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Services > News & Media > News > Archive 2010  
   
Kommentar zur Woche 30
02.08.2010
Schweizer Detailhandelsumsätze im Juni 2010
Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BfS) sanken die realen, saisonbereinigten Detailhandelsumsätze im Juni im Monatsvergleich um 0.4 Prozentpunkte. Nicht saisonbereinigt stiegen die realen Detailhandelsumsätze um 0.9 Prozent gegenüber Juni 2009. Dabei ist der Non-Food-Bereich (ohne Treibstoffe), wie beispielsweise Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik oder Haushalts- und Heimwerkergeräte, mit 1.8 Prozent deutlicher angestiegen als der Food-Bereich inklusive Tabakwaren (1.0 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat ist der Non-Food-Bereich (ohne Treibstoffe), wie auch der Food-Bereich saisonbereinigt um 0.1 Prozent angestiegen. BAKBASEL erwartet für das laufende Jahr einen deutlich positiven Zuwachs der realen Wertschöpfung für den Detailhandel.

EU und Eurozone: Arbeitslosigkeit bleibt hoch
Wie Eurostat bekanntgegeben hat, verblieb die Arbeitslosenquote in der EU im Juni 2010 bei 9.6 Prozent. In der Eurozone verblieb die Quote bei 10.0 Prozent. Im Vergleich zu den Vorjahresmonaten nahm die Zahl der Arbeitslosen zu. Im Juni 2009 hatte die Quote in der EU bei 9.0 Prozent und in der Euro-Zone bei 9.5 Prozent gelegen. Insgesamt waren in der EU 23.1 Millionen Menschen arbeitslos, in der Euro-Zone 15.8 Millionen. Am niedrigsten ist die Quote in Österreich mit 3.9 Prozent, am höchsten in Spanien und Lettland mit je 20 Prozent. BAKBASEL erwartet im laufenden Jahr in der Eurozone eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 10.2 Prozent.

USA: BIP steigt im 2. Quartal um 2.4 Prozent 
Nach einem Wachstum von 3.7 Prozent im ersten Quartal 2010 stieg die Wirtschaftsleistung in den USA im zweiten Quartal um 2.4 Prozent an. Das Wachstum hat sich im Jahresverlauf verlangsamt, was primär auf zwei Faktoren zurückzuführen ist: Im US-Aussenhandel kamen die Exporte nicht auf Touren und die Importe wuchsen dreimal so stark (+10.3% rsp. +28.8%). Als zweite Komponente ist der Privatkonsum aufzuführen, wo der Zuwachs im Quartalsvergleich von 1.9 Prozent auf 1.6 Prozent zurückging. Ein positiver Beitrag kam aus der Ecke der Unternehmensinvestitionen. Die Un-ternehmensinvestitionen stiegen aufs Jahr gerechnet um 17 Prozent und damit mehr als doppelt so stark im Vergleich zum Jahresbeginn. Im Jahr 2010 rechnet BAKBASEL mit einem Wirtschaftswachstum von 3.4 Prozent in den USA.

Weiterhin schleppende Entwicklung am US-Häusermarkt
In den USA entwickeln sich die Eigenheimverkäufe auf dem tiefsten Stand seit 1963. So ist der Anstieg im Vergleich zum Vormonat um 24 Prozent auf 330’000 neue Eigenheime immer noch der zweitschlechteste Wert seit 1963. Das Angebot an neuen Einfamilienhäusern konkurriert mit denjenigen Objekten, welche im Rahmen von Zwangsversteigerungen auf den Markt kommen, zum Teil zu Preisen unter denen von Neubauten. Diese Häuser liegen oft auch besser als Neubauten, welche sich oft in Vorstädten befinden. Neue Bauvorhaben werden deshalb nur zögerlich in Angriff genommen. Die Wohnbautätigkeit verbleibt zurzeit bei 2.5% des Bruttoinlandsprodukts. Dieser Wert ist deutlich unter dem langjährigen Mittel von 4.5%.
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