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Kommentar zur Woche 23 |
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05.06.2009 |
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Rasante Talfahrt der Schweizer Wirtschaft im ersten Quartal 2009 Das reale Bruttoinlandsprodukt der Schweiz (BIP) hat im 1. Quartal 2009 gegenüber dem 4. Quartal 2008 um 0.8 Prozent abgenommen. Negative Wachstumsimpulse gingen insbesondere vom Aussenhandel aus. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal wurde eine Abnahme des realen BIP um 2.4 Prozent registriert. Erneut legten die Konsumausgaben der privaten Haushalte mit 0.1 Prozent eine schwache Entwicklung an den Tag. Verglichen mit dem Vorquartal nahmen hingegen die Konsumausgaben des Staates um 1.4 Prozent zu. Die Abwärtsdynamik der Anlageinvestitionen war im ersten Quartal weniger ausgeprägt als in den vorherigen zwei Quartalen (-0.4%). So wurde für die Ausrüstungsinvestitionen eine Stagnation verzeichnet (+0.1%). Die Bauinvestitionen haben ihre negative Tendenz fortgesetzt (-1.0%). Der Rückgang der Exporte von Waren und Dienstleistungen setzte sich mit -5.4 Prozent leicht verlangsamt fort. Erneut waren die Warenausfuhren mit -6.6 Prozent stärker betroffen als die Dienstleistungsexporte (-2.3%). Im Gegensatz zu den Exporten verharrten die Importe von Waren und Dienstleistungen auf dem Niveau des Vorquartals (0.0%), wobei ein Sondereffekt bei den Warenimporten (ausgedehnte Einkäufe von Goldornamenten zum Einschmelzen) massgeblich zu ihrem Wachstum von 0.4 Prozent beigetragen hat. Die Einfuhren von Dienstleistungen gingen um 1.6 Prozent zurück. Produktionsseitig konnte die Wertschöpfung im durch öffentliche Dienstleistungen geprägten Bereich gegenüber dem Vorquartal um 0.6 Prozent gesteigert werden. Im Bereich Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Nachrichtendienste resultierte ebenfalls ein Wertschöpfungsplus von 0.2 Prozent. Demgegenüber verzeichnete der durch Finanzmarktdienste geprägte Sektor einen starken Wertschöpfungsrückgang um 3.2 Prozent. Auch in der Landwirtschaft (-2.0%), im durch die Industrie dominierten Sektor (-1.0%) sowie im Baugewerbe (-0.8%) resultierten im Vergleich mit dem Vorquartal Wertschöpfungsrückgänge. BAKBASEL erwartet für das gesamte Jahr 2009 einen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts um 2.1 Prozent. Für 2010 rechnen wir im Einklang mit der weltwirtschaftlichen Entwicklung wieder mit einem bescheidenen Wachstum von 0.6 Prozent.
Schweiz: Deutlich rückläufige Jahresteuerung im Mai Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Mai 2009 einen Anstieg um 0.2 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 103.5 Punkten (Dezember 2005 = 100). Innert Jahresfrist ging die Teuerung um 1.0 Prozent zurück, verglichen mit einer ebenfalls rückläufigen Jahresrate von 0.3 Prozent im April 2009. Im Mai 2008 betrug die Jahresteuerung 2.9 Prozent. Die Zunahme des Landesindexes um 0.2 Prozent im Mai 2009 ist auf die höheren Indizes für Wohnen und Energie (+0.6%) sowie für Verkehr (+0.4%) zurückzuführen. Leicht rückläufig waren die Indizes für Hausrat und laufende Haushaltsführung, Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (je -0.2%), Restaurants und Hotels sowie Freizeit und Kultur (je -0.1%). Insgesamt unverändert blieben die Bereiche Nachrichtenübermittlung, Alkoholische Getränke und Tabak sowie Gesundheitspflege. BAKBASEL erwartet auch für die kommenden Monate negative Jahresteuerungsraten.
Euro-Raum steckt tief in der Rezession Gemäss der europäischen Statistikbehörde Eurostat sank das reale BIP der Eurozone im 1. Quartal 2009 um 2.5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Zudem meldete Eurostat, dass der Rückgang der Wirtschaftsleistung zum Jahresende 2008 stärker ausfiel als bisher angenommen: Die Behörde korrigierte das Minus des BIP von 1.6 auf 1.8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. BAKBASEL erwartet in der Euro-Zone für das laufende Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3.2 Prozent im vergleich zum Vorjahr.
Arbeitslosigkeit in Euro-Zone auf höchstem Stand seit 1999 Die aktuelle Wirtschaftskrise hat die Arbeitslosigkeit im Euro-Raum auf den höchsten Stand seit fast zehn Jahren getrieben. Gemäss den Angeben von Eurostat kletterte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im April auf 9.2 Prozent, nachdem sie im März 8.9 Prozent und im April 2008 noch 7.3 Prozent betragen hatte.
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