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Services > News & Media > News > Archive 2010  
   
Kommentar zur Woche 34
30.08.2010
BFS bestätigt schwaches Wirtschaftswachstum 2009
Gemäss ersten Schätzungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Schweizer Wirtschaft 2009 einen signifikanten Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1.9 Prozent (2008: +1.9%). Die Konsumausgaben der privaten Haushalte legten um 1 Prozent zu und verhinderten damit einen weitergehenden Einbruch des BIP. Für das Jahr 2010 erwartet BAKBASEL in der Schweiz ein kräftiges Wirtschaftswachstum von 1.9 Prozent. Damit überschreitet die gesamtwirtschaftliche Produktion bereits im laufenden Jahr ihr Vorkrisenniveau.

Beschäftigtenzahlen in der Schweiz im 2. Quartal 2010 leicht angestiegen
Die Indikatoren des Beschäftigungsbarometers, die vom BFS vierteljährlich veröffentlicht werden, zeigen ein leichtes Beschäftigungswachstum. Der Beschäftigungsrückgang im sekundären Sektor hat nachgelassen und die Zahl der Beschäftigten im tertiären Sektor wächst weiter an. Erstmals seit dem 4. Quartal 2007 zeigen alle in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren eine positive Tendenz. Besonders ausgeprägt ist der wieder gewonnene Optimismus im sekundären Sektor. Für das laufende Jahr rechnet BAKBASEL mit einem Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen um 0.4 Prozent. Während die Zahl der Erwerbstätigen im sekundären Sektor ungefähr stagnieren dürfte (+0.1%), wird im tertiären Sektor voraussichtlich ein Anstieg um 0.6 Prozent resultieren.

Schweizer Bauwirtschaft im Hoch
Die schweizerische Bauwirtschaft erweist sich in einem konjunkturell immer noch unsicheren Umfeld weiterhin als Stütze der Volkswirtschaft. Die nominellen Umsätze im Schweizer Bauhauptgewerbe beliefen sich im zweiten Quartal 2010 auf rund 5.1 Mrd. Franken (+4.0% gegenüber 2009). Der hartnäckige Winter hatte die Bautätigkeit im ersten Quartal heftig gebremst und zeitweise fast zum Erliegen gebracht. Die wetterbedingten Ausfälle mussten nun nachgeholt werden, was sich positiv auf die Umsätze ausgewirkt hat. Auch die Arbeitsvorräte haben sich erfreulich entwickelt. Sie beliefen sich Ende Juni auf 13.2 Mrd. Franken (+10.8%). BAKBASEL prognostiziert für das Schweizer Baugewerbe im Jahr 2010 ein Wertschöpfungswachstum von 0.6 Prozent.

Deutsche Wirtschaft läuft wie geschmiert
Die deutsche Wirtschaft befindet sich gegenwärtig in ausgezeichneter Verfassung. Im 2. Quartal 2010 stieg das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um 2.2 Prozent. Das ist das stärkste Quartalswachstum seit der Wiedervereinigung. Der Aufschwung ist breit abgestützt. Nicht nur der Aussenhandel, sondern auch der Bin-nenkonsum und die Investitionen trugen in erheblichem Ausmass zum deutschen Wirt-schaftswachstum bei. Auch die Aussichten für die nahe Zukunft sind positiv. Der Ge-schäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts hat sich im August erneut verbessert. Der Index stieg im Berichtsmonat von 106.2 auf 106.7 Punkte. Für 2010 rechnet BAKBASEL mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft (reales BIP) von 1.8 Prozent.

Schwäche am US-Immobilienmarkt
Die Meldungen vom US-Immobilienmarkt sind wenig ermutigend. Im Juni wurden 27 Prozent weniger bestehende Häuser verkauft als im Vormonat. Dieser Einbruch ist teilweise auf das Auslaufen von staatlichen Subventionen zur Stützung des Immobilienmarktes zurück zu führen. Im Juli wurden in den USA zudem lediglich 276'000 neue Häuser verkauft. Das entspricht dem niedrigsten Wert seit Beginn der Statistik 1963. Trotz diesen pessimistischen Meldungen rechnet BAKBASEL damit, dass das US-BIP im laufenden Jahr um 2.9 Prozent ansteigen wird.
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