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Kommentar zur Woche 26 |
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26.06.2009 |
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Dynamische Entwicklung des Schweizer Jurabogens in 2008 Gemäss den Schätzungen von BAKBASEL konnten die Kantone entlang des Jurabogens innerhalb der Schweiz das stärkste Wirtschaftswachstum verbuchen. Dank der im vergangenen Jahr noch hervorragend ausgelasteten Investitionsgüter- und Uhrenindustrie erzielten insbesondere die beiden Kantone Jura und Neuenburg im 2008 hohe Wachstumsraten von über 3 Prozent. Mit den Kantonen Solothurn und Waadt sind 2008 zwei weitere Industriekantone aus dem Jurabogen vorne in der Wachstumsrangliste vorzufinden. Dazu gesellt sich der Kanton Zug, der von seinen guten Standortfaktoren und der Nähe zu Zürich profitierte. Am Ende der Wachstumsrangliste finden sich die Schweizer Finanzplätze. Vor allem Zürich, aber auch Genf und das Tessin bekamen die direkten Auswirkungen der Finanzkrise als erste Kantone zu spüren. Ebenfalls mehrheitlich in der zweiten Hälfte des Rankings sind die Kantone der Ostschweiz platziert. Im laufenden Jahr werden die 2008 noch wachstumsstarken Kantone des Jurabogens infolge ihrer Ausrichtung auf Investitionsgüter und Uhren sowie der deutlich schwächeren Exportnachfrage am meisten unter der Weltwirtschaftskrise leiden. Zudem wird auch in den Finanzzentren die Wertschöpfung nochmals überdurchschnittlich stark abnehmen.
Schweizer Aussendhandel leidet weiter Wie die neuste Aussenhandelsstatistik der Eidgenössischen Zollverwaltung für den Monat Mai zeigt, hat sich der Einbruch des Schweizer Aussenhandels weiter verstärkt. Gesamthaft gingen im Mai 2009 die wertmässigen Exporte um 19.1 Prozent gegenüber dem Mai 2008 zurück (real: -20.7%). Bei den Importen resultierte ein nominales Minus von 21.8 Prozent (real:16.7%). Der kumulierte Rückgang der nominalen Exporte in den Monaten Januar bis Mai beträgt 14.6 Prozent, bei den nominalen Importen 15.9 Prozent. Bei den Hauptwarengruppen musste in den ersten fünf Monaten des Jahres 2009 die Metallindustrie (nominal: -37.3%) den stärksten Exporteinbruch hinnehmen. Auch die Textilindustrie (-25.4%), die Uhrenindustrie (-25.0%) und die Maschinen- und Elektroindustrie (-24.1%) verzeichneten einen markanten Rückgänge der ausländischen Nachfrage. Bis zum jetzigen Zeitpunkt entwickelten sich demgegenüber die Ausfuhren in den Bereichen Nahrungs- und Genussmittel (-0.1%), Präzisionsinstrumente (-4.2%) und Chemische Industrie (-4.6%) vergleichsweise stabil. Hauptverantwortlich für den Exporteinbruch ist vor allem die schwache Nachfrage aus Europa. Die Schweizer Ausfuhren in die EU gingen in den Monaten Januar bis Mai um 16.9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Nach Nordamerika konnten Schweizer Produzenten 9.6 Prozent weniger Güter exportieren, in den asiatischen Raum 8.9 Prozent weniger. BAKBASEL rechnet für das Gesamtjahr 2009 mit einem Rückgang der Schweizer Güterexporte von 12.7 Prozent und bei den Importen von 7.8 Prozent.
Schweizer Baupreise sinken Wie das Bundesamt für Statistik mitteilte, sank der Baupreisindex zwischen Oktober 2008 und April 2009 um 2.0 Prozent. Dabei handelt es sich um den ersten Rückgang seit April 2003. Gründe für die Preisrückgänge liegen in der allgemeinen Krisenstimmung und der stark negativen Entwicklung bei Baumaterialien, hauptsächliche bei Treibstoffen, Metalle und Metallprodukten. Gemäss den Erhebungen des BFS war der Preisrückgang im Tiefbau mit 3.9 Prozent deutlich ausgeprägter als beim Hochbau (-1.4%). Im Jahresvergleich (April 2008 - April 2009) resultierte ein Rückgang des Baupreisindexes von 0.3 Prozent.
Kaum Stimmungsverbesserung der deutschen Firmen Die allgemeine Stimmung der deutschen Firmen hat sich im Juni 2009 zwar leicht verbessert, bleibt im langfristigen Vergleich aber auf tiefem Niveau. Der vom Ifo monatlich erhobene Geschäftsklimaindex, basierend auf der Befragung von 7'000 deutschen Unternehmen, stieg im Juni auf 85.9 Punkte, nach 84.3 Zählern im Mai und 83.7 im April. Vor einem Jahr notierte der Index jedoch bei 100.9 Punkten. Von einer Erholung kann somit weiterhin nicht gesprochen werden, sondern lediglich von etwas weniger Pessimismus. BAKBASEL erwartet 2009 eine Schrumpfung des deutschen BIPs von 6.3 Prozent.
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