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Kommentar zur Woche 28 |
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10.07.2009 |
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Arbeitslosigkeit im Juni 2009 weiter angestiegen Gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO waren Ende Juni 2009 140’253 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Das sind 5’125 mehr als im Vormonat. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg damit von 3.4 Prozent im Mai 2009 auf 3.6 Prozent im Juni. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 48’776 Personen (+53.3%). Im April 2009 waren 68’929 Personen von Kurzarbeit betroffen, 27’907 Personen mehr (+68.0%) als im Vormonat. Der Arbeitsmarkt wird durch die Krise in Mitleidenschaft gezogen. Besonders in den krisenexponierten und exportorientierten Branchen rechnet BAKBASEL im laufenden Jahr mit einem starken Rückgang der Erwerbstätigenzahlen. Im laufenden Jahr dürfte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote bei etwa 4 Prozent liegen. Da der Arbeitsmarkt leicht verzögert auf eine Krise reagiert, ist für die Erwerbstätigenzahl im kommenden Jahr noch keine Erholung in Sicht. BAKBASEL rechnet für das Jahr 2010 weiterhin mit überwiegend negativen Wachstumsraten bei der Zahl der Erwerbstätigen und einer Arbeitslosenquote von 5.2 Prozent.
Übernachtungszahlen in Schweizer Hotellerie im Sinkflug Die provisorischen Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen für die schweizerische Hotellerie im Mai 2009 insgesamt 2.4 Millionen Logiernächte, was gegenüber derselben Vorjahresperiode einem Rückgang von 10 Prozent entspricht. Dieser ist auf einen Rückgang von 13.0 Prozent bei der ausländischen Nachfrage, sowie auf einen Rückgang von 6.8 Prozent bei den Schweizer Gästen zurückzuführen. Von Januar bis Mai 2009 lag die kumulierte Zahl der Logiernächte bei 14 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von 7.9 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. Bezüglich der Herkunftsländer registrierten im Mai 2009 die Gäste aus Deutschland den stärksten absoluten Rückgang mit einem Minus von 67'000 Logiernächten (-14%) gegenüber der Vorjahresperiode. Es folgen das Vereinigte Königreich (-29%) und die Vereinigten Staaten (-15%). Der Tourismus reagiert als stark exportabhängiges Luxusgut sehr sensitiv auf die konjunkturelle Entwicklung und leidet besonders unter der Weltwirtschaftskrise. BAKBASEL geht deshalb davon aus, dass die Wertschöpfung des Gastgewerbes im laufenden Jahr sehr deutlich und auch im kommenden Jahr noch schrumpfen wird.
Schweiz: Rekordjahr der Konkurse Gemäss der Wirtschaftsauskunft Dun and Bradstreet (D&B) haben in der Schweiz seit Anfang des Jahres so viele Unternehmen Konkurs angemeldet wie noch nie in den letzten zehn Jahren. Insgesamt sind 2'455 Firmen Pleite gegangen, 32 Prozent mehr als im Jahr 2008. Stark angestiegen ist die Zahl der Firmenkonkurse insbesondere in den Monaten Mai und Juni, als 51 respektive 70 Prozent mehr Konkurse angemeldet wurden als 2008.
Weniger neue Strassenfahrzeuge Das Bundsamt für Statistik (BFS) hat diese Woche bekannt gegeben, dass die Inverkehrsetzung neuer Strassenfahrzeuge im Mai 2009 gegenüber dem Vorjahresmonat um 12.5 Prozent gesunken ist. Im Zeitraum Januar bis Mai 2009 sieht es ähnlich aus. Hier beträgt die Abnahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum -11.6 Prozent.
Deutsche Industrieproduktion macht Hoffnung Das deutsche Wirtschaftsministerium in Berlin teilte mit, dass die Auftragseingänge in der Industrie im Mai 2009 gegenüber dem Vormonat um 4.4 Prozent gestiegen sind. Die Ordereingänge erhöhten sich damit das dritte Mal in Folge. Im Vergleich zum Vorjahresniveau fallen die Auftragseingänge aber noch deutlich niedriger aus. Die veröffentlichten Indikatoren stehen im Einklang mit unserer Basisprognose einer Bodenbildung zum Jahresende 2009. Es scheint, dass die positiven Impulse der Finanzmarktstabilisierungsmassnahmen, der weltweit sehr expansiv ausgerichteten Geld- und Fiskalpolitik und der deutlich gesunkenen Rohstoffpreise zunehmend Wirkung zeigen. Insbesondere hat das bis vor kurzem noch extrem hohe Misstrauen der Wirtschaftsakteure nachgelassen. Daher rechnet BAKBASEL für das kommende Jahr 2010 in Deutschland mit einer Stagnation der Wirtschaftsleistung.
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