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Services > News & Media > News > Archive 2010  
   
Kommentar zur Woche 22
07.06.2010
Schweiz: BIP-Zunahme im 1. Quartal 2010
Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) nach einer ersten Schätzung meldete, expandierte das Schweizer Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2010 real um 0.4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Von den einzelnen Komponenten des BIPs kamen insbesondere vom Aussenhandel starke Wachstumsimpulse und auch die privaten Konsumausgaben (+0.5%) lagen in den ersten drei Monaten 2010 über dem Vorquartalswert. Rückläufige entwickelten sich demgegenüber die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen (-0.8%) und der staatliche Konsum (-1.4%). Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg das reale BIP um 2.2 Prozent. BAKBASEL rechnet im laufenden Jahr mit einer langsamen Erholung der Schweizer Wirtschaft und einem realen BIP-Wachstum von 1.2 Prozent.

Schweiz: Höhere Detailhandelsumsätze im April
Nach den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind die realen, saisonbereinigten Detailhandelsumsätze (ohne Treibstoffe) im April 2010 gegenüber März 2010 um 0.6 Prozent gestiegen (nominal +1,1%). Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verzeichnete einen realen Umsatzanstieg von 1.9 Prozent (nominal +2.3%). Der Nicht-Nahrungsmittelsektor erzielte ein Plus von 1.3 Prozent (nominal +1.6%). Wie das BFS weiter mitteilte, erhöhten sich die realen Detailhandelsumsätze (ohne Treibstoffe) im April um 1.2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (nicht saisonbereinigt). Einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichnet dabei das Non-Food-Segment mit einem realen Plus von 2.9 Prozent. Demgegenüber gingen im Vorjahresvergleich die Umsätze für Nahrungsmittel und Getränke um 0.5 Prozent zurück. BAKBASEL rechnete für das Gesamtjahr 2010 mit einer Stagnation im Schweizer Detailhandel. 

Schweiz: Anstieg der neu erstellten Wohnungen
Gemäss den Erhebungen vom BFS entstanden im ersten Quartal 2010 in der Schweiz rund 8'420 neue Wohnungen. Gegenüber dem ersten Quartal 2009 bedeutet dies eine Zunahme von 9 Prozent (+700 Wohnungen). Vor allem in Gemeinden mit weniger als 5'000 Einwohner nahmen die neu erstellten Wohnungen markant zu, während in Gemeinden mit mehr als 5'000 Einwohnern gegenüber dem Vorjahresquartal weniger neue Wohnung erstelle wurden. In den grossen Schweizer Agglomerationen wurden insbesondere in Bern (-50.9%) und in Basel (-24.4%) weniger Wohnungen fertig gestellt. Ein deutliches Plus verzeichneten aber die welschen Agglomerationen Lausanne (+74.2%) und Genf (+24.0%). Das BFS teilte zusätzlich mit, dass die im Bau befindlichen Wohnungen im ersten Quartal 2010 um knapp 10 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen. Auch die Baubewilligungen stiegen in den ersten drei Monaten 2010 im Vorjahresvergleich deutlich um 5 Prozent an. BAKBASEL rechnet im weiteren Jahresverlauf mit einer abschwächenden Baukonjunktur. Die Bautätigkeit und real Wert-schöpfung im Schweizer Baugewerbe dürfte 2010 auf dem Vorjahresniveau liegen.

USA: Vor allem neue Temporärjobs im Monate Mai
Die veröffentlichten Mai-Zahlen für den Arbeitsmarkt in den USA zeigen, dass innert Monatsfrist netto knapp 431'000 neue Stellen geschaffen wurden. Die Arbeitslosenquoten betrug saisonbereinigt 9.7 Prozent, gegenüber dem April ein Rückgang von 0.2 Prozentpunkten. Wenig erfreulich ist aber, dass die Privatwirtschaft im Mai lediglich 41'000 Stellen schaffen konnte (April: + 218'000 Stellen) und das somit die Mehrheit der neuen Jobs vom Staat auf temporärer Basis geschaffen wurden. BAKBASEL erwartet für den US-amerikanischen Arbeitsmarkt eine eher schleppende Erholung und eine Arbeitslosenquote von 9.8 Prozent im Jahresmittel 2010. 
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