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Kommentar zur Woche 48
06.12.2011
Schweiz: Wirtschaftsentwicklung verlangsamt sich im dritten Quartal
Letzte Woche hat das Staatssekretariates für Wirtschaft (SECO) die ersten Schätzungen zum Verlauf des Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2011 veröffentlicht. Dabei liegt die Entwicklung der Schweizer Konjunktur insgesamt im Rahmen der Erwartungen von BAKBASEL. Die Schweizer Wirtschaft steht momentan am Scheideweg zur Rezession. Besonders die Situation in Europa mit den anhaltenden Unsicherheiten belastet die Schweizer Wirtschaft. Das reale BIP der Schweiz stieg im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorquartal um 0.2 Prozent. Im zweiten Quartal hatte das Wachstum im Vorquartalsvergleich noch bei 0.5 Prozent gelegen. Positive Wachstumsimpulse gingen zuletzt vom privaten und öffentlichen Konsum sowie von den Bauinvestitionen aus. Demgegenüber wirkten sich rückläufige Exporte und Ausrüstungsinvestitionen negativ auf die BIP-Entwicklung aus. Verglichen mit dem dritten Quartal des Vorjahres resultierte ein BIP-Wachstum von 1.3 Prozent.

Schweiz: Rückgang der Logiernächte im Oktober und in der Sommersaison
Laut den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz im Oktober 2011 insgesamt 2.6 Millionen Logiernächte, was gegenüber Oktober 2010 einer Abnahme von 2.9 Prozent (-78'000 Logiernächte) entspricht. Insgesamt 1.3 Millionen Logiernächte gingen auf das Konto der ausländischen Gäste; dies entspricht einem Rückgang von 4.2 Prozent (-55'000 Logiernächte). Die inländischen Gäste generierten ebenfalls 1.3 Millionen Logiernächte, was eine Abnahme von 1.7 Prozent bedeutet (-23'000 Logiernächte). In der touristischen Sommersaison (Mai bis Oktober) wurden 19.7 Millionen Logiernächte registriert. Das sind 2.7 Prozent weniger (-545'000 Logiernächte) als in der entsprechenden Vorjahresperiode.
Im Oktober 2011 wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat hauptsächlich von Gästen aus Europa weniger Logiernächte verzeichnet (-8.1%), aber auch vom amerikanischen Kontinent kamen weniger Gäste in die Schweiz ( 5.1%). Demgegenüber steht eine erhöhte Nachfrage aus Asien (+13%).
Für die anstehende Wintersaison (November 2011 bis April 2012) erwartet BAKBASEL einen Rückgang der Zahl der Hotelübernachtungen in der Schweiz um 2.6 Prozent.

Schweiz: Realer Detailhandelsumsatz unverändert
Nach der neusten Veröffentlichung des BFS sind die realen Detailhandelsumsätze im Oktober 2011 im Vorjahresvergleich stabil geblieben (nominal: -3.3%). Saisonbereinigt stiegen die realen Detailhandelsumsätze im Oktober 2011 gegenüber dem Vormonat um 2.5 Prozent (nominal: +1.6%). Im Vorjahresvergleich blieben die realen Umsätze im Detailhandel ohne Treibstoffe im Oktober 2011 unverändert (nominal: -3.5%). Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Abnahme der realen Umsätze um 0.5 Prozent (nominal: -3.1%), während im Nicht-Nahrungsmittelsektor ein Nullwachstum registriert wurde (nominal: -3.8%). BAKBASEL rechnet für 2012 mit einem realen Umsatzanstieg im Schweizer Detailhandel von 0.9 Prozent (nominal: +1.0%).

Schweiz: Deutliche Zunahme von neu erstellten Wohnungen
Gemäss den neusten Zahlen des BFS wurden im 3. Quartal 2011 in der Schweiz 11’280 Wohnungen neu erstellt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Anstieg um 13 Prozent. Ende September 2011 befanden sich 70'610 Wohnungen im Bau, was im Jahresvergleich einer Zunahme von 2 Prozent entspricht. Die Zahl der von Juli bis September 2011 baubewilligten Wohnungen nahm gegenüber dem Vorjahresquartal um 3 Prozent auf 12’780 Einheiten zu.
Für das Jahr 2012 rechnet BAKBASEL bei den Neubauaufwendungen im Wohnbau nochmals mit einer leichten Beschleunigung.
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