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Services > News & Media > News > Archive 2009  
   
Kommentar zur Woche 22
29.05.2009
Produzierendes Gewerbe mit Rückgang der Beschäftigung
Die Indikatoren des Beschäftigungsbarometers, das vom Bundesamt für Statistik (BFS) vierteljährlich veröffentlicht wird, weisen eine deutliche Wachstumsverlangsamung auf dem Arbeitsmarkt aus. Die Zahl der Erwerbstätigen und jene der Beschäftigten nahmen gegenüber dem Vorjahr insgesamt nur leicht zu. Am Ende des 1. Quartals 2009 zählte die Schweiz gemäss Erwerbstätigenstatistik (ETS; provisorische Werte) 0.6 Prozent mehr Erwerbstätige als ein Jahr zuvor. Dies ist die schwächste jährliche Wachstumsrate seit vier Jahren. Je nach Wirtschaftssektor bestehen jedoch Unterschiede. Der sekundäre Sektor zeigt einen leichten Rückgang. Gemäss der Beschäftigungsstatistik (BESTA) verzeichnete die Beschäftigtenzahl ein Jahreswachstum von 0.8 Prozent und ein Wachstum von 0.1 Prozent gegenüber dem letzten Quartal (saisonbereinigt). Im sekundären Sektor macht sich ein leichter Rückgang (-0.4%) bemerkbar, während sich das Beschäftigungswachstum im tertiären Sektor weiter verlangsamt (+1.3%).
Die in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren der BESTA deuten auf eine weitere Verlangsamung des Beschäftigungswachstums im 2. Quartal 2009 hin. Sowohl der Index der offenen Stellen (-37%) als auch der Indikator der Beschäftigungsaussichten (-8.2%) sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig.
Der Arbeitsmarkt wird durch die Krise in Mitleidenschaft gezogen. Besonders in den krisenexponierten und exportorientierten Branchen rechnet BAKBASEL im gesamten Jahr 2009 mit einem starken Rückgang der Erwerbstätigenzahlen. Ein Wachstum dürfte nur in spezialisierten Segmenten zu erwarten sein. 2010 dürfte der schwerste Sturm überstanden sein. Dennoch werden die meisten Branchen auch dann mit dem Aufbau neuer Mitarbeiterbestände noch äusserst vorsichtig sein. Ein substantieller Anstieg der Erwerbstätigenzahlen ist für keine Branche zu erwarten.

Schweizer Aussenhandel: Abwärtsbewegung der Ausfuhren verlangsamt sich
Die Exporte brachen im April um 17.5 Prozent auf 15'460 Mio. Fr. ein (real: - 17.6%). Bedingt durch Ostern schmälert sich der Rückgang arbeitstagbereinigt indes auf 8.9 bzw. 9.0 Prozent. Damit verlangsamte sich die bisherige steile Abwärtsentwicklung sichtbar. Saisonbereinigt (Vormonatsvergleich) zeigte sich nominal und real sogar ein deutlicher Anstieg. Die Preise der exportierten Waren blieben nahezu unverändert. Ohne die Preisentwicklung in der Pharmasparte resultierte jedoch ein Abschlag von 1.2 Prozent (real: - 16.5%).
Die Importe stürzten gleich um einen Viertel auf 12'898 Mio. Fr. ab (real: - 18.6%). Arbeitstagbereinigt betrug der Rückgang immer noch hohe 17.0 bzw. 10.1 Prozent, womit sich der bisherige Abwärtstrend insgesamt verstärkte. Saisonbereinigt (Vormonatsvergleich) fiel die nominale Rate noch negativer aus als im März 2009. Die Preise der Importgüter sanken um 7.6 Prozent - vor allem bedingt durch den Preisnachlass bei den Energieträgern. Die Preisentwicklung in der Pharmasparte übte im Berichtsmonat keinen Einfluss auf die Gesamtpreise aus.

Auftragseinbruch im deutschen Maschinenbau
Die dramatische Auftragslage im deutschen Maschinenbau hält an. Im April des laufenden Jahres brachen die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 58 Prozent ein, so der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagebau (VDMA). Das Inlandsgeschäft sei um 52 und die ausländischen Aufträge um 60 Prozent zurückgegangen. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich von Februar bis April 2009 beträgt das Minus 47 Prozent.

Deutschland: Arbeitslosenzahl sinkt
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte im Mai 2009 trotz der schlimmsten Wirtschaftsflaute seit Kriegsende 127'000 Arbeitslose weniger als noch im April. Die BA erklärte den Rückgang mit dem verspäteten Einsetzen der Frühjahrsbelegung. Die Arbeitslosenquote sank um 0.4 Prozentpunkte auf 8.2 Prozent.


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