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Kommentar zur Woche 8
01.03.2010
Schweiz: Stabiler Arbeitsmarkt und positive Signale zum Jahresauftakt
Die Indikatoren des Beschäftigungsbarometers, die vom Bundesamt für Statistik (BFS) vierteljährlich veröffentlicht werden, zeigen eine stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt. Gemessen an der Zahl der besetzten Stellen verringerte sich die Beschäftigung Ende 2009 gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0.1 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen, welche Personen umfasst, die mindestens eine Stunde pro Woche arbeiten, erhöhte sich im gleichen Zeit-raum um 0.3 Prozent. Dieser Anstieg ist dabei auf die Einwanderung sowie auf die gestiegene Zahl erwerbstätiger Frauen zurückzuführen. Der sekundäre Sektor vermeldete noch immer deutliche Einbussen, während der tertiäre Sektor weiter zulegte. Der Indikator der Beschäftigungsaussichten sowie der Index der offenen Stellen weisen für das 1. Quartal 2010 auf eine mögliche Verbesserung hin. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet BAKBASEL dennoch einen Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen um rund 1.0 Prozent.

Leichter Logiernächterückgang im Dezember für die Schweizer Hotellerie
Im Dezember 2009 wurden in Schweizer Hotel- und Kurbetrieben rund 2.5 Millionen Logiernächte gezählt. Dies entspricht einer leichten Abnahme von 0.5 Prozent gegenüber dem Dezember 2008. Einerseits ging die inländische Nachfrage mit einem Total von rund 1 Million Logiernächten um 0.8 Prozent zurück, andererseits verzeichneten die ausländischen Besucherinnen und Besucher mit einem Logiernächtetotal von rund 1.5 Millionen 0.2 Prozent weniger Logiernächte als in derselben Vorjahresperiode. Die stärksten absoluten Abnahmen verbuchten die Gäste aus Deutschland (-5.9%) sowie jene aus dem Vereinigten Königreich (-11%). Gemäss den definitiven Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) registrierte die Hotellerie in der Schweiz im Jahr 2009 insgesamt 35.6 Millionen Logiernächte. Nach drei aufeinanderfolgenden Wachstumsjahren ging das Logiernächtetotal damit 2009 erstmals wieder zurück. Gegenüber dem Jahr 2008, in dem das beste Logiernächteergebnis seit 1990 registriert wur-de, beträgt der Rückgang insgesamt 4.7 Prozent. Im Verlauf des Jahres 2009 schwächte sich der Rückgang der Logiernächte allerdings ab. BAKBASEL geht davon aus, dass sich die Nachfrage in der Schweizer Hotellerie nur langsam erholt und erwartet die Wende erst gegen Jahresende 2010. Für das Tourismusjahr 2010 geht BAKBASEL von einem Rückgang der Zahl der Hotelübernachtungen um 2.6 Prozent aus.

Die Bevölkerung der Schweiz wächst weiter an
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz erreichte gemäss provisorischen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) Ende 2009 den Stand von 7'783'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dies entspricht gegenüber 2008 einer Zunahme von 81'200 Personen bzw. 1.1 Prozent. Somit wuchs die Bevölkerung der Schweiz weniger stark als im Rekordjahr 2008 und in etwa gleich stark wie im Jahr 2007. Verantwortlich für dieses Wachstum sind der Geburtenüberschuss (Geburten abzüglich Todesfälle) von 15'600 Personen sowie insbesondere der Wanderungssaldo (Einwanderungen abzüglich Auswanderungen) und die Statuswechsel von 65'600 Personen.

Anhaltend tiefe Auftragseingänge in der Schweizer MEM-Industrie
Gemäss dem Branchenverband Swissmem sah sich die schweizerische Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie im vergangenen Jahr mit einer stark eingetrübten Marktlage konfrontiert: Die Auftragseingänge lagen um 25 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Umsätze reduzierten sich um 20.3 Prozent. Auch wenn der Geschäftsgang im 4. Quartal 2009 stabilisiert werden konnte, bleibt das Marktumfeld auf tiefem Niveau weiterhin angespannt. BAKBASEL erwartet für die Schweizer MEM-Industrie im laufenden Jahr einen leichten Rückgang der realen Bruttowertschöpfung um 0.2 Prozent.

Deutschland: Eingetrübtes Geschäftsklima
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar nach zehn positiven Monaten in Folge überraschend wieder eingetrübt. Wie das Institut für Wirtschaftsforschung Ifo mitteilte, fiel der Geschäftsklimaindex von 95.8 Punkten im Januar auf 95.2 Punkte. Für das laufende Jahr geht BAK-BASEL aufgrund der zu erwartenden Nachfragesteigerung aus dem Ausland dennoch von einem Anstieg des deutschen BIP um 1.6 Prozent aus.
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