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Kommentar zur Woche 46
22.11.2010
Schweiz: Aussenhandel sehr gut in Fahrt
Die am Donnerstag 18. November von der Oberzolldirektion publizierten Zahlen für den Oktober 2010 weisen nicht arbeitstagbereinigt das höchste Exportwachstum gegenüber dem Vorjahr für die Uhren- und Metallindustrie aus (nominal +18.0%, +13.5%). Auch die übrige Investitionsgütergruppe, die Maschinen- und Elektronikindustrie, ist mit 8.7 Prozent stark gewachsen, womit das Wachstum über dem bisherigen Jahresdurchschnitt liegt (+6.9%). Die Exporte nahmen insgesamt nominal um 2.0 Prozent zu und stiegen auf 16.7 Milliarden Schweizer Franken.
Bei den Importgütern wurde das im bisherigen Jahresverlauf durchschnittlich erzielte Wachstum von 7.9 Prozent nicht erreicht. Im Oktober stiegen die Importe nicht arbeitstagbereinigt um nominal 4.2 Prozent auf 14.6 Milliarden Franken. Nach Verwendungszweckgruppen gegliedert stiegen vor allem die Rohstoffe und Halbfabrikate sowie die Konsumgüter (+6.4%, +5.9%) stark an. Die Investitionsgüter wuchsen nur leicht (+1.8%), die Gruppe Energieträger schrumpfte um -5.1 Prozent.

EU und Eurozone: Aussenhandel zieht an
Der Aussenhandel in der EU hat in den ersten drei Quartalen 2010 deutlich angezogen. Die nicht saisonbereinigten Zahlen von Eurostat zeigen ein Wachstum der Exporte in den ersten neun Monaten von 22 Prozent auf 982.0 Milliarden Euro, und ein Wachstum der Importe von 23 Prozent auf 1090.3 Milliarden Euro in den 27 Mitgliedstaaten.
Die Ausfuhren der Eurozone wuchsen gegenüber der Vorjahresperiode um 19 Prozent auf 1120.1 Milliarden Euro, die Einfuhren um 21 Prozent auf 1120.8 Milliarden Euro.

Eurozone: Teuerung im Euroraum auf 1.9 Prozent gestiegen
Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Oktober 2010 bei 1.9 Prozent, gegenüber 1.8 Prozent im September. Die jährliche Inflationsrate misst die Preisveränderungen im laufenden Monat gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Die Hauptkomponenten mit den höchsten jährlichen Raten waren im Oktober 2010 Verkehr (4.3%), Alkohol und Tabak (3.4%) sowie Wohnung (3.2%).
Die monatliche Inflationsrate betrug im Oktober 2010 0.4 Prozent. Mit dieser Masszahl werden die Preisveränderungen im laufenden Monat gegenüber dem Vormonat wiedergegeben. Die Hauptkomponenten mit den höchsten monatlichen Raten waren Bekleidung und Schuhe (3.3%),  Erziehung und Unterricht (0.6%) sowie Wohnung (0.4%).

USA: Konsumentenpreisindex zum dritten mal in Folge konstant
Gemäss Berechnungen des amerikanischen Arbeitsministeriums ist der Konsumentenpreisindex für die USA im Oktober im Vormonatsvergleich zum dritten Mal in Folge konstant geblieben. Der Index wurde ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise gerechnet, da diese in den USA stark schwanken. Der Teilindex für Dienstleistungen wuchs um 0.1 Prozent, wurde jedoch wieder ausgeglichen vom Teilindex Güter (zum Beispiel ging die Subgruppe gebrauchte Fahrzeuge
um -0.9% zurück). Im Vorjahresvergleich ist der Index um 0.6 Prozent angestiegen.
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