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Kommentar zur Woche 38 |
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27.09.2010 |
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Schweiz: Die Produktivitätsaufholjagd lässt nach Der sda-BAK Stundenproduktivitätsindex erreichte im zweiten Quartal 2010 einen Stand von 120.5 Punkten. Gegenüber dem ersten Quartal 2010 bedeutet dies eine Zunahme von 0.4 Prozent. Damit hielt die seit dem dritten Quartal 2009 aufwärts gerichtete Produktivitätsentwicklung weiter an, wenn auch mit abgeschwächter Intensität. Die Abschwächung ist vor allem Ausdruck der Normalisierung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. Während die gesamtwirtschaftliche Produktion im zweiten Quartal 2010 erneut kräftig expandierte, wurden produktivitätsstützende Sondermassnahmen, wie der Einsatz von Kurzarbeit, deutlich zurückgeführt und die Beschäftigung ausgeweitet.
Im Vorjahresvergleich ergibt der Produktivitätsindex für das zweite Quartal 2010 ein kräftiges Produktivitätswachstum von 2.5 Prozent. Allerdings ist zu bedenken, dass die Schweizer Produktivität im gleichen Zeitraum des Vorjahres um hohe 2.8 Prozent eingebrochen war. Mit der weiter voranschreitenden Normalisierung des Schweizer Arbeitsmarktes und der erwartungsgemäss nachlassenden gesamtwirtschaftlichen Dynamik, werden die Schweizer Produktivitätsgewinne in den kommenden Quartalen im Vorjahresvergleich wieder schwächer ausfallen. Eine im Vorjahresvergleich rückläufige Produktivitätsentwicklung ist aber nach Einschätzung von BAKBASEL nicht zu erwarten.
Schweiz: Rückgang der Exporte im Vormonatsvergleich Gemäss den neusten Veröffentlichungen der Eidgenössischen Zollverwaltung mussten die realen saisonbereinigten Exporte im August im Vormonatsvergleich einen Rückgang von 1.4 Prozent hinnehmen (Juli 2010: +2.6%). Durch die gleichzeitige Zunahme der Importe um 9.1 Prozent im Vergleich zum Juli resultierte im August 2010 ein deutlich geringerer Handelsbilanzüberschuss. Für das gesamte Jahr 2010 rechnet BAKBASEL mit einem Anstieg der Ausfuhren um 10.0 Prozent (2009: -8.7%) und einem Wachstum der Einfuhren von 8.1 Prozent (2009: -5.4%).
Deutschland: Verbessertes Geschäftsklima Der vom Deutschen Wirtschaftsforschungsinstitut ifo publizierte Index zum Geschäftsklima hat sich im September erneut verbessert. Neu liegt der Gesamtindex auf einem Stand von 106.8 Punkten, beinahe so hoch wie gegen Ende des Jahres 2006. Das konjunkturelle Hoch in Deutschland hält somit an. Für das Jahr 2010 prognostiziert BAKBASEL in Deutschland eine Zunahme der realen Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr von 3.1 Prozent (2009: -4.7%).
Frankreich: BIP Wachstum beschleunigt Nach den vom Nationalen Statistikamt Frankreichs (Insee) veröffentlichten Daten zum zweiten Quartal, hat sich das Wachstum des Bruttoninlandsprodukts (BIP) mit einer Zunahme von 0.7 Prozent im zweiten Quartal beschleunigt (2010Q1: +0.2%). Besonders die Inlandnachfrage, getragen von den Bruttoanlageinvestitionen, wirkt als Stütze der Wirtschaft. Im Jahre 2010 rechnet BAKBASEL in Frankreich mit einer Ausweitung der Wirtschaftsaktivität um 1.5 Prozent (2009: -2.5%).
USA: Leitzins bleibt unverändert Die Notenbank der Vereinigten Staaten (Fed) kündigte nach der letzten Sitzung ihres Geldpolitischen Ausschusses ein Fortführen der lockern Geldpolitik an. Dies beinhaltet das Beibehalten des historischen tiefen Zinsniveaus. Das Zielband liegt weiterhin zwischen 0 und ¼ Prozent. Begründet wird der Entscheid mit der erwarteten bescheidenen Wirtschaftsentwicklung und dem daraus resultierenden fehlenden Inflationsdruck in naher Zukunft. BAKBASEL erwartet für 2010 ein Wachstum des BIP in den USA von 2.7 Prozent (2009: -2.6%). |
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