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Competences > Location Factor Analysis:  
   
Kommentar zur Woche 10
06.03.2009
Rezession hat die Schweiz erreicht: Das reale BIP ging im 4. Quartal 2008 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0.6 Prozent zurück
Das reale Bruttoinlandprodukt der Schweiz (BIP) hat im 4. Quartal gegenüber dem 3. Quartal um 0.3 Prozent abgenommen. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal wurde eine Abnahme des realen BIP um 0.6 Prozent registriert. Negative Wachstumsimpulse gingen von den Anlageinvestitionen und von der Entwicklung der Handelsbilanz aus. Die privaten Konsumausgaben nahmen mit 0.1 Prozent, die Konsumausgaben des Staates nahmen im Vorquartalsvergleich um 0.7 Prozent zu. Die Anlageinvestitionen sind um 3.1 Prozent gesunken. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen sanken um 8.1 Prozent, wobei der Rückgang bei den Warenausfuhren mit -9.4 Prozent deutlich ausgeprägter ausfiel als bei den Dienstleistungen (-4.4%). Auch die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen mit 5.8 Prozent stark ab. Produktionsseitig war im Bereich Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Nachrichtendienste eine Wertschöpfungszunahme von 0.8 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu verzeichnen. Auch der durch öffentliche Dienstleistungen geprägte Bereich (+0.7%) und die Landwirtschaft (+0.1%) konnten ihre Wertschöpfung erneut steigern. Demgegenüber schrumpfte die Wertschöpfung im durch Finanzmarktdienste geprägten Sektor (-1.6%) das vierte Quartal in Folge. Auch der Industriesektor musste eine Wertschöpfungseinbusse um 1.3 Prozent hinnehmen und im Baugewerbe setzte sich der negative Trend erneut fort (-0.7%). Die aktualisierten BIP-Prognosen für die Schweiz und die Weltwirtschaft von BAK Basel Economics erscheinen am Dienstag 10. März 2009.

Schweiz: Leicht höheres Preisniveau im Februar 2009
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Februar 2009 einen Anstieg um 0.2 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 102.7 Punkten (Dezember 2005 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung ebenfalls 0.2 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 0.1 Prozent im Januar 2009 und von 2.4 Prozent im Februar 2008. Die Zunahme des Landesindex ist auf die höheren Indizes für Verkehr (+0.9%), Wohnen und Energie (+0.3%), Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0.3%), Restaurants und Hotels (+0.2%) sowie Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0.1%) zurückzuführen. Insgesamt unverändert verblieben die Bereiche Gesundheitspflege, Hausrat und laufende Haushaltsführung, Nachrichtenübermittlung, Alkoholische Getränke und Tabak sowie Freizeit und Kultur.

Schweiz: Rückgang der Logiernächte im Januar 2009
Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die schweizerische Hotellerie im Januar 2009 insgesamt 2.9 Millionen Logiernächte, was gegenüber derselben Vorjahresperiode einem Rückgang von 4.6 Prozent entspricht. Die ausländischen Gäste wiesen ein Minus von 5.8 Prozent auf, während bei den Besucherinnen und Besucher aus der Schweiz eine Abnahme von 3 Prozent registriert wurde. Von den Bergregionen verzeichnete Graubünden die stärkste absolute Abnahme gegenüber derselben Vorjahresperiode (-43'000 Logiernächte / -5.3%). Im Wallis lag der Logiernächterückgang bei 3.2 Prozent. Weniger deutlich ging die Logiernächtezahl im Berner Oberland zurück (-0.8%). Die stärkste prozentuale Abnahme registrierte die Region Basel mit einem Minus von 10 Prozent. Die Zentralschweiz verbuchte als einzige Tourismusregion eine Zunahme (+1.9%). In der gesamten Wintersaison 08/09 (November 2008 bis April 2009) dürfte die Zahl der Hotelübernachtungen um 2.4 Prozent tiefer ausfallen als im Vorjahr.

Europäische Zentralbank senkt Leitzins um 50 Basispunkte
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf den historischen Tiefststand von 1.5 Prozent gesenkt. Nach einer Pause im Februar geht damit die Serie der Zinssenkungen im Kampf gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise im Euroraum weiter. Ein Ende der seit Monaten anhaltenden Zinssenkungsperiode dürfte damit aber auch im Euro-Raum nicht erreicht sein. EZB-Chef Jean-Claude Trichet schloss weitere Zinssenkungen und „unkonventionelle Maßnahmen“ nicht aus, um den Geldmarkt zu stützen. Neben der EZB hat diese Woche auch die britische Notenbank ihren Leitzins auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gesenkt (0.5%).
           
               
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