, dass die Einbrüche im Exportgeschäft deutlich überkompensiert wurden. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet BAKBASEL beim chinesischen Bruttoinlandsprodukt einen Anstieg zwischen 6.5 und 7 Prozent. Diese auf den ersten Blick beeindruckende Wachstumsdynamik relativiert sich aber stark, wenn man bedenkt, dass Chinas Wachstumsraten in den vergangenen Jahren jeweils deutlich im zweistelligen Bereich lagen.

Detailhandelsumsätze in den USA geben Anlass für Optimismus
Wie das US-Handelsministerium mitteilte, stiegen die Detailhandelsumsätze in den USA im Juni um 0.6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das Umsatzplus im Juni wurde zur Hälfte durch den Autohandel getragen. Klammert man die Branche aus, legte der Einzelhandelsumsatz nur um 0.3 Prozent zu. Der Einzelhandelsumsatz gilt als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt. BAKBASEL erwartet trotz der Lichtblicke im Detailhandel für das Gesamtjahr 2009 einen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts in den USA um 3.0 Prozent.

Talfahrt der US-Industrie verlangsamt sich
Die US-Industrie ist zwar weiter auf Talfahrt, hat ihr Abwärtstempo aber spürbar verringert. Das verarbeitende Gewerbe drosselte die Produktion im Juni um nur noch 0.4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr lag die US-Industrieproduktion um 13.6 Prozent tiefer, bei der verarbeitenden Industrie erreichte der Rückgang 15.5 Prozent.
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