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Services > News & Media > News > Archive 2010  
   
Kommentar zur Woche 6
15.02.2010
Schweiz: Jahresteuerung wieder bei 1%
Der vom Bundesamt für Statistik (BfS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise hat im Januar 2010 (gegenüber dem Vorjahr) um 1.0 Prozent zugelegt. Als Preistreiber haben sich dabei vor allem die Erdölprodukte herausgestellt, welche im Vergleich zum Vorjahr um 15.7 Prozent zulegten. Ebenfalls überdurchschnittlich teurer geworden sind die Wohnungsmieten (+1.5%), Tabakwaren (+6.0%) sowie Bekleidung und Schuhe (+1.5%). Für das gesamte Jahr 2010 erwartet BAKBASEL gegenüber dem Vorjahr eine durchschnittliche Teuerung von 0.9 Prozent. Rückläufig war die Teuerung hingegen im Vergleich zum Vormonat. Sie ging im Januar 2010 um 0.1 Prozent zurück, der Landesindex für Konsumentenpreise erreichte damit den Stand von 103.5 Punkten (Dezember 2005 = 100). Geprägt wird die Entwicklung des Landesindexes im Januar hauptsächlich durch zwei gegenläufige Preisentwicklungen: Während sich Erdölprodukte im Vergleich zum Vormonat um 6.0 Prozent verteuerten und die Saisonprodukte um 5.8 Prozent zulegten, gingen Bekleidungsstücke und Schuhe – vor allem aufgrund des Ausverkaufs – durchschnittlich 11.8 Prozent billiger über den Ladentisch als noch im Vormonat.

Schweiz: Höhere Erdöl- und Metallpreise sorgen für steigende Produzenten- und Importpreise
Der vom Bundesamt für Statistik (BfS) berechnete Gesamtindex der Produ-enten- und Importpreise erreichte im Januar 2010 den Stand von 106.6 Punkten (Mai 2003 = 100). Dies entspricht einem Anstieg von 0.3 Prozent innert Monatsfrist. Als Preistreiber haben sich hier vor allem die Mineralöl-produkte (+5.4%) sowie die Metalle und Metallprodukte (+1.7%) herausge-stellt. Im Vergleich zum Vorjahr war die Teuerung mit einem Minus von 1.5 Prozent aber klar rückläufig. Zwar sind die Mineralölprodukte auch im Vorjahresver-gleich deutlich angestiegen (+21.1%), die Preise der meisten anderen Pro-dukte waren aber klar rückläufig. So gingen z.B. die Preise für Metalle und Metallprodukte im Vergleich zum Vorjahr um 3.2 Prozent zurück, Büroma-schinen, EDV-Geräte und elektrotechnische Produkte waren 3.3 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Angesichts der schwachen Konjunktur dürfte der Druck auf die Preise 2010 anhalten.

Euro-Raum: Wirtschaf schwächelt, am Horizont sind aber Silberstreifen auszumachen
Gemäss einer Meldung von Eurostat hat die Wirtschaft im Euro-Raum im vierten Quartal 2009 wieder an Dynamik eingebüsst. Vermochte sie im Sommer gegenüber dem Vorquartal noch um 0.4 Prozent zu wachsen, so betrug das Wachstum im vierten Quartal (ebenfalls gegenüber dem Vorquartal) noch 0.1 Prozent. Als Wachstumslokomotive hat sich dabei Frankreich gezeigt, dessen Wirtschaft – vor allem aufgrund des Privatkonsums – um 0.6 Prozent zulegte. Die deutsche Wirtschaft hat nach zwei Quartalen mit leichtem Wachstum im vierten Quartal 2009 einen leichten Dämpfer erlitten: Das Wachstum stagnierte (+0.0%). Dass die Schwäche im vierten Quartal wohl kaum der Anfang einer erneuten Rezession darstellt, darauf deutet vor allem der vom Ifo-Institut ermittelte Wirtschaftsklimaindikator hin, welcher im ersten Quartal 2010 zum vierten Mal in Folge zuzulegen vermochte. Dabei hellten sich sowohl die Urteile zur aktuellen wirtschaftlichen Situation als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate spürbar auf. Alles in allem deuten die Ergebnisse darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung im ersten Halbjahr 2010 fortsetzen wird. BAKBASEL rechnet 2010 im Euro-Raum mit einem Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts um 1.0 Prozent.

USA: Zunahme des Handelsbilanzdefizits
Das Loch in der US-Handelsbilanz hat sich im Dezember 2009 überraschend ausgeweitet, so das US-Handelsministerium. Das höhere Defizit ist dabei auf einen erneuten Importanstieg zurückzuführen: Während die Importe im Vergleich zum Vormonat um 4.8 Prozent zulegten, stiegen die Exporte lediglich um 3.3 Prozent an. BAKBASEL erwartet 2010 einen Anstieg der nominalen Güter- und Dienstleistungsimporte von 14.3 Prozent, die nominalen Güter- und Dienstleistungsexporte dürften im gleichen Zeitraum um 13.6 Prozent zulegen.
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