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Kommentar zur Woche 24 |
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12.06.2009 |
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Schweiz kommt besser durch die Rezession als Eurozone Die Schweizer Volkswirtschaft befindet sich gegenwärtig in der tiefsten Rezession seit dem Jahr 1975. Hierbei zeigen sich die negativen realwirtschaftlichen Rückwirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise insgesamt etwas ausgeprägter als noch im Frühjahr erwartet. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die stark rückläufigen Schweizer Exporte und Unternehmensinvestitionen vom ersten Halbjahr 2009. Für das laufende Jahr 2009 erwartet BAKBASEL für das reale Bruttoinlandsprodukt der Schweiz einen Rückgang von 2.5 Prozent (bisherige Prognose vom März 2009: -2.1%). Trotz des markanten Einbruchs der gesamtwirtschaftlichen Leistung kommt die Schweizer Volkswirtschaft jedoch besser durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise als die meisten anderen Industriestaaten. Verglichen mit den USA, Grossbritannien oder Spanien profitiert die Schweizer Volkswirtschaft davon, dass sie nicht mit spekulativen Übertreibungen auf dem Immobilienmarkt zu kämpfen hat. Stützend wirkt ferner die - im Vergleich zu klassischen Exportnationen wie Japan oder Deutschland - grosse Bedeutung der relativ konjunkturresistenten pharmazeutischen Industrie. Aufgrund der hochwertigen Produkte und der relativen Unabhängigkeit vom Konjunkturzyklus können hier auch 2009 Zuwächse, wenn auch geringe, erwartet werden. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass die übrigen wichtigen Schweizer Exportbranchen (Investitionsgüter, Tourismus, Finanzsektor) insgesamt in erheblichem Masse unter dem rezessiven weltwirtschaftlichen Umfeld leiden. Seit Beginn des zweiten Quartals 2009 mehren sich die Anzeichen, dass der weltwirtschaftliche Abwärtstrend bereits an negativer Dynamik verliert. Insbesondere hat das bis vor kurzem noch extrem hohe Misstrauen der Wirtschaftsakteure nachgelassen. Der Vertrauensgewinn ist zugleich der wichtigste Grundstein für eine allmähliche Erholung der Weltwirtschaft. BAKBASEL erwartet, dass sich die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2010 in den meisten Industrie- und Schwellenländern stabilisiert. Für die Schweiz erwartet BAKBASEL im Jahr 2010 ein leichtes Wachstum von 0.2 Prozent, das vor allem von einem wieder leicht positiven Aussenhandel getragen wird.
Zwischenhoch auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Trotz der allgemein schlechten Konjunkturlage ist die Arbeitslosenquote im Mai erstmals seit mehreren Monaten leicht gesunken und beträgt neu 3.4 Prozent (-0.1% im Vergleich zum Vormonat), dies teilte das Bundesamt für Statistik (BfS) mit. Der Rückgang ist aber lediglich auf einen saisonal bedingten Aufschwung in der Bauwirtschaft zurückzuführen. Unter Herausrechnung dieser saisonalen Effekte zeigt sich im Vergleich zum Vormonat ein Anstieg der Arbeitslosenquote um 0.1 Prozent auf 3.5 Prozent. Aber auch saisonbereinigt zeigte sich der Schweizer Arbeitsmarkt bis anhin krisenresistenter als derjenige vieler anderer OECD-Länder. Doch auch dies dürfte sich bald ändern. Es ist davon auszugehen, dass der konjunkturelle Einbruch den Schweizer Arbeitsmarkt erst im Verlauf der kommenden Quartale voll erfassen wird. Dies gilt insbesondere für das Jahr 2010, wenn die gegenwärtig den Arbeitsmarkt stützenden Instrumentarien wie Kurzarbeit oder der Abbau von Überstunden auslaufen. Damit wird die Schweizer Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2010 nach Einschätzung von BAKBASEL auf 5.2 Prozent ansteigen (Stand Mai 2009: 3.4%).
Abnahme der Logiernächte in der Wintersaison trotz gutem April Wie das Bundesamt für Statistik mitteilt, konnte die Schweizer Hotellerie im April 2009 1.8 Prozent mehr Logiernächte (insgesamt 2.4 Mio.) verzeichnen als im Vorjahresmonat. Begründen lässt sich dieser Anstieg vor allem mit der diesjährigen Lage der Osterfeiertage (dieses Jahr im April, 2008 im März) sowie den besonders milden Wetterverhältnissen. Betrachtet man die Monate März und April zusammen und blendet damit die Auswirkungen der Osterfeiertage aus, so zeigt sich im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Abnahme der Logiernächte um 7.5 Prozent. Die touristische Wintersaison (November 2008 bis April 2009) verzeichnete einen Logiernächterückgang von 6.1 Prozent im Vergleich zur Vorjahressaison. Für die Sommersaison rechnet BAKBASEL mit einem Rückgang an Logiernächten um 7.2 Prozent (im Vergleich zum Vorjahr).
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