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Kommentar zur Woche 51
27.12.2010
Schweiz: Produktivitätsentwicklung auf stabilem Kurs
Der sda-BAK Stundenproduktivitätsindex erreichte im dritten Quartal 2010 einen Stand von 120.5 Punkten. Im Vorquartalsvergleich bedeutete dies erneut eine leicht überdurchschnittliche Zunahme von 0.4 Prozent. Im Vorjahresvergleich ergibt der Produktivitätsindex für das dritte Quartal 2010 ein kräftiges Produktivitätswachstum von 1.8 Prozent. Erfreulicherweise erfuhren hierbei sowohl die gesamtwirtschaftliche Produktion als auch die im Produktionsprozess eingesetzten Arbeitsstunden eine kräftige Ausweitung. Die konjunkturelle Erholung ist definitiv auf dem Schweizer Arbeitsmarkt angekommen.
Mit der weiter voranschreitenden Normalisierung des Schweizer Arbeitsmarktes und der erwartungsgemäss nachlassenden gesamtwirtschaftlichen Dynamik, werden die Schweizer Produktivitätsgewinne in den kommenden Quartalen wieder schwächer ausfallen. Dies ist jedoch vor allem als Normalisierung nach der kräftigen Aufholjagd des Jahres 2010 zu deuten.
In der langfristigen Betrachtung hat sich die reale Stundenproduktivität in der Schweiz vom ersten Quartal 1994 bis zum dritten Quartal 2010 insgesamt um 20.5 Prozent erhöht. Das entspricht einer durchschnittlichen Produktivitätssteigerung von 0.3 Prozent pro Quartal. Werden die Jahresdurchschnitte 1994 bis 2009 betrachtet, ergibt sich eine Produktivitätssteigerung von durchschnittlich 1.1 Prozent pro Jahr.

Schweiz: Anhaltende Wachstumsverlangsamung der Exporte
Gemäss der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) hat sich die seit der Jahresmitte 2010 registrierte Wachstumsverlangsamung im Aussenhandel auch im November 2010 fortgesetzt. Im Vergleich zum selben Monat im Vorjahr sind die realen Exporte arbeitstagebereinigt – der November 2009 umfasste einen Arbeitstag weniger als jener im 2010 – um 3.5 Prozent gestiegen. Eine spürbare Verlangsamung gemässen an der Expansion der Vormonate (September: +8.5%, Oktober: +7.7%). Gesamthaft resultierte im Zeitraum von Januar bis November 2010 im Vergleich zur selben Periode im Vorjahr eine Zunahme der realen Exporte von 7.0 Prozent. Dabei stachen mit einem nominellen Umsatzwachstum von je 22 Prozent besonders die Ausfuhren der Uhren- und der Metallindustrie hervor. Erstere konnte alleine im November 2010 eine markante nominelle Zunahme von 30 Prozent verzeichnen.
Geografisch betrachtet konnten die Schweizer Ausfuhren im November 2010 in alle Regionen mit der Ausnahme Afrikas zulegen. Besonders nach Asien wurden deutlich mehr Güter geliefert (+15.4%), wobei China, Hongkong und Singapur mit einem Anstieg von 50 Prozent und mehr aussergewöhnlich stark zulegen konnten. Selbst gegenüber der EU wuchsen die nominellen Exporte moderat um 4.5 Prozent, trotz des starken Schweizer Frankens im Vergleich zum Euro.

Schweiz: Zunahme der Erwerbstätigen
Nach der neusten schweizerischen Arbeitskräfteerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) ist die Zahl der erwerbstätigen Personen zuletzt angestiegen. Im dritten Quartal 2010 zählte die Schweiz 4.618 Mio. Erwerbstätige, was im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres eine Zunahme um 1.0 Prozent darstellt. Besonders bei den Männern konnte innert Jahresfrist ein Wachstum verzeichnet werden (+1.9%), während die Anzahl an erwerbstätiger Frauen stagnierte (-0.1%). Die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen ist deutlich stärker angestiegen (+2.5% auf 1.276 Mio.) als jene der schweizerischen Erwerbstätigen (+0.4% auf 3.342 Mio.). Insbesondere die Grenzgängerinnen und Grenzgänger verzeichneten eine ausgeprägte Zunahme (+5.1%).

Japan: Leitzinsen unverändert
Der geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) hat an seinem letzten Treffen entschieden, den Leitzins unverändert zu lassen. So liegt das Zielband nach wie vor zwischen 0.0 und 0.1 Prozent. Damit soll, so die Begründung, die zwar anhaltenden aber schwachen Erholung der japanischen Wirtschaft unterstützt werden. Zudem wird weiterhin mit einer flachen bis sinkenden Entwicklung der Konsumentenpreise gerechnet, was es der BoJ ermöglicht, die sehr expansive und lockere Geldpolitik fortzuführen.
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