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Kommentar zur Woche 35
06.09.2010
Kräftiges Quartalswachstum der Schweizer Volkswirtschaft
Im zweiten Quartal 2010 ist das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um 0.9 Prozent gestiegen. Dieses Wachstum wurde vor allem von der Inlandsnachfrage getragen. Demgegenüber haben sich die Antriebskräfte der Ausfuhren im Jahresverlauf etwas abgeschwächt. Stabil geblieben ist der private Konsum. Gegenüber dem zweiten Quartal 2009, welches den Tiefpunkt der Rezession markiert hatte, resultierte ein BIP-Wachstum von 3.4 Prozent. Insgesamt rechnet BAKBASEL für 2010 mit einem BIP-Wachstum von 1.9 Prozent.

Stabile Konsumentenpreise in der Schweiz
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise blieb im August 2010 gegenüber dem Vormonat unverändert auf dem Stand von 103.4 Punkten. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0.3 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 0.4 Prozent im Juli 2010 und von -0.8 Prozent im August 2009. Bei insgesamt nur schwachen Preisschwankungen waren die Preise für Verkehr (-0.3%), Wohnen und Energie (-0.2%) sowie für Gesundheitspflege (-0.1%) rückläufig. Höher als im Vormonat notierten dagegen die Bereiche Hausrat und laufende Haushaltsführung (+0.4%), Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0.3%), Alkoholische Getränke und Tabak (+0.2%), Sonstige Waren und Dienstleistungen, Restaurants und Hotels sowie Freizeit und Kultur (je +0.1%). Fürs gesamte 2010 prognostiziert BAKBASEL eine Zunahme der Konsumentenpreise um 0.9 Prozent.

Realer Umsatzanstieg von 0.7 Prozent im Schweizer Detailhandel
Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind die realen, saisonbereinigten Detailhandelsumsätze im Juli 2010 gegenüber Juni 2010 um 0.7 Prozent gestiegen (nominal +0.6%). Nicht saisonbereinigt stiegen die realen Detailhandelsumsätze im Juli 2010 um 4.8 Prozent gegenüber Juli 2009 (nominal +3.0%). Die höchste Zunahme war dabei im Bereich der Nicht-Nahrungsmittel zu beobachten. Gegenüber Juni 2010 erreichte der Nicht-Nahrungsmittelsektor ein Plus
von 2.0 Prozent (nominal +1.0%), im Vergleich zum Juli 2010 resultierte ein Plus von 5.5 Prozent(nominal +2.9%). Fürs gesamte 2010 erwartet BAKBASEL ein Wachstum der realen Detailhandelsumsätze von 1.4 Prozent.

Schweizer Tourismus im Hoch
Laut provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz im Juli 2010 insgesamt 4.3 Millionen Logiernächte, was gegenüber Juli 2009 einer Zunahme um 5.3 Prozent (+214'000 Logiernächte) entspricht. Rund 2.5 Millionen Logiernächte gingen auf das Konto der ausländischen Gäste (+6.9%). Die Gäste aus dem Inland verzeichneten 1.8 Millionen Logiernächte (+3.1%). Die kumulierte Zahl der Logiernächte von Januar bis Juli 2010 betrug 21.7 Millionen. Dies entspricht einer Zunahme um 2.7 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. Die ausländischen Gäste verzeichneten 12.5 Millionen Logiernächte und damit einen Anstieg um 2.6 Prozent. Mit insgesamt 9.3 Millionen Logiernächten wies die inländische Nachfrage eine leicht höhere prozentuale Zunahme (+2.9%) auf. Für die kommende Wintersaison dürfte jedoch der schwache Euro zu einem Rückgang der Logiernächte um 1.1 Prozent führen.

Anziehende europäische Wirtschaftsleistung
Sowohl in der Eurozone als auch in der EU27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 1.0 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im ersten Quartal hatte das Wachstum 0.3 Prozent betragen. Neben Deutschland (+2.2%) trugen Finnland (+3.1%) und Litauen (+3.2%) überdurchschnittlich zum Wachstum in Europa bei. Dagegen hielt die Rezession in Griechenland an (-1.5%). Im Vergleich zum zweiten Quartal 2009 wuchs das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone und in der EU27 gleichermassen um 1.9 Prozent. Im ersten Quartal lag das Wachstum im Jahresvergleich bei 0.8 Prozent beziehungsweise 0.7 Prozent. Für das ganze Jahr 2010 rechnet BAKBASEL mit einem BIP-Wachstum von 0.8 Prozent für die Eurozone respektive 1.1 Prozent für die EU27.
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