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Kommentar zur Woche 17 |
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03.05.2010 |
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So viele Firmenkonkurse wie noch nie im 1. Quartal 2010 Wie Dun&Bradstreet (D&B) mitteilt, sind in den ersten drei Monaten 2010 in der Schweiz 1'590 Firmen Konkurs gegangen, so viele wie noch nie zuvor. Die Konkurse nahmen gegenüber dem Vorjahresquartal um 39 Prozent zu. Am stärksten betroffen war die Region Mittelland. In der Region Genfersee gingen die Pleiten gegenüber der Vorjahresperiode nur geringfügig um 2 Prozent zurück. Alle anderen Regionen hatten im Vorjahresvergleich hohe Konkurszuwachsraten zu verkraften: Zürich wies 53 Prozent mehr Pleiten aus, die Ostschweiz 58, die Zentralschweiz 44 und die Nordwestschweiz 30 Prozent. Werden nur die Firmenpleiten aufgrund von Insolvenz betrachtet, hellt sich das Bild leicht auf. Zahlungsunfähig wurden 14 Prozent mehr Unternehmen als in der Vorjahresperiode. Die anderen Konkurse wurden wegen organisatorischer Mängel verhängt. Nach Branchen betrachtet führt das Gastgewerbe die Konkurs-Statistik an: im ersten Quartal 2010 ging jeder 148. Gastgewerbe-Betrieb in Konkurs. Im Baugewerbe war es jeder 181. Betrieb, beim Handwerk jede 242. Firma. Auf der andern Seite wurden 9'442 Firmen neu ins Handelsregister eingetragen, 9 Prozent mehr als von Januar bis März 2009. Besonderen Pioniergeist zeigten Jungunternehmer im Kanton Schaffhausen. Dort nahmen die Neugründungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 42 Prozent zu, vor allem in den Sparten Grosshandel und Logistik. BAKBASEL rechnet damit, dass die Konkursquote aufgrund der anziehenden Konjunktur im Jahresverlauf 2010 wieder deutlich zurück gehen wird.
BIP-Wachstum in den USA schwächt sich im ersten Quartal 2010 ab Das Wirtschaftswachstum in den USA hat zu Jahresbeginn 2010 an Fahrt verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2010 um auf das Jahr hochgerechnete 3.2 Prozent, wie das Handelsministerium in Washington mitteilt. Das Wachstum fiel damit schwächer aus als noch im vierten Quartal 2009. Damals stieg das BIP der Vereinigten Staaten um 5.6 Prozent. Allerdings war der Anstieg im ersten Quartal 2010 der dritte Quartalsanstieg in Folge seit dem Ende der schwersten Rezession seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Das Wachstum kann zudem als solide bezeichnet werden, da der Konsum als wichtigste Komponente des amerikanischen BIP äusserst kräftig zulegte: die Konsumentenausgaben sind im ersten Quartal 2010 um 3.6 Prozent gestiegen. Das entspricht dem besten Wert seit Anfang 2007 (Ende 2009 lag er noch bei mageren 1.6 Prozent). BAKBASEL prognostiziert für die USA für das laufende Jahr ein BIP-Wachstum von 3.4 Prozent. Die grösste Volkswirtschaft der Welt hat damit die Rezession überwunden und befindet sich zurück auf dem Wachstumspfad. Der amerikanische Arbeitsmarkt dürfte die Auswirkungen der Krise aber weiterhin spüren. Die Arbeitslosenquote von derzeit 9.7 Prozent dürfte auch in den nächsten Monaten hoch bleiben. Dies dürfte den Aufschwung insofern etwas bremsen, als dass die Arbeitnehmer bei höheren Ausgaben eher zurückhaltend sein werden. Ein zusätzliches Risiko für den Konsum und die Kauflust stellen erwartete niedrige Lohnzuwächse und höhere Kreditzinsen dar.
Fortgesetzte Aufhellung am deutschen Arbeitsmarkt Die Entspannung auf dem deutschen Arbeitsmarkt setzt sich fort. Nachdem die Zahl der Arbeitslosen bereits im März stark gesunken war, sank sie im April erneut und zwar um 162'000 Personen. Damit waren in Deutschland insgesamt 3.406 Millionen Personen arbeitslos, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) bekanntgab. Die Arbeitslosenquote sank damit im Vergleich zum Vormonat um 0.4 Prozentpunkte auf 8.1 Prozent. Gegenüber dem April 2009 reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 178'000. BAKBASEL geht davon aus, dass sich der deutsche Arbeitsmarkt im laufenden Jahr stabil entwickeln wird und rechnet mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 8.5 Prozent. |
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