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Kommentar zur Woche 24 |
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21.06.2010 |
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Schweizer Industrie wächst wieder Nach fünf aufeinander folgenden Quartalen mit negativer Entwicklung wächst die Schweizer Industrie im 1. Quartal 2010 wieder. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal erzielten die Schweizer Unternehmen einen Anstieg der Produktion um 5.3 Prozent. Am stärksten war der Zuwachs bei den Verbrauchsgütern. Bei den Branchen war der Anstieg in der Chemischen Industrie mit Abstand am grössten. Ihr folgten der Bereich «Gummi- und Kunststoffwaren», der Bergbau, die Metallindustrie und der Fahrzeugbau. Die Umsätze verbesserten sich in der Schweizer Industrie im Berichtsquartal um 3.1 Prozent. Das beste Ergebnis meldete der Bergbau, die Branche «Energie-, Wasserversorgung», die Branche «Gummi- und Kunststoffwaren», die Metallindustrie sowie die Elektro- und feinmechanische Industrie. Die Schweizer Industrieunternehmen können sich wieder einer guten Auftragslage erfreuen. Die Auftragseingänge nahmen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13.1 Prozent zu. Die Auf-tragseingänge aus dem Ausland spielten dabei eine tragende Rolle. BAKBASEL erwartet für die Schweizer Industrie im Gesamtjahr 2010 einen Anstieg der realen Bruttowertschöpfung um 1.7 Prozent.
Schweiz: Steigende Produzenten- und Importpreise im Mai Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise stieg im Mai 2010 gegenüber dem Vormonat um 0.3 Prozent und erreichte den Stand von 107.8 Punkten (Basis Mai 2003 = 100). Verantwortlich dafür waren hauptsächlich die um 0.7 Prozent gestiegenen Importpreise, wobei insbesondere Preiserhöhungen für Erdöl, Erdölprodukte und Metallprodukte ins Gewicht fielen. Die Inlandpreise stiegen im Durchschnitt nur leicht um 0.1 Prozent. Die Jahresteuerung erhöhte sich von 0.8 Prozent im April 2010 auf 1.4 Prozent im Mai 2010.
SNB hält an ihrer expansiven Geldpolitik fest Trotz einer anziehenden Konjunktur hält die Schweizerische Nationalbank (SNB) an ihrer Tiefstzinspolitik fest. Sie belässt deshalb das Zielband für den Dreimonats-Libor bei 0 bis 0.75 Prozent und strebt dabei an, den Libor im unteren Bereich des Bandes um 0.25 Prozent zu halten. BAKBASEL geht davon aus, dass die SNB ihre Tiefzinspolitik vorerst fortsetzt. Ein erster Zinsschritt ist nicht vor dem Jahresende 2010 zu erwarten.
Starker Anstieg der Industrieproduktion in Europa Im April 2010 erhöhte sich die Industrieproduktion in der Eurozone um 9.5 Prozent und in der EU27 um 7.8 Prozent gegenüber April 2009. Im Vergleich zur Vorjahresperiode erhöhte sich die Produktion von Vorleistungsgütern um 16.0 Prozent in der Eurozone und um 14.1 Prozent in der EU27. Die Produktion von Investitionsgütern stieg um 8.9 bzw. 7.9 Prozent an. Im Energiesektor wurde ein Produktionsanstieg um 6.9 Prozent in der Eurozone und um 5.0 Prozent in der EU27 verzeichnet. Die Produk-tion von Verbrauchsgütern wies einen Anstieg um 3.0 bzw. 1.1 Prozent auf. Die Pro-duktion von Gebrauchsgütern nahm um 1.4 Prozent in der Eurozone und um 4.1 Prozent in der EU27 zu. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeich-neten achtzehn eine ansteigende Industrieproduktion. Nur in Griechenland (-6.4%), Ir-land (-2.8%) und Bulgarien (-2.6%) war diese rückläufig. Die höchsten Anstiege gab es in Estland (+18.3%), den Niederlanden (+14.7%) und Deutschland (+13.9%).
Eurozone: Jahresteuerung im Mai bei 1.6 Prozent Die Jahresteuerung in der Eurozone ist im Mai leicht gestiegen. Nach Angaben von Eu-rostat erhöhten sich die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1.6 Prozent. Massgeblich beeinflusst wurde die Teuerung im Mai erneut von der Ent-wicklung der Kraftstoffpreise, die sich auf Jahressicht um 18.4 Prozent verteuerten. |
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