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Services > News & Media > News > Archive 2010  
   
Kommentar zur Woche 15
19.04.2010
Steigende Produzenten- und Importpreise in der Schweiz gegenüber dem Vormonat – Nullteuerung im Jahresvergleich
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise stieg im März 2010 um 0.5 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 106.9 Punkten (Basis Mai 2003 = 100). Vor allem höhere Preise für Erdöl- und Metallprodukte führten zu einem Anstieg des Produzentenpreisindexes um 0.4 Prozent und des Importpreisindexes um 0.7 Prozent. Nicht nur im Vormonats-, sondern auch im Vorjahresvergleich spiegeln die vorliegenden Preisindizes die weltwirtschaftliche Erholung wider. Zwar liegt der Produzentenpreisindex noch um 0.3 Prozent tiefer als im Vorjahr, die Importpreise haben sich jedoch bereits wieder erhöht. Ingesamt resultierte im Vergleich zum März 2009 ein stabiles Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten. Aufgrund der positiven Wirtschaftsaussichten rechnet BAKBASEL mittelfristig weiter mit steigenden Rohstoffpreisen und damit mit steigenden Produzenten- und Importpreisen.

Steigende Industrieproduktion in der Eurozone
Gemäss Schätzungen von Eurostat ist die saisonbereinigte Industrieproduktion im Februar 2010 gegenüber Januar 2010 in der Eurozone (EZ16) um 0.9 Prozent, in der EU27 um 0.7 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg geht sowohl in der EZ16 wie auch in der EU27 auf die gesteigerte Produktion von Vorleistungs- und Investitionsgütern zurück, welche einen Produktionsrückgang bei Energie, Gebrauchs- und Verbrauchsgütern zu kompensieren vermochte. Bezüglich Produktion der Gesamtindustrie zeigt sich innerhalb der EU jedoch ein heterogenes Bild. Während im Vormonatsvergleich sieben Länder eine steigende und zwei weitere eine stabile Industrieproduktion aufwiesen, mussten 13 einen Produktionsrückgang verbuchen, darunter insbesondere Deutschland (-0.1%). Insgesamt hat sich das Wachstum damit leicht abgeschwächt, war doch im Januar 2010 die Industrieproduktion im Vormonatsvergleich noch um 1.6 Prozent (EZ16) respektive 1.7 Prozent (EU27) gewachsen. Im Vorjahresvergleich resultiert in der EZ16 ein Plus bei der Industrieproduktion von 7.2 Prozent, in der EU27 um 6.5 Prozent, wobei auch hier die beiden Bereiche Vorleistungen und Investitionsgüter zu den Wachstumstreibern gehören. Dank dieser Erholung liegt der Produktionsindex sowohl in der Eurozone als auch in der EU27 wieder bei rund 95 Punkten und damit so hoch wie seit Januar 2009 nicht mehr. Aufgrund der weitergehenden weltwirtschaftlichen Erholung ist zu erwarten, dass die Industrieproduktion in den beiden Gebietskörperschaften weiter steigen wird.

Vorübergehende Stagnation der Industrieproduktion in den USA
Gemäss Zahlen der US-Notenbank vermochte die US-Industrie ihre Produktion im März kaum zu steigern. Im gesamten verarbeitenden Gewerbe legte die Produktion im Vergleich zum Vormonat um 0.1 Prozent zu. Damit konnte die US-Industrie nicht weiter von der sich erholenden Weltwirtschaft profitieren. Im Vorjahresvergleich liegt die Industrieproduktion um 4 Prozent höher. Diese Stagnation im Vormonatsvergleich dürfte allerdings nur vorübergehend sein, denn der bedeutende Frühindikator für die Industrie in den USA, der Konjunkturindex für den Staat New York, ist im April stark gestiegen und liegt auf dem höchsten Stand seit 6 Monaten. Fürs gesamte 2010 geht BAKBASEL von einem Anstieg der Industrieproduktion um 5.2 Prozent aus.

US-Einzelhandel überraschend stark gewachsen
Der Umsatz im US-Einzelhandel lag im März um 1.6 Prozent über dem Februar-Wert. Der Einzelhandelsumsatz gilt als wichtiger Konjunkturindikator, da mehr als zwei Drittel des US-Bruttoinlandsprodukts vom privaten Konsum abhängt. Dieser höchste Anstieg seit November 2009 nährt die Hoffnung, dass der Konsum in den USA die Erholung der Wirtschaft vorantreibt. Insgesamt prognostiziert BAKBASEL für die USA für 2010 ein BIP-Wachstum von 3.2 Prozent.

USA: Industrieaufträge steigen nur leicht
Auch die Auftragslage der US-Industrie hat sich im Februar etwas stärker verbessert als erwartet. Die Bestellungen sind nach einem revidierten Plus von 2.5 Prozent im Januar im Vergleich zum Vormonat um 0.6 Prozent gestiegen. Klammert man den Verkehrsbereich aus, stiegen die Industrieorders um 0.7 Prozent. Ohne den Rüstungssektor gab es ein Plus von einem Prozent. Für das Jahr 2010 prognostiziert BAKBASEL eine Zunahme der realen Wertschöpfung in den USA um insgesamt 3.4 Prozent.
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